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Centrify-Umfrage

Ursachen für Datenrisiken in Unternehmen

| Autor: Sarah Nollau

Das Vertrauen in Technologien zur Reduzierung von Datenrisiken scheint noch nicht optimal zu sein. Der Mitarbeiter muss wachsam bleiben.
Das Vertrauen in Technologien zur Reduzierung von Datenrisiken scheint noch nicht optimal zu sein. Der Mitarbeiter muss wachsam bleiben. (Bild: Pixabay / CC0)

Eine Umfrage von Centrify hat ergeben, dass Mitarbeiter in der Verantwortung gesehen werden, Datenrisiken zu verhindern und so den Datenschutz sicherzustellen. Obwohl doch die Technik dafür sorgen soll, den Menschen zu entlasten, scheint dem „technischen Kollegen“ noch nicht genug Vertrauen geschenkt zu werden.

Centrify hat die Nürnberger Messe it-sa 2017, die am 10. und 11. Oktober stattfand, zum Anlass genommen, eine Umfrage unter IT-Experten durchzuführen. Im Fokus der Umfrage waren Datenrisiken in Unternehmen: Wo liegen die Ursachen? Spitzenplatz nimmt dabei die komplizierte Technologie ein, immerhin 20 Prozent der befragten Messebesucher waren der Meinung, dass dies die Hauptursache für Datenrisiken in Unternehmen ist. Auch Ablenkung und übermäßige Arbeitsbelastung sind auf den vorderen Rängen mit jeweils 17 Prozent vertreten. Es folgen der Mangel beim Erkennen von Datensicherheitsverantwortung (13 Prozent), Langeweile (10 Prozent), schlechtes Management und mobile Geräte (jeweils acht Prozent).

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser

70 Prozent sind der Meinung, dass Mitarbeiter und nicht die Technologie in der Verantwortung sind, Datenschutzverletzungen am Schreibtisch zu vermeiden. Angesichts der Intention, Technologie dort einzusetzen, wo menschliches Versagen möglich ist, ist dieses Ergebnis besonders interessant. Autopiloten, autonomes Fahren und Decision-Support-Systeme, die im Militär zum Einsatz kommen, zielen darauf ab, den Menschen vor Versagen zu schützen. Und trotzdem scheint das Vertrauen in die Technik zu fehlen. Aber „Menschen machen Fehler – das liegt in ihrer Natur“, meint Michael Neumayr, Regional Sales Manager Zentraleuropa bei Centrify. Das Unternehmen mit Hauptsitz im kalifornischen Santa Clara, hat eine Identity-and-Access-Management-Plattform (IAM-Plattform) entwickelt, die zur Aufgabe hat, Hackern mit richtigem Passwort trotzdem keinen Zugriff zu gewähren.

Ergebnisse auf der InfoSec

Die gleiche Umfrage wurde auf der englischen Messe Infosec in London durchgeführt. Dort war die meistgenannte Ursache für Datenrisiken die hohe Arbeitsbelastung (19 Prozent). Aber auch hier waren Langeweile und Ablenkung die Zweit- und Drittplatzierten (zusammen 35 Prozent). Auf britischem Terrain scheint das Vertrauen in die Technik allerdings größer zu sein. Über die Hälfte der dort Befragten (57 Prozent) glauben, dass Unternehmen zukünftig Technologie mehr Vertrauen schenken werden, nicht nur um Mitarbeiter vor menschlichem Versagen zu schützen, auch um Mitarbeiter zu ersetzen. Lediglich 37 Prozent der Befragten auf der it-sa sahen dies genau so. Auch Infosec-Besucher sehen die Verantwortung für den Datenschutz am Arbeitsplatz bei den Mitarbeitern (74 Prozent).

Über die Umfrage

Auf der it-sa 2017 in Nürnberg wurden 60 Besucher zum Thema Datenrisiken in Unternehmen befragt. Die Ergebnisse konnten anschließend mit der Befragung auf der Londoner Infosec 2017 verglichen werden, die zwischen dem 6. und 7. Juni stattfand. Hier griff man auf die Ergebnisse von 165 Befragten zurück.

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