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Studie von Lünendonk deckt Mängel auf

Preismodelle für SaaS sind intransparent

09.09.2010 | Redakteur: Katrin Hofmann

Nur knapp die Hälfte der untersuchten Websites von Software-Anbietern gibt guten Einblick in das SaaS-Preismodell.
Nur knapp die Hälfte der untersuchten Websites von Software-Anbietern gibt guten Einblick in das SaaS-Preismodell.

Einfach und schnell Software entsprechend des tatsächlichen Bedarfs beziehen: Damit werben SaaS-Anbieter. Mancher Kunde allerdings stößt schon bei der Online-Suche nach den Preisen an Grenzen, die die Provider selbst gezogen haben. Im Umkehrschluss könnten Anbieter, die Klarheit vermitteln, punkten.

Mit den Software-as-a-Service-Modellen (SaaS-Modellen) verhält es sich in mancher Hinsicht wohl ähnlich wie mit Mobilfunk- und Internet-Tarifen: Sucht der zum Kauf geneigte Kunde nach Preisen, stößt er oft auf unterschiedlichste Abrechnungsmodi der Anbieter, die keinen Vergleich zulassen. Auch lassen sich die Kosten beim alleinigen Blick auf die Website der einzelnen SaaS-Anbieter oft nicht erschließen, lautet ein weiteres Ergebnis einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts Lünendonk.

Der Studie „Preisgestaltung für Software-as-a-Service – Zukunftsperspektiven nutzungsabhängiger Preismodelle“ zufolge wird der Preis von den Anbietern unter anderem nach Zahl der Anwender, Transaktionen, Speicherbedarf oder tatsächlicher Nutzungszeit berechnet. Häufig werde unter der „nutzungsabhängigen Bezahlung“ die Berechnung nach der Anzahl der Lizenzen verstanden.

Das Nachvollziehen dieser diversen Bemessungsgrundlagen für die Kosten sei für die potenziellen Kunden vielfach nicht einfach, erklärt Sonja Lehmann, eine der Studienautoren. Gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Buxmann, ebenfalls Autor der Untersuchung, kommt sie zu dem Schluss, dass nach wie vor „eine Intransparenz bei Preismodellen für Software-Produkte besteht.“ Unabhängig davon sei das Marktsegment für SaaS schon heute groß und für die Zukunft hochrelevant.

Vergebliche Suche nach dem Preis

Und wer glaubt, dass alle SaaS-Firmen das Internet nutzen, um grundsätzlich über ihre Preise zu informieren, irrt. Denn bei weitem nicht nur Preiskonfiguratoren sind Mangelware: 86 Prozent der untersuchten Anbieter-Websites besitzen keinen. Bei rund einem Viertel der SaaS-Anbieter sucht der potenzielle Kunde darüber hinaus online vergebens nach irgendwelchen Informationen zu den Kosten. Weitere 26 Prozent geben diese Informationen nur teilweise. Und wenn sie auffindbar sind, dann müssen sich die Interessenten in der Regel auf den Websites der Anbieter recht aufwändig durch mehrere Ebenen klicken, um ein vergleichsweise klares Bild von Preis und Leistung zu erhalten.

SaaS-Anbieter können somit sicher allein schon damit wichtige Pluspunkte sammeln, dass sie ihr Preismodell im Internet grundsätzlich einsehbar machen.

Die komplette Studie im PDF-Format gibt es zum Preis von 790 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer bei Lünendonk.

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