Die Nachfrage nach IT-Fachkräften ist seit Beginn der Pandemie rasant gestiegen. Ende 2020 gab es laut Bitkom rund 86.000 offene Stellen in Deutschland – der zweithöchste gemessene Wert seit Beginn der Erhebung 2011. Ein Grund, jetzt genauer hinzusehen.
Wer jetzt noch nichts aus der Pandemie-Krise in Sachen Rekrutierung und Mitarbeiterbindung gelernt hat, den bestraft die Konkurrenz.
Als Deutschland im März 2020 in den ersten Lockdown ging, mussten selbst die traditionellsten Unternehmen schnell von Büro- auf Homeoffice-Arbeit umstellen. Es war schnell klar, dass „Arbeit“ im Begriff war, neu definiert zu werden.
Die Pandemie hat Agilität zum obersten Credo für Unternehmen aller Größen und Branchen gemacht. Doch Entwickler haben bei der digitalen Transformation der Arbeit Pionierarbeit geleistet und waren Experten in Sachen Agilität, Flexibilität und Digital Skills noch lange bevor sie Teil der strategischen Business-Agenda wurden. Diese Erkenntnisse lassen sich aus den vergangenen Monaten ziehen:
1. IT-Experten sind jetzt so wichtig wie nie zuvor
Heute gilt vieles davon als Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg: Agiles Projektmanagement mit seiner iterativen Vorgehensweise ermöglicht es, Unsicherheiten effektiv zu managen, sie in einen Hebel für Wettbewerbsfähigkeit zu verwandeln und die digitale Transformation voranzutreiben. Unternehmen, die in einer Welt nach der Pandemie erfolgreich sein wollen, sollten dies beherzigen und sich von ihren Entwicklerteams inspirieren und beraten lassen.
Während die IT-Abteilung historisch als Unterstützer und Dienstleister eines Unternehmens angesehen wurde, ist sie heute zunehmend in der Rolle des Innovationstreibers – gerade für Unternehmen, die im Kerngeschäft eher wenig Berührungspunkte mit dem Thema IT haben. Wenn Unternehmen dauerhaft erfolgreich sein wollen, müssen sie die IT stärker in ihre Entwicklung und strategische Ausrichtung einbeziehen.
2. Entscheidend ist das richtige digitale Toolset
Mit dem abrupten Wechsel ins Homeoffice mussten Unternehmen sämtlicher Größen und Branchen im vergangenen Jahr auch die von ihnen eingesetzten Technologien und Lösungen hinterfragen. Für viele Organisationen hieß das erstmal, die passenden Arbeitsmethoden und das entsprechende Mindset zu implementieren. Im „War for Talents“ wird es in Zukunft auch entscheidend sein, welches Softwarepaket Unternehmen bieten können. Junge Talente haben klare Vorstellungen davon, mit welcher Software sie arbeiten wollen. Insbesondere in Zeiten, in denen laut Bitkom fast jeder Zweite zumindest teilweise im Homeoffice arbeitet, fragen Bewerber zunehmend nach der digitalen Ausstattung ihres potenziellen Arbeitgebers. Denn daraus lässt sich vieles ablesen: Legt der Arbeitgeber Wert darauf, dass ich von überall gut arbeiten kann? Gibt er mir die Tools, um in meinem Job einen echten Unterschied zu machen? Oder setzt er lieber auf die günstige Option?
Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. In wenigen Jahren hat sich das Tool von einem Geheimtipp unter IT-Experten zu einer der beliebtesten Team-Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Nicht zuletzt da Slack so entwickelt wurde, dass es den Anforderungen von Start-Ups bis hin zu Konzernen in puncto Skalierbarkeit, Sicherheit und Compliance entspricht. Es passt sich den vorhandenen Organisationsstrukturen von Unternehmen an und bildet diese digital ab – beispielsweise in Workspaces, Channels, Apps und Integrationen.
