Studie von Ama Security-Trends und Top-Anbieter
Welche Anbieter dominieren den Security-Markt? Welche Anforderungen haben die Businesskunden an die Produkte und die Anbieter? Danach hat der ITK-Informationsdienstleister Ama gefragt.
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Auf ein „üppiges Umsatzwachstum“ könnten Anbieter von Security-Lösungen für Business-Kundschaft auch weiterhin hoffen. Umso mehr, wenn es gelänge, das Bewusstsein für die IT-Sicherheit zu steigern. Denn längst nicht alle IT-Anwender hätten ausreichend vorgesorgt. Dieses Resümee jedenfalls ziehen die Analysten von Ama aus den Ergebnissen einer Trendumfrage, die unter 205 Unternehmen und Behörden in Deutschland durchgeführt wurde.
Einzellösung oder Komplettpaket?
Auch zu den im eigenen Haus eingesetzten Sicherheitslösungen und zu den Gründen für einen Anbieter-Wechsel bezogen die Befragten Stellung. Ob Einzellösungen, unabhängig voneinander arbeitende Lösungen, oder Komplettpakete besser geeignet sind, die immer komplexer werdende IT-Welt zu schützen, beurteilen die Unternehmen je nach Größe unterschiedlich. Die befragten ITK-Verantwortlichen präferieren unterschiedliche Security-Lösungsansätze, je nach Anzahl der Mitarbeiter im Betrieb.
So halten sich in größeren Organisationen die Anteile von Komplett- und Einzellösungen in etwa die Waage. Dagegen ist der Anteil der Teilnehmer, die Komplettpaketen den Vorzug geben, in der Gruppe der KMU mit rund 60 Prozent deutlich höher. „Firmen, die ganzheitliche Sicherheitslösungen anstreben, müssen über ausreichend Expertise und personelle Ressourcen verfügen, um dieses Ziel mit dedizierten Einzellösungen zu erreichen. Dies können sich in der Regel nur größere Unternehmen leisten,“ begründet Axel Hegel, Geschäftsführer der Ama und Leiter der Erhebung, diese Studienergebnisse.
Tipp für mehr Umsatz
Sein Rat an die Anbieter von Security-Komplettlösungen lautet, dass sie ihren Service ausbauen sollten: „Unsere Analyse deutet darauf hin, dass insbesondere mittelständische Anwender Hilfestellung zum Aufbau einer wirksamen Prävention oder Gefahrenabwehr benötigen.“ Zum Beispiel wenn es darum geht, die angebotenen Security-Lösungen in komplexe IT-Landschaften einzupassen. Hegel weiter: „Security-Anbieter, die ihre Kunden bei der Entwicklung ganzheitlicher Security-Strategien und -Lösungsansätze unterstützen, könnten mit diesem Ansatz auch das Neugeschäft in Schwung bringen.“ Er geht davon aus, dass insbesondere mittelständische Unternehmen für Komplettpakete offener sind.
Allerdings sollten die Vertriebler nach seiner Einschätzung Geduld haben. Denn die Mehrheit der Unternehmen favorisiert der Studie zufolge eine langfristige Bindung an ihren Security-Anbieter. 57 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen bevorzugen eine Laufzeit von mehr als zwei Jahren. 29 Prozent legen demnach die Laufzeit je nach Angebot fest. Der Anteil der Unternehmen, die eher Jahresverträge abschließen, beträgt rund 14 Prozent.
Gründe für den Anbieterwechsel
Interessant: Ein Anbieterwechsel wird von den Kundenunternehmen keineswegs in erster Linie aus Kostengründen ins Auge gefasst. 37,6 Prozent der Studienteilnehmer werten die Höhe der Lizenzkosten als sehr wichtigen oder wichtigen Grund für eine Neuorientierung. Deutlich höheres Gewicht hat vielmehr mit 64,9 Prozent der Nennungen als wichtiger oder sehr wichtiger Grund die „nicht erkannte Bedrohung“. Eine möglichst geringe Beeinträchtigung des laufenden Rechenzentrum-Betriebs beziehungsweise der IT-Arbeitsplätze sollte ebenfalls gewährleistet sein. 58 Prozent halten eine zu geringe Performance für einen wichtigen Wechselgrund. An dritter Stelle folgt der Aspekt der neu entstehenden Anforderungen an die Security-Lösung im Zusammenhang mit einer veränderten Systemumgebung. 52,7 Prozent suchen deshalb nach neuen Lösungen. Den Administrationsaufwand nannten 48,3 Prozent. Aspekte wie „Weiterempfehlung“ oder „negative Presse“ sind dagegen deutlich weniger häufiger ein Anlass für die Anwender, um sich umzuschauen.
Das Anbieter-Ranking und einen Ausblick auf die mögliche Zukunft finden Sie auf der nächsten Seite.
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