Realtech-Berater gibt Tipps fürs Management Unternehmensführung ohne IT ist wie ein Maßanzug ohne Schneider
Immer wieder ist von der Forderung zu hören, dass die Fachbereiche noch enger mit der IT-Abteilung zusammenarbeiten müssen, um so die Gesamtstrategie einer Organisation besser zu unterstützen. Dabei geschieht doch genau dies schon seit Jahren. Was also hat sich geändert, oder nicht geändert, dass diese Forderung immer wieder im Raum steht?
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Häufig sind es strukturelle Ursachen oder geänderte Marktbedingungen, die für Unruhe in Unternehmen sorgen. Dann müssen schnell Lösungen gefunden werden und die IT-Abteilung soll dafür die benötigten Werkzeuge bereitstellen. Dies funktioniert umso besser, je stärker die IT als strategisch relevante Einheit innerhalb der Organisation angesehen wird. Hatten IT-Verantwortliche bisher kaum Einfluss auf strategische Themen, werden sie kaum über die Mittel verfügen, die kurzfristig entworfenen Strategien umzusetzen.
CIO ist gefragt
So ist zum Beispiel in Europa der CIO eher selten Mitglied der Geschäftsführung, ganz im Gegensatz zu den USA. Dabei ist es gerade heute wichtiger denn je, Unternehmens- und IT-Strategie zusammen statt getrennt zu betrachten.
Plant zum Beispiel ein Unternehmen in naher Zukunft zu expandieren, spart aber gleichzeitig bei der IT, wird dieses Vorhaben sehr schnell an die Kapazitätsgrenzen der IT-Systeme stoßen. Dies ist vergleichbar mit einem Anzug, der zu eng oder zu lang geraten ist. Daher ist es wichtig, dass die Unternehmensführung ihre Strategien und Ziele mit der IT abstimmt und deren Beratungsleistung in Anspruch nimmt. Denn IT muss wie ein Maßanzug sein: Material, Größe und Qualität müssen stimmen, um sich darin bequem bewegen zu können.
Doch wird dies längst nicht in allen Unternehmen umgesetzt. So sollte das Management gerade in der heutigen Zeit die IT nicht als notwendiges Übel betrachten, sondern mit der gleichen Priorität und Sorgfalt behandeln, wie dies im übrigen Geschäftsumfeld erfolgt.
Im Gegenzug dazu müssen sich IT-Verantwortliche ihrer neuen Funktion bewusst werden: Diese liegen zukünftig nicht nur in der Ausführung von IT-Aufgaben, sondern verstärkt in der strategischen Beratung der Unternehmensführung.
Flexibilität muss definiert werden
Ein bedeutendes Thema ist die Flexibilität der IT-Systeme und die Frage: Wann ist diese sinnvoll und wo eher nicht? Dies kann zum Beispiel die Performance, die Kosten oder die Geschäftsprozesse betreffen.Daher ist es gerade hier für IT-Manager wichtig, die Unternehmensstrategie sehr gut zu kennen. Nur so kann der CIO die IT-Landschaft punktgenau an den Stellen flexibel gestalten, an denen es die Marktsituation erforderlich macht.
Selbst wenn es gelingt, eine von der Unternehmensstrategie abgeleitete IT-Strategie zu definieren, ist die Umsetzung nur so gut wie die dahinterstehende IT-Organisation. Daher sollte unternehmerisches Wissen und Denken auch in der IT-Abteilung verankert werden. Vor allem Führungskräfte im mittleren IT-Management sind bei dieser Aufgabe gefragt.
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