Selfservice und Low Code Step Ahead sucht Partner

Von Dr. Stefan Riedl

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Mit einer Low-Code-Entwicklungsplattform und dem Versprechen geringer Updatekosten will Step Ahead als Innovation-Hub agieren. Partner mit Branchen-Knowhow sollen für die Multiplikator­wirkung und Marktdurch­dringung sorgen.

MySteps ist modular aufgebaut und beinhaltet auch Elemente für CRM, Service-Management, Warenwirtschaft, Personalverwaltung.(Bild:  Mihai - stock.adobe.com)
MySteps ist modular aufgebaut und beinhaltet auch Elemente für CRM, Service-Management, Warenwirtschaft, Personalverwaltung.
(Bild: Mihai - stock.adobe.com)

Selfservice und Low Code wird bei Step Ahead spätestens seit dem Zusammenschluss des Unternehmens aus Germering mit Godesys aus Mainz und Informing aus Steinhausen in der Schweiz groß geschrieben. Das Dreigespann fand im Jahr 2019 zusammen. Es gibt eine eigene Entwicklungsplattform auf Low-Code-Basis, die WFX-Plattform. Darauf entwickelt wurde das hauseigene ERP-System MySteps. Mit der Plattform wird die ERP-Software erweitert: „Bisher haben unsere Partner auf unsere Lösungen aufgesetzt und darauf ­basierend spezielle Branchenausprägungen entwickelt, etwa für die Solarbranche oder für Biomasseheizkraftwerke“, sagt Karl Gerber, CEO, Step Ahead.

Proof of Concept

Karl Gerber, CEO, Step Ahead(Bild:  Step Ahead)
Karl Gerber, CEO, Step Ahead
(Bild: Step Ahead)

Zudem sei man mit zwei anderen ERP-Herstellern im Gespräch, die via WFX ihre ­eigenen Systeme erneuern wollen. „Was wir tatsächlich ein bisschen unterschätzt ­haben, ist die Tatsache, dass alle unsere Gesprächspartner zuerst eine fertige Lösung auf der Plattform sehen wollen, bevor sie offen für eine mögliche Partnerschaft ­waren“, räumt der CEO ein. Aber nachdem auf der Plattform MySteps gezeigt werden konnte, kam Dynamik in die Gespräche.

Multi Relation Management

Statt auf relationale Datenbanken, bei der die Informationen in Form von Tabellen abgespeichert werden, setzt Step Ahead auf „Multi Relation Management“ (MRM). Das ist sozusagen eine hauseigene Begrifflichkeit. Als Basis dient hier die objektbasierte Speicherung. Schnelle Erweiterungen seien so gut umzusetzen.

Gerber erzählt: „In einem Meeting hatte ich unserem CTO Markus Schindler ganz beiläufig gesagt, dass ich es toll fände, wenn wir ein PIM (Product Information Management) in unserem ERP hätten. Denn das würde das Arbeiten für die User erheblich erleichtern. Vier Wochen später präsentierte mir Markus die fertige Lösung.“ Bald wird eine HCM-­Lösung (Human Capital Management) folgen und zu Testzwecken habe man bereits die ersten IoT-Systeme angebunden.

Wir haben eine vollumfängliche Entwicklungsplattform auf Low-Code-Basis – die WFX-Plattform – fertiggestellt und entwickeln darauf das komplett neue ERP-System mySteps.

Karl Gerber, CEO, Step Ahead

Folgekosten bei Updates minimieren

„Jedes Unternehmen, das ein ERP im Einsatz hat, kennt die Problematik“, sagt ­Gerber: „Die Lizenzen sind teuer und schlagen auf den Geldbeutel durch. Aber die Dienstleistung für jede einzelne Anpassung schlägt noch tiefere Kerben.“ In der Folge muss diese Anpassung bei jedem Update fortgeführt werden, was dazu führe, dass die Investitionskosten für den Kauf einer Lizenz nach fünf bis sieben Jahren durch notwendige Dienstleistungen um ein Vielfaches überschritten werden. Gerber taxiert, dass dieser Faktor durchaus mal bei acht liegen könne. Durch die konsequente Umsetzung aller Oberflächen und Prozesse via Low Code in HTML, CSS und ­JavaScript würden in diesem Zusammenhang hingegen kaum Kosten dafür anfallen, die individuellen Anpassungen mit neuen Versionen in Einklang zu bringen.

Partner mit Branchen-Knowhow

Entscheidend für die Digitalisierung und MySteps sei Fachwissen in den Segmenten, in denen die erweiterbare Software eingesetzt wird. Dafür brauche man Partner, so Gerber. Step Ahead selbst will eher als ­Innovation-Hub für Partner mit Branchen-Knowhow fungieren.

Man liefere eine Entwicklungsplattform und ein ERP und überlasse den Partnern das Feld, dieses System an die Bedürfnisse einzelner Branchen und Märkte anzupassen. „Selbstverständlich können Partner aber auch komplette Lösungen auf unserer Plattform programmieren oder mit bestehenden ­Lösungen kombinieren“, sagt ­Gerber. Für die ISVs ist das Training auf der Plattform kostenlos. Man könne auch zwei bis drei Wochen bei Step Ahead mitentwickeln und den Entwicklern über die Schulter schauen.

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