IT-Sicherheit oben auf der Agenda zu haben, lohnt sich in vielerlei Hinsicht. pco hat – mit 40 Jahren Erfahrung – den richtigen Riecher dafür, welche die großen Trends auf dem Markt sind und wie man Herausforderungen zu Chancen macht.
IT-Security wird immer komplexer. Da ist es von Vorteil, vorausschauend zu agieren und die Cyberrisiken durch die richtigen Maßnahmen im Blick zu haben.
40 Jahre pco. 40 Jahre auf dem IT-Markt. In dieser Zeit ist in der Technologie viel passiert. Der ursprüngliche PC-Händler aus Osnabrück entwickelte sich zum IT-Dienstleister. „Und bezeichnet sich mittlerweile sogar eher als Managed Service Provider (MSP), spezialisiert auf Cybersicherheit“, erklärt Christian Gäbel, Mitglied der Geschäftsführung bei pco.
Christian Gäbel, seit Februar 2024 Mitglied der Geschäftsführung bei pco
(Bild: pco)
Das „P“ von pco steht dabei für „People“. Die Kommunikation und Nähe zum Kunden steht im Vordergrund. Denn nur dadurch weiß man, wo man am besten unterstützen kann. „Viele Unternehmen, gerade im Mittelstand, tun sich schwer, ihre IT allein zu managen“, so Gäbel. Neben dem Austausch im Tagesgeschäft bieten zudem Veranstaltungen Gelegenheit, die wichtigsten „Brennpunkte“ und Themen sowie die aktuell größten Herausforderungen, Lösungen und Geschäftsmöglichkeiten auf die Bühne zu holen. Ein Beispiel hierfür ist der 5. Deutsche IT-Security-Kongress in der pco-Heimat Osnabrück.
Notfallplan wird zur Pflicht
Den Überblick über seine Daten zu haben ist die eine, bei einem Cyberangriff schnell und gekonnt reagieren zu können, die andere Herausforderung. Cyberdefense und Datenkontrolle gehören zu den großen Themen des Kongresses. Daneben beschäftigen OT-Sicherheit (Operational Technology), Remote Work und Künstliche Intelligenz (KI) die Unternehmen und die ITK-Branche am meisten.
IT-Sicherheit rückt mit ihren zahlreichen Unterkategorien angesichts der zunehmenden und immer raffinierteren Cyberangriffe immer mehr in den Mittelpunkt. Es geht heute nicht mehr nur darum, generell geschützt zu sein. Vielmehr geht es um Prävention. Im besten Fall ist man vorher schon gut vorbereitet und weiß, was zu tun ist, wenn es zum Ernstfall – der Cyberattacke – kommt.
„Nach dem CrowdStrike-Vorfall am 19. Juli 2024 konnte man beobachten: Die Unternehmen, die genau wussten, was zu tun ist, waren danach wieder am schnellsten funktionsfähig“, führt Dr. Christian Friege, EWE-Marktvorstand, auf dem Kongress aus. Unternehmen mit Notfallplan hätten ihm nach sogar einen Wettbewerbsvorteil. „Eine gute Prävention in der Cyberdefense könnte die Voraussetzung dafür sein, wieder handlungsfähig und somit erfolgreich zu sein. Und das sehen auch die Kunden“, sagt er.
Prävention und einen gut durchdachten Notfallplan setzt auch NIS2 voraus, deren ursprünglich für den 17. Oktober 2024 geplante Umsetzung sich aller Wahrscheinlichkeit nach auf den Jahresanfang 2025 verschiebt. „Die Maßnahmen, um NIS2 zu erfüllen, sind an sich nichts Neues, fassen aber eben nochmal gut zusammen, wie sich die Unternehmen in Sachen Cybersicherheit, -defense und -prävention aufstellen sollten“, betont Prof. Dr. Dennis-Kenji Kipker, Forschungsdirektor am Cyberintelligence Institute in Frankfurt am Main.
Unterstützung bei NIS2
In Bezug auf NIS2 bietet pco verschiedene Services, auch in Zusammenarbeit mit Herstellern, sowie Beratungen und Leitfäden, um Unternehmen „NIS2-ready“ zu machen. Ein bekannter Partner ist hier Trend Micro. „Wir geben sowohl einen Leitfaden in Form diverser Beratungen, können aber auch entsprechend Lösungen anbieten, die in unserer Solution Matrix dargestellt sind“, erläutert Gäbel. Er fügt hinzu: „Am besten können Partner die NIS2-Anforderungen mit einem Service für Managed Detection & Reponse (MDR) adressieren.“ Und auch generell seien Services, gerade im Bereich Incident Response oder SOC, gefragt, während das Produktgeschäft (Hardware und Software) zurückhaltend sei.
Möchten die Partner den Kunden SOC-Services anbieten, stellen beispielsweise Trend Micro und pco Trend Vision One zur Verfügung. Die SIEM-ähnliche Plattform soll das Einspeisen von Daten von Trend Micro als auch von Dritten ermöglichen. Die Konsole soll außerdem Visibilität schaffen, was sie für Unternehmen leichter handhabbar macht.
Visibilität lautet das Stichwort. Denn nicht nur die Daten, sondern alle Akteure im Tagesgeschäft sollten Unternehmen im Blick haben. „Oft wird hier die Lieferkette vergessen und von welchen Lieferanten ich eigentlich abhängig bin“, sagt Rian Riedinger, Hörmann, in einer Podiumsdiskussion. Deutlich wird: „Bei NIS2 und Cybersicherheit geht es nicht um Einzelmaßnahmen, sondern um ein Zusammenspiel verschiedener Komponenten. Nur so kann ganzheitlich Sicherheit gewährleistet werden – und die findet nicht nur auf technischer Ebene statt“, ergänzt Kipker.
Stand: 08.12.2025
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pco blickt zurück – und in die Zukunft
„Partnerschaft ist in der Cybersecurity-Branche von unschätzbarem Wert“, sagt Gäbel. „In einer Welt, in der Cyberkriminalität immer komplexer wird, können wir die Herausforderung nicht allein bewältigen. Hier liegt der Schlüssel in der Zusammenarbeit“, fügt er hinzu.
Durch Vernetzung und Kooperationen konnte pco im Laufe der Jahre innovative Lösungen entwickeln. In diesem Jahr steht das Jubiläum mit im Raum. Worauf ist pco stolz? Was ist weiter geplant? „Das Wachstum an Mitarbeitern in den letzten zwei bis drei Jahren – von 180 auf 200 – ist sicherlich nennenswert. Dies passierte im Zuge der Spezialisierung, weil wir mehr Fachkräfte gebraucht haben“, so Gäbel.
Außerdem wurde im April 2024 der neue Standort Nähe Würzburg eingeweiht. Die Verlagerung in den Süden Deutschlands symbolisiert, dass sich pco bundesweit breiter aufstellen möchte. „Aktuell haben wir schon Kunden aus Nürnberg, Dresden, Berlin oder Stuttgart“, zählt Gäbel auf.
Für die Zukunft gibt es zudem einige Projektideen, wie beispielsweise der Gründung einer Tech-Group. Auch über die Nachfolge bei pco machen sich die Unternehmenslenker Gedanken. Genauere Pläne sind aber noch in der Entwicklung.