Fördergelder für Gaia-X Sovereign Cloud Stack wird weiter finanziert
Damit Cloud-Betreiber Infrastructure- und Container-as-a-Service unabhängig von anderen Anbietern liefern können, gibt es den Sovereign Cloud Stack als Open Source Code. Ab sofort übernimmt das BMWi die Förderung der Weiterentwicklung des Stacks.
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Unternehmen, Bürger und Staat speichern und verarbeiten teils sehr sensible Daten in Clouds, deren Funktionsweise sie nicht überprüfen oder an ihre Bedürfnisse anpassen können. Daraus können sich Kontrollverluste und starke technologische Abhängigkeiten von einzelnen, großen Anbietern ergeben.
Mit dem Sovereign Cloud Stack (SCS) entwickelt die Open Source Business (OSB) Alliance einen technischen Unterbau für Gaia-X, der eine vollständige digitale Souveränität ermöglichen soll. Nachdem das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) 122 Millionen Euro für Gaia-X-Projekte bereitstellt, erhält auch die OSB Alliance Fördermittel.
Bundeswirtschaftsministerium schüttet Fördergelder aus
Gaia-X wird endlich Realität
Was ist der Sovereign Cloud Stack?
Um die digitale Souveränität umfassend zu gewährleisten, ist Gaia-X in drei Ebenen unterteilt: Auf dem obersten Layer geht es um den sicheren, transparenten Austausch der Daten und das Management von Identitäten. Die Föderierungsebene soll es ermöglichen, dass Services diverser Anbieter plattformübergreifend genutzt werden können. Den untersten Layer bildet die Software-Infrastruktur. Auf dieser Ebene, dem Sovereign Cloud Stack (SCS), werden verschiedene Open-Source-Projekte assembliert. Für den SCS, den die Open Source Business (OSB) Alliance kontrolliert, wird ausschließlich offener Code verwendet, um die Datenströme und die Funktionsweise der betriebenen Infrastruktur transparent zu machen.
Der konsequente Einsatz von Open Source soll Anwendern außerdem maximale Freiheit und Unabhängigkeit von proprietären Cloud-Technologien garantieren. Anwendungen unterschiedlicher Plattformen können reibungslos zusammenarbeiten, ein Vendor Lock-in wird vermieden und eine einfache Portierung der Daten ermöglicht.
Das SCS-Projekt wurde im November 2019 initiiert. Beteiligt waren Peter Ganten, Vorstandsvorsitzender der OSB Alliance und Geschäftsführer beim Open-Source-Entwickler Univention, Kurt Garloff, Projektleiter des SCS, Rafael Laguna de la Vera, Direktor der Bundesagentur für Sprunginnovationen, kurz SprinD, und Oliver Mauss, ehemaliger CEO beim Cloud Provider PlusServer.
Bisher hatte die Bundesagentur für Sprunginnovationen das Projekt finanziert. Mit den neuen Fördergeldern des BMWi, soll die vollständige digitale Souveränität endlich ermöglicht werden.
Statements zum Sovereign Cloud Stack
Channel Fokus: Cloud-Plattformen & -Marktplätze
Gaia-X: Großer Wurf oder Mogelpackung?
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