Cloud Computing und das Subscription-Modell

Sage rüstet sich für das Software-Business der Zukunft

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Megatrends

Amazon surfte sich auf der E-Commerce-Erfolgswelle an die Spitze. Aktuelle Megatrends werden weitere Big Player hervorbringen. Scheer nannte die Trends beim Namen: Internet, Cloud, Big Data, In Memory, Social Media, Mobility, Collaboration.

Das klingt nach Buzzwording. Scheer wurde allerdings konkret und beschrieb, wie das Konzept „Smart Production“ dazu imstande sei, einen Technologieumbruch in der Massenfertigung auszulösen: Alle Objekte in einem Fertigungsbetrieb (also vor allem Maschinen und unfertige Produkte) seien dabei über das Internet der Dinge miteinander verknüpft. Logistische Prozesse und die Arbeitsweise von ERP-Software könnte sich so in Hinblick auf einen weitaus höheren Automatisierungsgrad in der Fertigung verbessern.

Die Sage-Situation

Durch diese Keynote sensibilisiert für Technologieumbrüche und deren Folgen, konnte Sage-Chef Peter Dewald das Gesagte in einen aktuellen, auf Sage bezogenen Kontext rücken. „Jetzt ist die Zeit für Veränderungen“, könnte man als Kernbotschaft zusammenfassen. Ein Technologieumbruch beschäftigt Sage samt Partner dabei besonders intensiv: Cloud Computing und die Auswirkungen auf das Partnergeschäft. So formulierte Dewald im Gespräch mit IT-BUSINESS vor wenigen Wochen eine unbequeme Wahrheit für Reseller: Nur Wertschöpfung kann vergütet werden. Cloud Computing nimmt aber insbesondere bei Bestandskunden Wertschöpfung aus dem Channel, was in letzter Konsequenz auch zu Anpassungen im Reseller-Margenmodell führen müsse.

Das Subscription-Modell

Das Subscription-Modell aus der Sage-Perspektive.
Das Subscription-Modell aus der Sage-Perspektive.
(Sage Software)
Dewald skizzierte die Entwicklung des Subscription-Modells, welches hinter Miet-Software steht, aus der Sage-Perspektive: Phase 1 war der klassische Vertrieb von ewigen Lizenzen, die über Channel-Partner vertrieben wurden. Phase 2 war auch bei Sage eine Übergangsphase: Während die Anwendung selbst noch als Lizenz verkauft wurde, gab es spezielle Support-Leistungen sowie Nutzungsmöglichkeiten angeflanschter Services nur in vertraglich auslaufenden Zeiträumen gegen eine Service-Gebühr. Phase 3 in der Evolution der Software-Bereitstellungsmodelle ist folgerichtig die reine monatliche Subskription. Gegen eine Monatsgebühr gibt es dabei das volle Paket: Anwendung, Support und Connected Services (siehe Grafik).

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zur neuen SMB-Struktur bei Sage.

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