300-Millionen-Euro-Deal NortonLifeLock übernimmt Avira

Autor Dr. Stefan Riedl

Die Virenschutzbranche konsolidiert sich. Die Genehmigung der Kartellbehörden vorausgesetzt, verleibt sich der US-amerikanische Cybersicherheits-Anbieter NortonLifeLock den baden-württembergischen Antiviren-Experten Avira für rund 300 Millionen Euro ein.

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NortonLifeLock will mit der Übernahme von Avira Synergieeffekte nutzen.
NortonLifeLock will mit der Übernahme von Avira Synergieeffekte nutzen.
(Bild: jh312 - stock.adobe.com)

NortonLifeLock (ehemals Symantec) kauft Avira aus Tettnang für 360 Millionen US-Dollar, also etwa 297,5 Euro. Der bisherige Eigentümer und Verkäufer ist die britische Investment-Firma Investcorp.

Die zuständigen Behörden müssen dem Deal allerdings noch zustimmen. Mit einem formalrechtlichen Abschluss der Übernahme wird es vor diesem Hintergrund voraussichtlich im ersten Quartal 2021 kommen.

Abschied von B2B und Channel

Vergangenen Monat kündigte Avira an, dass das Channelgeschäft und die B2B-Produkte bald Geschichte sein werden. Der Antivirus-Experte verkündete, sich künftig ausschließlich auf das Endkunden- und OEM-Geschäft konzentrieren zu wollen. Zu dieser strategischen Entscheidung sei man bereits vor einem Jahr gekommen und habe das den Geschäftskunden auch über Supportseiten mitgeteilt. Kunden, die davon betroffen sind, erhalten Rückerstattungen.

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