OTRS Spotlight: Corporate Security 2024 Ressourcen für Informations- und Gerätesicherheit fehlen

Von Ira Zahorsky 3 min Lesedauer

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Ein Information Security Management System (ISMS) ist wichtig für die Informationssicherheit in Unternehmen. Laut OTRS-Studie fehlen aber oft wichtige Tools und Prozesse, die Integration ist zu komplex. Auch das Gerätemanagement wird zur Herausforderung.

Gut zwei Drittel der von OTRS befragten IT- und Cybersecurity-Fachkräfte haben bereits ein ISMS implementiert.(Bild:  OTRS)
Gut zwei Drittel der von OTRS befragten IT- und Cybersecurity-Fachkräfte haben bereits ein ISMS implementiert.
(Bild: OTRS)

Um die Informationssicherheit in einem Unternehmen zu gewährleisten, ist der Einsatz eines Information Security Management System (ISMS) hilfreich, das entsprechende Regeln, Verfahren, Tools und Methoden definiert. So lässt sich die Informationssicherheit kontrollieren und optimieren. 68 Prozent der für die OTRS-Studie „Spotlight: Corporate Security 2024“ Befragten verfügen über ein ISMS, doch fehlen häufig wichtige Tools und Prozesse. Je zwei Drittel (66 %) haben bisher Asset Management, Security-(Awareness-)Schulungen sowie Audit und Compliance Reporting nicht vollständig integriert, 70 Prozent das Patch Management.

Zu komplex

61 Prozent der befragten IT- und Cybersecurity-Fachkräfte sehen die Komplexität der Integration als größtes Hindernis, das Asset Management zu integrieren. Dateninkonsistenz (42 %) und verzögerte Datensynchronisation (40 %) folgen mit Abstand. Für eine nahtlose Integration wünschen sich die Befragten entsprechende Tools. Diejenigen Studienteilnehmer, die die Integration bereits umgesetzt haben, nutzen dedizierte Asset Management Software (41 %) oder spezielle Integrations-Tools (37 %). Ein Zehntel setzt eigene Skripte und APIS ein oder überträgt und gleicht die Daten manuell ab.

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Device Management

Die stetig wachsende Zahl an Geräten in Unternehmen ist eine weitere Herausforderung, mit der Security-Teams zu kämpfen haben. „Unternehmen haben durch Homeoffice, mobile Arbeit und die fortschreitende Digitalisierung in allen Branchen immer mehr Geräte und Endpoints, die es zu verwalten gilt. Für Security-Teams bedeutet das auch immer mehr Risiken und Angriffsflächen, die sie schützen und absichern müssen – in vielen Fällen aus der Ferne,“ betont Jens Bothe, Vice President lnformation Security bei OTRS. Probleme bereiten hier unter anderem:

  • die Skalierbarkeit (33 %)
  • die Vielfalt an Geräten und Betriebssystemen (33 %)
  • die Verwaltung von Geräten in mobilen oder hybriden Arbeitsumgebungen (32 %)

Zudem fehlen bei 39 Prozent das nötige Personal oder die entsprechenden Ressourcen, um die Sicherheitsrichtlinien auf allen Geräten durchzusetzen und damit nicht nur die Informationssicherheit im Unternehmen zu gewährleisten, sondern auch den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen.

Zum Arbeitsaufwand kommen Fragen besorgter Mitarbeiter hinzu, die Bedenken bezüglich verdächtiger E-Mails oder möglicher Phishing-Versuche haben. 38 Prozent der IT-Security-Beauftragten bekommen demnach häufig oder sehr häufig Fragen zur Legitimität von Software- oder App-Downloads oder -Updates. Häufige bzw. sehr häufige Anfragen hinsichtlich der Sicherheit von persönlichen Geräten, die für die Arbeit verwendet werden, erhalten 36 Prozent. Gut ein Viertel (26 %) muss sich häufig oder sehr häufig um verlorene oder gestohlene Geräte mit sensiblen Daten kümmern. Hier gilt es, schnell und effektiv zu handeln, um Schäden abzuwenden. 37 Prozent gaben zu, dass verlorene oder gestohlene Geräte mit sensiblen Daten ihrer Organisation in der Vergangenheit extremen oder erheblichen Schaden oder Risiko zugefügt hätten. „Die wirtschaftlichen Risiken, die jeder zusätzliche Endpoint mit sich bringt, müssen ins Bewusstsein aller Mitarbeiter dringen“, mahnt Bothe.

KI-fähige Geräte

KI-fähige Geräte, die in 92 Prozent der befragten Unternehmen bereits eingesetzt werden, lassen neue Sicherheitsrisiken entstehen. 46 Prozent versuchen mit Mitarbeiterschulungen dagegen anzugehen. Sichere Server für die Datenverarbeitung nutzen 43 Prozent. Damit wollen sie die Risiken und die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen beim Einsatz von KI-fähigen Geräten managen. 40 Prozent haben zur Abwehr dieser Gefahr strenge Nutzungsrichtlinien implementiert. Nur gut ein Fünftel (21 %) setzt Mobile Device Management (MDM) oder Unified Endpoint Management (UEM) ein, um KI-Funktionen zu deaktivieren oder einzuschränken.

Über die Umfrage „OTRS Spotlight: Corporate Security 2024“

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der Pollfish Inc. im Auftrag der OTRS AG, an der 476 IT- und Cybersecurity-Fachkräfte aus Deutschland (74 Teilnehmer), USA, Brasilien, Mexiko, Australien und Malaysia zwischen dem 22. August und 17. September 2024 teilnahmen. Dieser Artikel bezieht sich auf Teil 2 der Studie.

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