Reaktiver IT-Support kostet Zeit, Nerven und Produktivität. Moderne Unified-Endpoint-Management-Lösungen (UEM) sollen dieses Muster durchbrechen – insbesondere, wenn sie mit Analysen der Digital Employee Experience (DEX) kombiniert werden.
Proaktive IT-Wartung: Unified Endpoint Management und Digital Employee Experience sollen Fehler erkennen, bevor sie den Betrieb beeinträchtigen.
(Bild: KI-generiert)
Viel zu oft wird die IT im Arbeitsalltag nur dann sichtbar, wenn etwas nicht funktioniert: Der Laptop ist zu langsam, die Videokonferenz ruckelt, ein Update legt das System lahm. Doch was wäre, wenn diese Probleme gar nicht erst entstehen, weil im Hintergrund ein „unsichtbarer Problemlöser“ mitdenkt? Genau das ermöglicht proaktives Unified Endpoint Management (UEM) in Kombination mit modernen Digital-Employee-Experience-Analysen (DEX).
GoTo erklärt, wie proaktives UEM und DEX-Analysen funktionieren und welche konkreten Vorteile Unternehmen daraus ziehen können:
1. Frühzeitige Problemerkennung und -lösung
UEM-Technologien erlauben es IT-Abteilungen, alle Endgeräte ihrer Organisation über eine zentralisierte Konsole zu überwachen und zu managen. Moderne UEM-Lösungen erfassen dafür vielfältige Kennzahlen wie Systemleistung (CPU, RAM und Festplattenauslastung), Netzwerkverbindungen, Updates sowie etwaige Anwendungsabstürze und Fehlerprotokolle.
Durch die Auswertung dieser Daten werden IT-Teams über drohende Engpässe oder Fehler informiert und können proaktiv eingreifen, bevor die Nutzer überhaupt etwas bemerken.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor solcher Lösungen ist die Integration von künstlicher Intelligenz. KI-gestützte Lösungen erkennen Muster, lernen aus vergangenen Problemen und machen das aufwendige, kontinuierliche Monitoring und Management zum automatisierten Routineprozess, der kaum manuelle Interventionen des IT-Teams benötigt.
2. Höhere Mitarbeiterzufriedenheit
DEX beschreibt die Gesamterfahrung, die Mitarbeiter mit den digitalen Tools und Geräten ihres Unternehmens machen. Eine positive DEX steigert nicht nur die Zufriedenheit und Motivation, sondern wirkt sich auch direkt auf die Produktivität und Innovationskraft aus. Unified Endpoint Management ist dafür ein zentraler Baustein: Wenn IT-Probleme gar nicht erst auftreten oder schnell und unauffällig gelöst werden, bleibt der digitale Arbeitsplatz störungsfrei und effizient.
3. Effizientere IT-Prozesse
DEX-Plattformen liefern wertvolle Einblicke, wo tatsächlich Unterstützung gebraucht wird, sodass die IT-Mitarbeiter gezielt und wirkungsvoll eingreifen können. Dies verbessert nicht nur die täglichen Abläufe, sondern ermöglicht der IT vorausschauend und strukturiert zu arbeiten, anstatt ständig im Krisenmodus auf Störungsmeldungen zu reagieren. So lassen sich ungeplante Ausfälle minimieren und die Verfügbarkeit der Systeme nachhaltig steigern.
Außerdem entlasten KI-gestützte, automatisierte Analysen und Self-Healing-Mechanismen die IT-Abteilung und schaffen so Kapazitäten für strategische Aufgaben. Viele wiederkehrende Aufgaben wie das Installieren von Updates, das Überwachen von Systemressourcen oder das Beheben kleinerer Fehler laufen automatisiert ab. Intelligente Monitoring-Lösungen erkennen beispielsweise, wenn ein Gerät droht, an seine Leistungsgrenze zu stoßen, und steuern automatisch Maßnahmen wie das Freigeben von Speicherplatz oder das Neustarten von Prozessen an. Diese Systeme sind außerdem in der Lage, kleinere Probleme selbstständig zu beheben, bevor sie überhaupt auffallen. Das reduziert die Zahl der Support-Tickets und weniger Ad-hoc-Einsätze bedeuten weniger Stress und mehr Zeit für Aufgaben, die das Unternehmen voranbringen.
4. Bessere Entscheidungsgrundlagen für IT-Verantwortliche
UEM- und DEX-Plattformen liefern IT-Verantwortlichen weit mehr als nur eine Momentaufnahme des aktuellen Systemzustands. Die kontinuierlich erhobenen und intelligent ausgewerteten Daten bieten wertvolle Einblicke in die tatsächliche Nutzung, die Zufriedenheit und die Herausforderungen der Mitarbeitenden im digitalen Arbeitsalltag. Dadurch sind IT-Verantwortliche potenziellen Problemen und Ausfällen einen Schritt voraus.
Außerdem entsteht eine solide Grundlage für strategische Entscheidungen. Zum Beispiel können IT-Verantwortliche über längere Zeiträume hinweg erkennen, welche Geräte, Anwendungen oder Prozesse wiederholt zu Problemen führen oder besonders intensiv genutzt werden. So lassen sich gezielt Investitionen in Hardware, Software oder Schulungen planen. Auch bei der Priorisierung von Maßnahmen sind die datengetriebenen Einblicke von Bedeutung. Statt nach Bauchgefühl zu entscheiden, wo Ressourcen eingesetzt werden sollten, ermöglichen die datenbasierten Analysen eine objektive Bewertung: Welche Abteilungen oder Teams benötigen besonders viel Support? Welche Prozesse können optimiert werden? Wo lohnt sich Automatisierung?
So wandelt sich die Rolle der IT von der reinen Support-Abteilung zum strategischen Partner im Unternehmen. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen, die digitale Infrastruktur gezielt weiterzuentwickeln und die Arbeitsumgebung kontinuierlich zu verbessern.
Fazit
Unternehmen, die in proaktives UEM und eine konsequente Ausrichtung auf die DEX investieren, sind IT-Problemen oft einen Schritt voraus. Sie läuten eine neue Ära der IT-Prävention ein: Mit kontinuierlichem, zentralisiertem Management und intelligenten DEX-Lösungen schaffen Unternehmen eine stabile, störungsfreie Arbeitsumgebung, in der die Technik zuverlässig im Hintergrund arbeitet und Mitarbeiter sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können.
Stand: 08.12.2025
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