Stackit und Google Cloud Schwarz Gruppe kooperiert umfassend mit Google

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Google und Stackit wollen künftig zusammenarbeiten. Die Partnerschaft soll sichere und souveräne Cloud-basierte Lösungen für die Zusammenarbeit für regulierte Branchen wie Gesundheitswesen und öffentlichen Sektor in Deutschland und Europa bereitstellen.

Sundar Pichai, CEO von Google und Alphabet (l.) und Gerd Chrzanowski, Komplementär der Schwarz Gruppe, haben eine strategische Partnerschaft vereinbart.(Bild:  Google)
Sundar Pichai, CEO von Google und Alphabet (l.) und Gerd Chrzanowski, Komplementär der Schwarz Gruppe, haben eine strategische Partnerschaft vereinbart.
(Bild: Google)

Die Schwarz Gruppe wird in ihren Rechenzentren Google Workspace anbieten. Der Konzern, der die Einzelhandelsketten Lidl und Kaufland betreibt, vereinbarte dazu eine langfristige Partnerschaft mit Google. Ähnlich wie der Handelsriese Amazon versucht die Schwarz-Gruppe mit Stackit ein zweites wirtschaftliches Standbein aufzubauen. Und seit Anfang November ist der ehemalige CEO von Google Cloud Deutschland, Bernd Wagner, Geschäftsführer der Stackit Cloud und Bereichsvorstand der Schwarz Gruppe.

„Dank der neuen Partnerschaft wird es den Unternehmen der Schwarz Gruppe gelingen, ihre Führungsrolle im Bereich der digitalen Transformation mit den Stärken von Google Cloud in den Bereichen Produktivität, Zusammenarbeit und Sicherheit zu kombinieren, die unsere hochmoderne KI liefert“, so Sundar Pichai, CEO von Google und Alphabet.

Gemeinsam eröffnen wir europäischen Organisationen eine neue Welt voller souveräner Möglichkeiten für Innovationen und den Aufbau auf unseren gemeinsamen Lösungen und beschleunigen so eine neue Ära der Innovation.

Sundar Pichai, CEO von Google und Alphabet

Überraschungs-Deal

Die Vereinbarung zwischen Google-Chef Sundar Pichai und Gerd Chrzanowski, Komplementär der Schwarz Gruppe, kommt überraschend, weil sich der deutsche Handelskonzern bei seinem Cloud-Geschäft bislang von US-Anbietern abgegrenzt hatte. Chrzanowski sagte: „Mit Google haben wir einen Partner gefunden, der mit uns auf Augenhöhe gemeinsame Lösungen entwickelt, transparente Einblicke gewährt und klare Verpflichtungen eingeht.“

Bei der Lösung unter dem Dach der Schwartz Gruppe wird Stackit lokalen Speicherplatz für Google Workspace bereitstellen und eine Verschlüsselungslösung für die Kunden anbieten.

Zunächst sollen Sicherheitslösungen von Google Cloud in die von XM Cyber, dem Hybrid-Cloud-Sicherheitsunternehmen von Schwarz Digits, integriert und das gemeinsame Angebot über den Google Cloud Marketplace angeboten werden. Darüber hinaus ist geplant, das Continuous Exposure Management von XM Cyber in die souveräne Google-Workspace-Lösung einzubetten und europäischen Unternehmen anzubieten. So entstehe eine sichere Lösung für Effizienz am Arbeitsplatz, betonte die Schwarz Gruppe. Damit werde der Zugriff durch Dritte, einschließlich Google selbst, verhindert. Die Daten der Kunden würden innerhalb der Europäischen Union verbleiben.

Google gewinnt für seine Produktivität-Software durch den Deal einen neuen Großkunden: Die Unternehmen der Schwarz Gruppe mit 575.000 Mitarbeitern werden auf Google Workspace umsteigen. Zu den Anwendungen gehören unter andrem eine Textverarbeitung, eine Tabellenkalkulation und ein Präsentationsprogramm.

Umkämpftes Cloud-Business

Das Geschäft mit Speicherplatz, Rechenleistung, Datenbanken und anderen Systemen aus der Cloud wächst seit Jahren kräftig und ist entsprechend umkämpft. Die drei großen US-Anbieter Amazon Web Services (AWS), Microsoft und Google beherrschen rund zwei Drittel des Marktes. Daneben sind auch mehrere europäische Anbieter aktiv, beispielsweise Ionos, T-Systems, OVH und die Schwarz Gruppe.

Viele kommerzielle Cloud-Anwender in Deutschland legen Wert darauf, dass die Daten im Inland bleiben und nicht in die USA übertragen werden. Daher bauen auch die US-Konzerne Rechenzentren in Deutschland.

(ID:50239095)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung