Studie von Deep Instinct Reaktion auf Cyberangriffe dauert 21 Stunden

Autor Melanie Staudacher

Mit Remote-Arbeit, Multi-Cloud-Umgebungen und Phishing E-Mails gibt es allerlei Angriffspunkte für Hacker, um sensible Daten zu stehlen. Doch die Zeit, bis Sicherheitsexperten auf einen Angriff reagieren, beträgt laut einer Studie von Deep Instinct 20,9 Stunden.

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Aufgrund des Fachkräftemangels dauert es in Deutschland mehr als 19,6 Stunden, bis Sicherheitsteams auf einen Vorfall reagieren.
Aufgrund des Fachkräftemangels dauert es in Deutschland mehr als 19,6 Stunden, bis Sicherheitsteams auf einen Vorfall reagieren.
(Bild: Feodora - stock.adobe.com)

Mehr als zwei Arbeitstage, genauer gesagt 20,9 Stunden, beträgt weltweit die durchschnittliche Reaktionszeit auf einen Cyberangriff. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Report „Voice of SecOps“ von Deep Instinct. In Deutschland beträgt die Reaktionszeit im Schnitt 19,6 Stunden.

Als Grund dafür gaben 44 Prozenten der Cybersicherheitsexperten deutscher Unternehmen den Fachkräftemangel an. Generell beklagten insgesamt 35 Prozent den Mangel an qualifiziertem Sicherheitspersonal. Besonders betroffen seien das Gesundheitswesen (52 %) und der öffentliche Sektor (55 %).

Den höchsten Durchschnittswert hat Schweden mit einer Reaktionszeit von 25,5 Stunden. Am schnellsten reagieren die Niederländer.

Land Durchschnittliche Reaktionszeit in Stunden
Gesamt 20,9
US 20,4
Kanada 21,9
UK 20,2
Deutschland 19,6
Frankreich 21,3
Schweden 25,5
Italien 21,0
Spanien 22,3
Niederlande 17,2
Australien 19,6
Japan 22,4


Über die Studie

Für den Report analysierte Deep Instinct das Feedback von 1.500 leitenden Cybersicherheitsexperten in elf Ländern, die für Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen Dollar arbeiten. Die Befragten kommen aus den Branchen: Finanzdienstleistungen, Handel und E-Commerce, Gesundheitswesen, Fertigungsindustrie, öffentlicher Sektor, kritische Infrastruktur und technologiebezogene Unternehmen.

Die Sorgen der Sicherheitsexperten

Laut Report sind 44 Prozent der Befragten besorgt, keine Lösung für die Abwehr von noch nie zuvor aufgetretener Malware zu haben. Zeitgleich befürchten 40 Prozent eine wachsende Beharrlichkeit von Bedrohungsakteuren. Vor allem Dateien, die in der Cloud gespeichert sind, stellen für 80 Prozent der Befragten eine Schwachstelle dar.

Darüber hinaus nannten die Sicherheitsfachleute Bedrohungen aus den eigenen Reihen als anhaltendes Risiko. 86 Prozent der Befragten befürchten, dass ihre Mitarbeiter auf bösartige Links klicken und so einen Angriff oder einen Sicherheitsverstoß verursachen könnten.

Um Sicherheitsrisiken zu minimieren legen 57 Prozent den Fokus auf präventive Sicherheitsmaßnahmen. Und 62 Prozent versuchen Eindringlinge mit Detection-and-Response-Lösungen frühzeitig zu identifizieren.

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