Intel-Core-S-Prozessoren der 14. Generation Raptor Lake Refresh: Der Generationshopser

Von Klaus Länger 2 min Lesedauer

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Intel hat die Core-Prozessoren der 14. Generation für Desktop-PCs vorgestellt. Die Unterschiede von Raptor Lake Refresh gegenüber den CPUs der 13. Generation sind allerdings minimal. Nur der Core i7-14700K legt durch vier zusätzliche E-Cores deutlich zu.

Die ersten Core-Prozessoren der 14. Generation richten sich an Gamer und anspruchsvolle Anwender: Intel startet mit den K- und KF-Topmodellen der Sockel-1700-Prozessoren.(Bild:  Intel Corporation)
Die ersten Core-Prozessoren der 14. Generation richten sich an Gamer und anspruchsvolle Anwender: Intel startet mit den K- und KF-Topmodellen der Sockel-1700-Prozessoren.
(Bild: Intel Corporation)

Ohne große Fanfare schickt Intel die Core-Prozessoren der 14. Generation für Desktop-Rechner in den Markt. Schon der interne Codename, er lautet Raptor Lake Refresh, deutet an, dass sich gegenüber Raptor Lake nicht allzu viel getan hat. Dafür dürfte es den Herstellern leicht fallen, schnell PCs mit den Prozessoren der 14. Core-Generation anzubieten. Schließlich passen die CPUs in die bisherigen Sockel-1700-Mainboards mit Chipsätzen der Serien 600 und 700, die allerdings ein BIOS-Update benötigen. Dafür kommen parallel zum Start der neuen Prozessoren ebenfalls neue Mainboards mit einem aufgefrischten Z790-Chipsatz, der Unterstützung schnellerer Speicher, Wi-Fi 7 und mehr M.2-Slots für SSDs.

Zusätzliche Prozessorkerne gibt es nur beim Core i7. Ansonsten bleiben die Änderungen gegenüber der 13. Core-Generation gering. (Bild:  Intel Corporation)
Zusätzliche Prozessorkerne gibt es nur beim Core i7. Ansonsten bleiben die Änderungen gegenüber der 13. Core-Generation gering.
(Bild: Intel Corporation)

Höherer Takt und mehr Kerne für Core i7

Den Anfang bei Raptor Lake Refresh machen die insgesamt sechs übertaktbaren Topmodelle bei Core i5, i7 und i9 mit K- und KF-Suffix. Die sind vor allem für Gaming-PCs und kleine Workstations bestimmt, die für anspruchsvollere Content-Creation-Anwendungen genutzt werden. Das „F“ steht dabei für die abgeschaltete interne Grafikeinheit in den CPUs. Intel verkauft diese Modelle zu etwas günstigeren Preisen als die reinen K-Modelle.

Core i9-14900K und KF bieten wie schon die direkten Vorgänger weiterhin 8 P- und 16 E-Cores, allerdings mit etwas höheren Taktraten: Die P-Cores erreichen erstmals glatte 6 GHz beim maximalen Turbo-Takt, gegenüber 5,8 GHz beim Core i9-13900K. Die E-Cores takten mit bis zu 4,4 GHz um 100 MHz höher.

Der Core i5-14600K hat gegenüber dem i5-13600K ebenfalls nur durch die höheren Taktraten etwas an Leistung zugelegt. Die Anzahl der Kerne bleibt gleich: 6 P-Cores und 8 E-Cores.

Spannend wird es mit dem Core i7-14700K, denn hier spendiert Intel der CPU nun insgesamt 20 Kerne: 8 P-Cores und 12 E-Cores statt der 8 beim Core i7-13700K. Die Größe des L2-Cache steigt dadurch ebenfalls auf 33 MB statt 30 MB beim Vorgänger.

Wie bei den anderen Raptor-Lake-Refresh-Modellen hat Intel auch hier an den Taktraten geschraubt: 5,6 statt 5,4 GHz maximaler Turbo-Takt sowie 4,3 statt 4,2 GHz bei den E-Cores. Während der Performance-Gewinn bei Core i9 und i5 im einstelligen Prozentbereich bleibt, legt der Core i7 laut Intel um bis zu 18 Prozent bei Anwendungen zu, die von vielen Threads profitieren und nennt als Beispiel etwa Autodesk 3ds Max.

Bei der WLAN-Unterstützung bleibt es intern bei Wi-Fi 6E. Allerdings werden externe Wi-Fi-7-Controller unterstützt, die dann auch Bluetooth 5.4 mitbringen. Auch mit künftigen Thunderbolt-5-Controllern sollen die Raptor-Lake-Refresh-Prozessoren kooperieren.

Die technischen Daten der Raptor-Lake-Refresh-Prozessoren im Detail.(Bild:  Intel Corporation)
Die technischen Daten der Raptor-Lake-Refresh-Prozessoren im Detail.
(Bild: Intel Corporation)

Übertaktungssoftware mit KI

Ohne das Trendthema KI geht derzeit bei Intel nichts. So bekommt die Übertaktungssoftware XTU (Extreme Tuning Utility) nun einen KI-Assistenten verpasst, der auf Basis eines vortrainierten Modells optimale Einstellungen für individuelle Rechner vorschlagen soll. Allerdings bleibt das neue Tool den Core-i9-Prozessoren 14900U und 14900KF vorbehalten.

Die neuen Sockel-1700-Prozessoren der 14. Core-Generation sind ab sofort erhältlich. Offizielle Preise für die sechs Prozessoren nennt Intel noch nicht.

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