In Zukunft sollten wir uns darauf einstellen, dass Arbeitnehmer diese Fragen immer häufiger stellen – und die Antworten darauf ihre Jobwahl maßgeblich beeinflussen werden. Firmen sollten jetzt in ein modernes Tech-Stack investieren, das für jeden Anwendungsbereich die besten Lösungen bietet, statt aus Kostengründen an veralteten Tools festzuhalten. Dann wird es ihnen auch gelingen, die richtigen Talente für sich zu gewinnen. Das Fazit also lautet: Im „War for Talents“ wird es künftig ein entscheidender Wettbewerbsfaktor sein, welche digitalen Tools Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bieten können.
3. Die Zukunft der Arbeit ist hybrid und asynchron
Das Büro galt lange Zeit als Dreh- und Angelpunkt der Zusammenarbeit. Die synchrone Kommunikation vor Ort in Form von direkten Gesprächen und Meetings war über Jahrzehnte der Standard und wurde kaum hinterfragt. Doch die Pandemie hat alles verändert. In vielen Unternehmen werden Projekte nun mit Hilfe digitaler Tools organisiert, statt in langwierigen Meetings vor Ort besprochen. Events und Termine finden virtuell statt. Und Abstimmungen mit Kunden und externen Partnern werden über Lösungen wie Slack Connect geführt, statt für ein kurzes Meeting quer durchs Land zu reisen.
Eine Umfrage des Future Forums von Slack zeigt, dass nur 12 Prozent der Arbeitnehmer weltweit permanent ins Büro zurückkehren möchten. Die Mehrheit der Befragten wünscht sich stattdessen einen hybriden Ansatz, also eine Mischung aus Remote Work und Büroarbeit. Im Zuge dieser Entwicklung sollten sich Unternehmen auch von der Erwartung lösen, dass Arbeit ausschließlich zwischen 9 und 17 Uhr stattfinden muss. Stattdessen sollten sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu ermutigen, zu den Zeiten zu arbeiten, die für sie und ihre Work-Life-Balance am sinnvollsten sind. Das Ergebnis wird sein, dass sie weniger Zeit in Meetings verbringen und mehr Raum für ihre eigentliche Arbeit haben, zufriedener und produktiver sind.
Diese Entwicklung öffnet Arbeitgebern die Tür, um Mitarbeiter an jedem Ort der Welt zu rekrutieren. Gerade für Unternehmen, die nicht in den attraktiven Ballungszentren sitzen, könnte der Wandel hin zu einer hybriden und asynchronen Arbeitsweise die Karten neu mischen, um sich im Kampf um heißbegehrte Tech-Talente künftig durchsetzen zu können. In Zukunft wird es also ein Schlüsselfaktor sein, Menschen die Möglichkeit zu bieten, zeit- und ortsunabhängig arbeiten zu können. Wer jetzt die richtigen Hebel stellt, wird die Talente von morgen für sich gewinnen.
Stand: 08.12.2025
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Auf das Miteinander kommt es jetzt an
Um einen Arbeitsplatz für Top-Talente attraktiv zu machen, geht es auch darum, Offenheit durch Verhaltensweisen zu verstärken. Führungskräfte müssen deshalb alle einbeziehen, egal wo sie arbeiten, anstatt diejenigen zu bevorzugen, die gerade im Büro vor Ort sind. Die Pandemie erzwang eine nie erahnte Beschleunigung der Einführung digitaler Tools. Aber sie einfach nur zu haben, ist nicht genug. Die Firmen, die am stärksten aus der Pandemie hervorgehen werden, verstehen es, ihre Nutzung zu optimieren und nicht nur die Tools, sondern auch das entsprechende Mindset im Unternehmen zu implementieren.
Oliver Blüher, Slack Technologies GmbH.
(Bild: Slack)
Der Fokus nachhaltig erfolgreicher Unternehmen sollte im Jahr 2021 darauf liegen, eine bessere Zusammenarbeit und Abstimmung in einer hybriden, asynchronen Welt zu ermöglichen. Gerade für schnelllebige Tech-Teams ist dies entscheidend, um die benötigten Talente anzuziehen und zu halten.
* Der Autor Oliver Blüher ist Head of DACH, Slack Technologies GmbH.