AMD Epyc Serie 8004 (Siena) Sparsame Server-CPU für Edge und Datacenter

Von Klaus Länger 2 min Lesedauer

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Das Epyc-Quartett ist komplett: Mit den Epyc-Prozessoren der Serie 8004 stellt AMD die vierte Reihe von Server-Prozessoren auf Zen-4-Basis vor. Bestimmt sind die CPUs laut AMD für Edge-Server, Telco-Anwendungen und traditionelle Rechenzentren.

Mit den Epyc-Prozessoren der Serie 8004 (rechts im Bild) komplettiert AMD das Quartett der Zen-4-Server-CPUs. Für den kleineren Neuzugang mit maximal 64 Zen-4c-Cores hat AMD einen neuen Sockel mit der Bezeichnung SP6 eingeführt. (Bild:  AMD)
Mit den Epyc-Prozessoren der Serie 8004 (rechts im Bild) komplettiert AMD das Quartett der Zen-4-Server-CPUs. Für den kleineren Neuzugang mit maximal 64 Zen-4c-Cores hat AMD einen neuen Sockel mit der Bezeichnung SP6 eingeführt.
(Bild: AMD)

Mit den unter dem Codenamen Siena entwickelten Epyc-Prozessoren der Serie 8004 komplettiert AMD die Linie der Server-CPUs auf Zen-4-Basis. Den Anfang machten die Genoa-Modelle mit bis zu 96 Zen-4-Cores und dessen Performance-Ableger Genoa-X mit zusätzlichem 3D-V-Cache. Vor allem für Cloud-Provider sind die günstigeren Epyc-Bergamo-Modelle mit bis zu 128 der kleineren Zen-4C-Cores bestimmt, .

Für die Epyc-Siena-Baureihe nutzt der Hersteller ebenfalls Zen-4C-Cores, allerdings maximal 64. Zudem führt AMD den neuen Sockel SP6 ein, der im Gegensatz zum Sockel SP5 der anderen drei Baureihen zwar keinen Dual-CPU-Betrieb zulässt, dafür aber weniger Platz auf dem Mainboard belegt. Zudem bieten die Siena-Modelle in ihrem I/O-Die nur sechs statt 12 Speicherkanäle für DDR5-SDRAM und statt 128 nur 96 PCIe-Gen5-Lanes. Die Zen-4C-Cores bei Bergamo und Siena unterschieden sich von den größeren Zen-4-Cores der Genoa- und Genoa-X-CPUs durch den kleineren L3-Cache: Bis zu acht Kerne auf einem Core Complex (CCX) teilen sich hier 16 MB statt den 32 MB bei Zen 4. Bei Zen 4C besteht ein Die (CCD) zudem aus bis zu 16 Cores, also aus zwei Core-Komplexen statt nur aus einem.

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12 Prozessormodelle

AMD bietet insgesamt 12 verschiedene Epyc-8804-Modelle an. Die Liste der Prozessoren reicht vom 8024P mit acht Kernen, 16 Threads und 32 MB L3-Cache bis hin zum 8534P mit 64 Cores, 128 Threads und 128 MB L3 Cache. Dazwischen rangieren Modelle mit 16, 24, 32 und 48 Cores. Die typische Leistungsaufnahme der Siena-CPUs liegt dabei nur zwischen 90 Watt und 200 Watt TDP, kann aber noch nach oben oder unten konfiguriert werden. Zum Vergleich: Ein Epyc 9554P aus der Genoa-Familie mit 64 Cores konsumiert bis zu 360 Watt. Zudem bietet der Hersteller noch für Telco-Kunden bestimmte, NEBS-konforme Siena-Modelle an, die ein zusätzliches „N“ in der Modellbezeichnung tragen. Sie sind für eine Leistungsaufnahme zwischen 80 Watt (8024PN) und 175 Watt (8534PN) ausgelegt.

Erste Server von Dell und Lenovo

Lenovo bringt den robusten 2U-Edge-Server ThinkEdge SE455 V3 mit Epyc-Siena-Prozessor auf den Markt.(Bild:  Lenovo)
Lenovo bringt den robusten 2U-Edge-Server ThinkEdge SE455 V3 mit Epyc-Siena-Prozessor auf den Markt.
(Bild: Lenovo)

Erste Server mit Epyc-8004-Prozessor kommen von Dell und Lenovo. Der PowerEdge C6615 ist ein 1U-Sled für das C6600-Chassis, das insgesamt bis zu vier Sleds aufnehmen kann. Laut Dell soll das luftgekühlte, hochdichte System im Datacenter eine maximale Leistung pro Watt liefern. Lenovo setzt die neuen Epyc-Prozessoren im robusten Edge-Server ThinkEdge SE455 V3 ein, der für KI-Workloads mit bis zu sechs GPUs mit einfacher und zwei GPUs mit doppelter Breite bestückt werden kann.

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