Helge Scherff im Interview

Nuvias mischt sich nicht ins Geschäft der Partner ein

| Autor: Michael Hase

Helge Scherff, Vice President Central Region bei Nuvias, sieht Bedarf an einem breiten, aber differenzierten Service-Angebot für Partner.
Helge Scherff, Vice President Central Region bei Nuvias, sieht Bedarf an einem breiten, aber differenzierten Service-Angebot für Partner. (Bild: Nuvias)

Der Value Added Distributor Nuvias baut sein Service-Portfolio kontinuierlich aus. Zentraleuropa-Chef Helge Scherff ist dabei wichtig, dass das Unternehmen keine Leistungen anbietet, die die Partner selbst erbringen sollten.

ITB: Vor gut einem Jahr haben sich Wick Hill und Zycko zu Nuvias zusammengeschlossen. Wie haben Sie die Zeit seitdem erlebt?

Scherff: Für beide Unternehmen war das eine intensive Zeit. Denn es ging um mehr, als dass sich einer an die Kultur des anderen anpassen musste. Wir wollten von Anfang an die Stärken von zwei VADs, die bis dahin unterschiedlich gearbeitet hatten, kombinieren und daraus etwas komplett Neues formen. Bei fast allen Mergern, die wir im Markt gesehen haben, hat eins plus eins maximal 1,5 ergeben. Wir streben an, dass die Summe 2,5 ergibt. Und das wird uns gelingen, weil wir im Verbund jetzt viele Dinge tun können, zu denen allein weder Wick Hill noch ­Zycko in der Lage gewesen wären. So können wir beispielsweise Managed Services europaweit in gleichbleibender Qualität ausrollen oder in der gesamten EMEA-Region als Distributor für einen Hersteller wie Juniper agieren.

ITB: Generell baut Nuvias das Portfolio an Managed Services aus, wie aktuell etwa mit einem Managed-Firewall-Angebot in Kooperation mit Fortinet. Kommen davon noch mehr?

Scherff: Ja, wir planen fünf, sechs weitere Services dieser Art. Mit dem Fortinet-Angebot richten wir uns an Partner, die nur zwei, drei Firewall-Systeme pro Jahr verkaufen und für die sich der Aufbau von Knowhow nicht rechnen würde. Das können sehr kleine Systemhäuser sein, aber auch Software-Häuser, die zum Beispiel CRM-Systeme vermarkten und implementieren und dafür eine Sicherheitslösung benötigen. Diese Partner müssen bei ihren Kunden nur eine Appliance anschließen. Wir übernehmen Implementierung, Konfiguration und Monitoring. Einem großen Integrator oder dem Gold-Partner eines Firewall-Anbieters ist mit einem solchen Service freilich nicht geholfen. Der Markt braucht in Zukunft wesentlich mehr Services. Aber die unterschiedlichen Partner benötigen jeweils andere.

ITB: Wie unterstützen Sie dann die Security-Experten aus dem Channel im Geschäft mit Managed Services?

Ergänzendes zum Thema
 
Zur Person

Scherff: Für sie arbeiten wir an Programmen, mit denen wir ihnen helfen, selbst Services aufzubauen. Wir entwickeln gerade ein Baukastenmodell, mit dem wir den Partnern modular alles das liefern, was sie ­dafür benötigen – angefangen bei den technologischen Komponenten über Konzeption und Dimensionierung der Angebote bis zur Finanzierung und Vermarktung. Zudem richten wir uns mit dem Modell an verschiedenen Partnertypen aus. Denn ein Systemhaus hat ­einen anderen Bedarf als beispielsweise ein City-Carrier.

ITB: Denkt man bei Nuvias darüber nach, Services der Partner für sie in einem Rechenzentrum zu hosten?

Scherff: Nein, damit würden wir uns zu weit in das Geschäft der Partner einmischen. Wir haben beschlossen, keine Leistung anzubieten, die sie selbst erbringen sollten und mit der wir uns in Wettbewerb zu ­ihnen begeben würden. Nuvias will den Channel dort unterstützen, wo dem einzelnen Knowhow fehlt, wo wir ihn zu neuem Geschäft befähigen oder bestehendes für ihn vereinfachen. Aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht den Punkt erreichen, an dem wir komplett sein Business machen. Man muss die Grenze finden, wo die Unterstützung der Partner sich dahingehend verkehrt, dass wir ihnen Geschäft wegnehmen.

Nuvias schlägt neue Wege in der Distribution ein

UC as a Service und DevOps

Nuvias schlägt neue Wege in der Distribution ein

18.04.18 - Die Digitalisierung stellt das klassische Modell der Distribution in Frage. Der VAD Nuvias tritt daher mit dem Anspruch an, neue Wege einzuschlagen. Mit einem auf Lösungen und Services ausgerichteten Ansatz adressiert das Unternehmen nicht nur Systemhäuser, sondern auch Service Provider, Software-Anbieter und andere Partnertypen. Aktuell baut Nuvias eine Einheit für DevOps auf. lesen

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45202833 / Distributoren)