Global vereinheitlicht Neues Fundament für Red-Hat-Partner

Von Dr. Stefan Riedl 2 min Lesedauer

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Es gibt – wenn man so will – Lokalkolorit in Märkten, deswegen sind Partnerprogramme häufig räumlich begrenzt. Ein neuer Red-Hat-Ansatz will mit einem globalen Programm auf Individualitäten eingehen. Das klingt abstrakt, wird aber am Beispiel einer Demo-Plattform konkret.

Bei Red Hat wird das Partnerprogramm neu justiert.(Bild:  KI-generated / Midjourney)
Bei Red Hat wird das Partnerprogramm neu justiert.
(Bild: KI-generated / Midjourney)

Der Open-Source-Anbieter Red Hat, den IBM für immerhin 34 Milliarden US-Dollar übernommen hat, stellt die Zusammenarbeit mit dem Channel auf ein neues Fundament. Systemintegratoren, Reseller und Systemhäuser, die Automatisierungsprojekte wuppen und Anwendungen samt Datenbanken auf den neuesten Stand bringen, können auf Ressourcen aus einem neuen Partnerprogramm-Framework zugreifen. Außerdem wird ein „Partner Practice Accelerator Program“ gestartet, das Geschäft rund um die Automatisierungs-Suite „Ansible Automation Platform“ und die Kubernetes-Anwendung-Plattform OpenShift vorantreiben soll.

Das Red Hat Partner Program wird einheitlich und global, so der Open-Source-Anbieter unter dem IBM-Dach.

Wir machen unser Ökosystem fit für die Zukunft.

Dominic Schmitt, Director Ecosystem Central Europe, Red Hat

Der weitere Ablauf

Müssen Partner im Hinblick auf das neue Partnerprogramm in irgendeiner Weise ­aktiv werden? Dominic Schmitt, Director Ecosystem Central Europe bei Red Hat, sagt „Nein“, denn mit dem Start des neuen Modells übernimmt das Unternehmen bestehende Partner automatisch in das neue Programm auf. Einführend biete man umfassende Schulungen zum neuen Partner-Engagement-Modell an, „die sich sowohl an bestehende als auch an potenzielle Red-Hat-Partner richten“. Unabhängig davon, ob Unternehmen eigene Lösungen entwickeln, Dienstleistungen anbieten oder Lösungen von Red Hat vertreiben, will man den Channel ausbauen.

Einheitliche Initiativen

Das neue Partnerprogramm wird global vereinheitlicht. So etwas birgt mitunter Reibungsfläche, nämlich wenn lokale Besonderheiten unter den Tisch fallen. Bei Red Hat will man aber hingegen mit der neuen Struktur der Individualität der Partner noch besser begegnen. Aspekte wie die Kompetenzen eines Partners, seine bisherige Performance, sein Engagement und seine Marktaktivitäten, seine Lösungen sowie sein Einfluss auf die Kunden werden beim neuen Partnerprogramms berücksichtigt, sagt Schmitt. Auch sollen sich Partner mit ihren Stärken und Schwächen in Kooperationen besser ergänzen.

Hintergrund

Blauer Anzug, roter Hut

WIn den 1980ern erkannte man IBM-Mitarbeiter an einem weißen Hemd und einem dunkelblauen Anzug – passend zum Konzernspitznamen „Big Blue“. Dieses Erkennungsmerkmal ist praktisch obsolet. Doch wer auf einer Messe jemandem mit einem roten Fedora-Hut sieht, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es sich um einen Red-Hat-Mitarbeiter handelt.

Produkte gekonnt vorführen und testen

Zu den Neuerungen zählt die Einführung einer Demo-Plattform im Mai 2024. Diese Plattform wird über das Partnerprogramm Partner Connect zur Verfügung gestellt und bietet ­Produktdemos über das gesamte Red-Hat-Portfolio hinweg. Systemhäuser sollen so die Lösungen bei Kunden in einer risikoarmen Umgebung präsentieren können. Neben den Demoversionen gibt es vollständig ausgearbeitete Workshops, die für ein- oder zweitägige Veranstaltungen beim Kunden genutzt werden können. Partner haben hierüber außerdem eine frühzeitige Möglichkeit, in die neuen Produktversionen hineinzuschnuppern, bevor diese allgemein verfügbar werden.

Aus der Sicht von Schmitt sind die angestoßenen Veränderungen wichtig, um das Ökosystem fit für die Zukunft zu machen. Das aktualisierte Partner-Engagement-­Modell und -Programm wird in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 eingeführt, heißt es aus dem Hause Red Hat.

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