Know-how unter dem roten Hut Red Hat organisiert Partnerlandschaft um

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Open-Source-Anbieter Red Hat hat ein neues Partnerprogramm eingeführt, bei dem „die grauen Zellen unter dem roten Hut“ gefordert werden. Zertifizierungen und Schulungen spielen eine zentrale Rolle. Frank Basinski, Senior Manager Partner Program & Enablement EMEA bei Red Hat, erläutert die Details.

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Know-how und Schulungsbereitschaft werden bei Red Hat künftig stärker belohnt.
Know-how und Schulungsbereitschaft werden bei Red Hat künftig stärker belohnt.
(© mostafa fawzy - Fotolia.com)

ITB: Red Hat hat ein neues Partnerprogramm, welches darauf abzielt, Partner für den Aufbau von Know-how in drei Kerngebieten zu belohnen: Rechenzentrums-Infrastruktur, Middleware-Lösungen und Cloud-Infrastruktur. Die Produkte der Partner werden künftig diesen Lösungsgebieten zugeordnet. Was ändert sich konkret im Vergleich zu vorher?

Frank Basinski ist Senior Manager Partner Program & Enablement EMEA bei Red Hat.
Frank Basinski ist Senior Manager Partner Program & Enablement EMEA bei Red Hat.
(Bild: Red Hat)

Basinski: Bisher wurden Advanced und Premier Partner als Produkt-Specialists kategorisiert. Was anfänglich mit der Beschränkung auf Red Hat Enterprise Linux und JBoss Enterprise Application Platform so noch gut funktionierte, wurde zunehmend komplex in dem Maße, in dem auch unser Produktportfolio wuchs. In dem neuen Programm hingegen fassen wir Skills zu Lösungsgebieten zusammen. So umfasst zum Beispiel die Spezialisierung „Data Center Infrastructure“ alle Skills, die zu den Produkten Red Hat Enterprise Linux, Red Hat Enterprise Virtualization und Red Hat Storage gehören. Darüber hinaus sehen wir auch bestimmte, nicht notwendigerweise produktzentrierte Skills in diesen Spezialisierungen, wie zum Beispiel „Unix-to-Linux-Migration“, die ebenfalls zu „Data Center Infrastructure“ gehört.

ITB: Darüber hinaus erhalten die Partner spezielle Trainings zu den drei Gebieten sowie Unterstützung im Tagesgeschäft. Trainings gab es vorher sicherlich auch. Es gab aber auch inhaltliche Änderungen, oder?

Basinski: Vorher waren Trainings erstens kostenpflichtig und zweitens eher für den Anwender gestaltet, und weniger für den Implementierer. Im neuen Programm wird es rollenbasierte Trainings über alle Spezialisierungen und Skills hinweg geben, die speziell auf Solution Provider und Systemintegratoren zugeschnitten sind und wichtiges Know-how vermitteln, das so vorher gar nicht verfügbar war.

ITB: Welche Trainings müssen Partner absolvieren und welcher zeitliche Aufwand steckt dahinter?

Basinski: Das lässt sich nicht mit einem Satz beantworten, da wir bestimmtes, vorher zertifiziertes Know-how in den neuen Curricula anerkennen. Je nachdem, welche Kurse ein Partner in der Vergangenheit bereits besucht hat, wird sich der nun zu leistende Lernaufwand verringern. Dazu sind die Curricula zu den einzelnen Skills unterschiedlich umfangreich und unterscheiden sich zusätzlich noch danach, ob eine Sales-, Sales-Engineer- oder Delivery-Akkreditierung angestrebt wird. So reicht die einfachste Akkreditierung im Sales von drei Stunden bis zu einer Delivery-Akkreditierung von 42 Stunden, aber auch nur dann wenn keinerlei vorangegangene Schulungen stattgefunden haben. Wichtig wäre noch anzumerken, dass man jede Schulung nach seinem bevorzugten Tempo durchlaufen kann.

Lesen sie auf der nächsten Seite mehr zu den praktischen Folgen der Umstrukturierungen.

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