OVHcloud: Multicloud-Management Orchestrierung und KI-Starthilfen mit OVHcloud

Von Alexander Siegert 3 min Lesedauer

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Damit in der eigenen IT-Infrastruktur nicht der Wilde Westen regiert, setzt man bei OVHcloud mit Partnern auf gemeinsame Werte und den Managed Rancher Service von Suse, um die Herden verschiedener Clouds zusammenzuhalten.

Mit dem Managed Rancher Service von Suse will OVHcloud für ein verbessertes Multicloud-Management sorgen.(Bild:  Copilot/ KI-generiert)
Mit dem Managed Rancher Service von Suse will OVHcloud für ein verbessertes Multicloud-Management sorgen.
(Bild: Copilot/ KI-generiert)

Die Multicloud-Strategie hat viele Vorteile. Sie ermöglicht Unternehmen die Flexibilität, passgenaue Services verschiedener Anbieter auszuwählen, um ihre spezifischen Anforderungen zu erfüllen. Im besten Fall heißt es sogar: Bye Bye Vendor-Lock-in! Workloads können je nach Bedarf in verschiedenen Clouds platziert werden, um die jeweils besten Optionen für Kosten und Leistung zu nutzen. Fest steht, die Cloud wird immer komplexer und nicht alle Anbieter eignen sich für jeden Anwendungsfall.

Falk Weinreich, General Manager Central Europe bei OVHcloud(Bild:  OVHcloud)
Falk Weinreich, General Manager Central Europe bei OVHcloud
(Bild: OVHcloud)

„Es liegt auf der Hand, dass bestimmte Bereiche, wie das Gesundheitswesen oder der Public Sektor, berechtigterweise Probleme haben, die Daten in eine amerikanische oder chinesische Cloud zu geben“, erklärt Falk Weinreich, GM Central Europe bei OVHcloud. Dieser Ansatz gewinnt angesichts zu nehmender Komplexität und Bedenken hinsichtlich politischer und rechtlicher Aspekte an Bedeutung. Viele entscheiden sich für Kubernetes-Cluster, um möglichst flexibel zu sein. Um den Multicloud-Ansatz weiter zu fördern, präsentierte der Cloud-Anbieter den OVHcloud Managed Rancher Service im Rahmen des diesjährigen Cloudfest. Die Lösung basiert auf Rancher von Suse und bietet eine quelloffene Plattform für verschiedene Cloud-native Szenarien. Die Software soll es Nutzern ermöglichen, Cloud-Anwendungen zwischen Public Cloud, Private Cloud und On-Premises zu integrieren, um eine Multicloud-Architektur aufzubauen. Der Orchestrierungs-Layer erlaubt die zentrale Verwaltung von Kubernetes-Clustern, unabhängig von der Cloud-Plattform.

Unterstützung für den gesamten KI-Lifecycle

Auch KI wird zu großen Teilen über die Cloud bereitgestellt. Bei OVHcloud will man Unternehmen die Möglichkeit geben, ihre KI-Projekte zu verwirklichen. So können KI-Anwendungen unter Nutzung der GPUs des Cloud-Anbieters gehosted werden. Als leistungsfähigste GPU ist dort die Nvidia H100 im Einsatz. Alternativ ist es möglich, KI-Projekte über eine gemanagte Lösung zu realisieren. Das Portfolio ist so aufgestellt, dass der gesamte KI-Entwicklungszyklus stufenweise bedient werden soll. Kunden können entweder den Einstieg mit AI-Notebooks wählen, um ihre Daten zu analysieren und aufzubereiten. Alter nativ können sie ein KI-Modell durch AI-Training entwickeln und optimieren, um es an ihre Anforderungen anzupassen. Eine weitere Option ist, bereits existierende KI- Modelle zu nutzen und sie durch AI-Deploy in die Praxis umzusetzen, um beispielsweise Vorhersagen zu generieren oder Prozesse zu automatisieren. Das Hamburger KI-Startup MoinAI bezieht beispielsweise seine KI-Ressourcen für seinen B2B-Chatbot, der bei großen und mittelständischen Unternehmen als SaaS-Lösung im Einsatz ist, bei OVHcloud. Die Hamburger benötigten eine europäische Plattform, die datenschutzkonform und sicher ist und trotzdem anpassbar bleibt. Das Start-up hat dafür seine gesamte Cloud-Infrastruktur zu OVHcloud gewechselt und nutzt nun den Managed Kubernetes-Service mit Funktionen wie Private Networks, Gateways und Load Balancer.

Partnerprogramme fußen auf gemeinsamen Werten

Wer vor lauter Cloud und KI den Himmel nicht mehr sieht, kann sich an die Partner wenden. Bei den verschiedenen Partnerprogrammen setzt man ebenfalls auf gemeinsame Werte. „Wir wollen eine freie und offene Cloud für Alle“, erklärt Weinreich. Transparenz, Interoperabilität, Diversibilität und Datensouveränität sollen die Grundwerte bilden. Umsatzgebundene Schwellen als Kriterium für Partner gebe es nicht. „Die Bedingung ist: Teile unsere Werte!“, erklärt Weinreich.

OTC-Partnerprogramm

Das Open-Trusted-Cloud-Programm richtet sich an Anbieter von SaaS und PaaS. Ziel des Programms ist, vertrauenswürdige Lösungen zu bündeln. Sie basieren auf gemeinsamen Werten und nutzen die Infrastrukturen von OVHcloud, die die Freiheit und Grundrechte der Unternehmen, insbesondere das Recht auf Datenschutz, berücksichtigen. Partner verpflichten sich zur Einhaltung einer Charta. Im Gegenzug erhalten sie ein Gütesiegel und Benefits für den Vertrieb ihrer Lösungen.

Die Konkurrenz mit den amerikanischen Hyperscalern und ihrer großen Anzahl an Entwicklern scheut man bei dem Cloud-Anbieter nicht und setzt stattdessen auf die Manpower des eigenen Ökosystems: „Wir, mit unseren Partnern zusammen, haben eine ziemlich breite technische Expertise und sind dadurch auch in reinen Zahlen mehr Entwickler. Das treibt uns voran und das honorieren auch die Kunden“, zeigt sich Weinreich von dem offenen Ansatz überzeugt.

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