Industrielle KI-Cloud Nvidia plant den Bau einer KI-Fabrik für die Industrie in Deutschland

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Mit dem Bau einer sogenannten AI Factory plant Nvidia den Aufbau der ersten industriellen KI-Cloud Europas in Deutschland. Das Rechencenter soll mit 10.000 GPUs ausgestattet werden, um europäische Hersteller bei der digitalen Transformation zu unterstützen.

Nvidia plant den Bau einer KI-Fabrik in Deutschland, um die digitale Transformation europäischer Hersteller zu unterstützen.(Bild:  Nvidia)
Nvidia plant den Bau einer KI-Fabrik in Deutschland, um die digitale Transformation europäischer Hersteller zu unterstützen.
(Bild: Nvidia)

Nvidias CEO Jensen Huang hat bei seiner Rede auf der GTC Paris von Plänen gesprochen, in Deutschland eine KI-Fabrik einzurichten, die die erste industrielle KI-Cloud in Europa realisieren soll. Bestätigt wurde die Ankündigung vom Unternehmen am 11. Juni 2025. Wer jetzt schon wissen will, wo genau diese KI-Fabrik entsteht, muss sich allerdings noch gedulden: Nvidia hat bislang weder den Standort noch einen konkreten Zeitplan genannt.

Das Ziel ist es, in der Anlage 10.000 Nvidia-GPUs einzusetzen, um europäischen Herstellern bei der digitalen Transformation zu helfen. So soll es möglich werden, sämtliche Fertigungsanwendungen zu beschleunigen; seien es das Design, die Simulation oder die Erstellung digitaler Fabrikzwillinge und die Umsetzung von Robotik-Vorhaben. Bereits jetzt transformieren Unternehmen wie die BMW Group, Maserati, Mercedes-Benz und Schaeffler ihre Produktentwicklung, so Nvidia, „indem sie Nvidia-beschleunigte Anwendungen von Softwareanbietern wie Ansys, Cadence und Siemens einsetzen.“

In den Worten von Jensen Huang benötigt jeder Hersteller im KI-Zeitalter zwei Fabriken: „Eine zur Herstellung von Produkten und eine zur Erzeugung der Intelligenz, die diese Produkte antreibt“. Die geplante Anlage soll genau diesen Anspruch erfüllen und eine KI-gesteuerte Fertigung auf Basis simulationsgetriebener Entwicklung ermöglichen.

Eine durchdachte digitale Infrastruktur

Mit Partnern wie Cadence, Ansys und Siemens sollen nicht nur Anwendungen auf der Plattform laufen, sondern der gesamte Betrieb der KI-Fabrik technisch abgesichert und optimiert werden. Cadence bringt mit seiner Reality Digital Twin Platform eine digitale Planungsgrundlage ein, mit der sich die gesamte Anlage von der Architektur bis zur logistischen Ablaufsteuerung im virtuellen Raum simulieren lässt.

Ansys liefert präzise physikalische Simulationen, etwa für Strömungsmechanik oder Wärmeentwicklung, was für die sichere und energieeffiziente Kühlung von 10.000 GPUs essenziell ist. Siemens wiederum stellt seine industriellen Automatisierungslösungen bereit, um die Infrastruktur zu steuern, zu überwachen und langfristig zu optimieren, von der Stromversorgung über Sensorik bis zur Anbindung digitaler Fabrikzwillinge. Damit zeigt sich: Die KI-Fabrik ist kein reines Hardware-Projekt, sondern ein digital durch konzipierter Industriebaustein, der von Anfang an auf Simulation, Integration und Automatisierung ausgelegt ist. (sb)

Dieser Artikel erschien zunächst in unserer Schwesterpublikation ElektronikPraxis.

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