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Cyber-Angriffen die Stirn bieten

Telekom spannt den rosa Schirm auf

| Autor / Redakteur: Petra Adamik / Michael Hase

Mit der Telekom kommt die Sicherheit jetzt auch in Rosa.
Mit der Telekom kommt die Sicherheit jetzt auch in Rosa. (Bild: © Alida Brivio - Fotolia)

Der weltweiten Bedrohung durch Cyber-Gangster will die Deutsche Telekom mit ihrem Geschäftsbereich Security die Stirn bieten. Gemeinsam mit Partnern vermarktet der Telekom-Gigant jetzt Sicherheitslösungen, die Unternehmen vor digitalen Angriffen schützen sollen.

Im Rahmen des Fachkongresses Magenta Security, den die Deutsche Telekom Ende November in Frankfurt veranstaltete, stellte der Konzern erste Sicherheitsprodukte vor, die über den neuen Geschäftsbereich Telekom Security vertrieben werden. Mit individuellen Lösungen sollen sowohl kleine und mittlere Unternehmen (KMU), als auch globale Konzerne angesprochen werden. „Wir setzen in unserem Security-Portfolio auf starke und innovative Partner, deren Lösungen wir in unseren hochsicheren Rechenzentren als Trusted Partner für ­unsere Kunden veredeln“, beschreibt Dirk Backofen, Leiter Portfoliomanagement ­Telekom Security, das Angebot. „So können wir ein passgenaues Outsourcing des Security-Betriebs anbieten.“

Den Vertrieb des noch jungen Geschäftsbereiches, der nun offiziell seit dem 1. ­Januar 2017 an den Start gegangen ist, übernimmt der Konzern teilweise in Eigenregie.

Wie wichtig Sicherheitslösungen sind, zeigt auch die Cyber-Attacke auf Router von Telekom-Kunden, die im November letzten Jahres ganze Regionen von der Kommunikation abschnitten. Das globale Ausmaß der Bedrohung aus dem Netz ist hoch und nimmt kontinuierlich zu. So berichten 93 Prozent der mittleren und großen deutschen Unternehmen, dass Sie bereits IT-Angriffen ausgesetzt waren, durch die das Unternehmen ausspioniert oder geschädigt werden sollte. 22 Prozent haben täglich, 19 Prozent ein- oder mehrmals pro Woche mit externen Angriffen zu kämpfen. Um Cyber-Gangster abzuwehren, haben 40 Prozent der Unternehmen ihre Ausgaben für die IT-Sicherheit deutlich gesteigert, wie der „Sicherheitsreport Entscheider 2016“ der Telekom verdeutlicht.

Mit sieben neuen Produkten ist der Geschäftsbereich Sicherheit Mitte Dezember an den Start gegangen und hat damit das bereits vorhandene Sicherheitsangebot der Telekom erweitert. Bei den neuen Lösungen handelt es sich sowohl um eigene Entwicklungen, als auch um Angebote, die im Schulterschluss mit Herstellern von Sicherheits-Technologie entstanden sind. Im Einzelnen:

  • „APT Protect Pro“ (On Premise) spricht Anwender an, die über eine Cisco-Infrastruktur im Security-Hub verfügen. Die APT-Funktionalität kann durch ein Upgrade vorhandener Module erfolgen. Die Lösung erkenne sowohl klassische Angriffs­szenarien, als auch neuartige Zero-Day-Angriffe und könne diese unschädlich machen, heißt es. In Kooperation mit Check Point wird außerdem „APT Protect Pro“ (Cloud based) als Schutz vor Malware in Mail-Anhängen angeboten. Der Service nimmt signaturunabhängige Analysen auf System- und CPU-Ebene vor. Die Telekom stellt den Cloud-Dienst im Rechenzentrum in Biere bereit.
  • „Browser in the Box“ ist eine Gemeinschaftsarbeit mit Rohde & Schwarz und soll verhindern, dass Schadcodes über den Browser in ein Firmennetz gelangen. Der „Browser in the Box“ läuft auf einem getrennten virtuellen Rechner mit eigenem Betriebssystem. Elemente, die Schadcodes verbreiten, können dadurch gar nicht erst auf andere Rechner und das Unternehmensnetzwerk gelangen. So ist laut Telekom selbst ein Schutz gegen unbekannte Gefahren wie Zero Day Exploits gegeben.
  • Unter dem Namen „Cyber Defense as a Service“ ergänzt ein Sicherheits-Service als Pay-as-you-go-Variante das Portfolio. Die Lösung basiert auf ArcSight von Hewlett Packard Enterprise. Der Kunde zahlt den Cloud-Service nach Tagesverbrauch. Die entsprechenden Leistungen erbringen dabei die Mitarbeiter des Telekom-eigenen Security Operation Centers.
  • „Identity Protect Pro“ ist ein Cloud-basiertes Identity & Access-Management System, das die Telekom gemeinsam mit ForgeRock anbietet. Das Angebotspaket umfasst unter anderem Services zur Verwaltung von Nutzerkennungen und Zugriffsberechtigungen für Anwendungen und Unternehmensressourcen des Kunden.
  • „Offline Scanner Pro“ unterstützt Unternehmen dabei, die jeweiligen Patch-Stände ihrer eingesetzten Software zu kontrollieren. Die Applikation ermittelt den Patch-Stand eines Servers, ohne selbst Zugriff auf die Maschine zu haben.
  • „Vulnerability Scan as a Service“ bietet die Telekom gemeinsam mit dem Sicherheitsspezialisten Qualys an. Mit diesem neuen Dienst lässt sich der Sicherheits­zustand der Unternehmens-IT ermitteln. „Vulnerabi­lity Scan as a Service“ untersucht Komponenten des IP-Netzwerks über deren IP-Adressen auf Schwachstellen. Neuartig ist insbesondere das Hosting der Lösung im hochsicheren Rechenzentrum der Telekom. Alle ­Daten verbleiben in Deutschland, und nur der Kunde hat Zugriff auf diese Daten.
  • Mit der „versiegelten Cloud“ des Partners Uniscon bietet Magenta ab dem Frühjahr eine patentierte Datacenter-Technologie an. In den Rechenzentren der Telekom wird dafür der IDGard-Dienst von Uniscon für Dokumentenaustausch, Datenräume und Dokumentenmobilität sowie sichere Chat-Funktion betrieben. Dieser Dienst verbinde einfache Bedienung mit hoher Sicherheit und könne selbst für Träger von Berufsgeheimnissen verwendet werden, so Portfoliomanager Backofen bei der Präsentation in Frankfurt.

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