Von Kohle zu KI Microsofts KI-Pläne für NRW

Von Alexander Siegert 2 min Lesedauer

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Das Rheinische Revier soll sich zu einer führenden KI-Region entwickeln. Damit Microsoft in Sachen KI in der künftigen Rechenzentrumsregion genügend Kohlen im Feuer hat, startet der Konzern eine Qualifizierungsoffensive mit lokalen Partnern aus Wirtschaft, Kommunen und Bildung.

In NRW soll der KI-Zug mit den Plänen von Microsoft Fahrt aufnehmen.(Bild:  Copilot/ KI-generiert)
In NRW soll der KI-Zug mit den Plänen von Microsoft Fahrt aufnehmen.
(Bild: Copilot/ KI-generiert)

Microsoft hat seine KI-Pläne für NRW vorgestellt. Gemeinsam mit Ministerpräsident Hendrik Wüst und Microsoft-Deutschlandchefin Dr. Marianne Janik wurde das Vorhaben in Elsdorf präsentiert. Dort soll zukünftig eine Rechenzentrumsregion für das KI-Zeitalter entstehen. Sie befindet sich an einem strategischen Standort, am Kreuzungspunkt der wichtigsten europäischen Datenleitungen zwischen den großen Internetknoten Amsterdam, Frankfurt, Stockholm und Paris sowie in der Nähe des regionalen Internetknotens Düsseldorf. Im Rheinischen Revier soll die Cloud- und KI-Kapazität für ganz Deutschland gesteigert und die ehemalige Braunkohleregion einem Strukturwandel unterzogen werden.

Microsoft ist seit Jahrzehnten in NRW präsent und betreut Kunden verschiedenster Branchen und Größen von Köln aus. Mit 500 Arbeitsplätzen ist es nach München der zweitgrößte Standort in Deutschland. Nun wird die Infrastruktur um KI-Technologie erweitert.

Bereits im Februar hatte der Konzern in Berlin im Beisein von Bundeskanzler Olaf Scholz ein Investitionspaket in Höhe von knapp 3,26 Milliarden Euro für Deutschland angekündigt. Auch international führt Deutschland die Liste der Investitionsankündigungen von Microsoft an. Der Konzern plant nämlich 2,9 Milliarden Euro in Großbritannien und 3 Milliarden Euro in Australien bis 2026 KI-Technologien zu investieren.

Qualifizierungsoffensive für Fachkräfte

„Um die digitale Zukunft im Rheinischen Revier weiter voranzutreiben, brauchen wir Fachkräfte für die Region. Deshalb wollen wir gemeinsam die besten Köpfe ins Rheinische Revier holen“, erklärt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW. In Zusammenarbeit mit einem Netzwerk von Microsoft-zertifizierten Schulungsdienstleistern und Partnern aus Wirtschaft, Bildung und Verbänden will man deshalb Angebote schaffen, um bis Ende 2025 mehr als 100.000 Bürger des Bundeslandes mit digitalen Zukunftskompetenzen auszustatten. In ganz Deutschland sollen es insgesamt 1,2 Millionen Menschen werden.

KI-Kompetenz wird zum Schlüsselfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung.

Dr. Marianne Janik, Microsoft-Deutschlandchefin

Durch verschiedene Qualifizierungsprogramme sollen die KI-Kompetenzen in der Region kontinuierlich ausgebaut werden. Unter dem Dach der bundesweiten Initiative „IT-Fitness“ bietet Microsoft das Programm „Künstliche Intelligenz – Gemeinsam Zukunft schaffen“ für 10.000 Schüler in NRW an.

Das „KI-Mobil“ fährt zu interessierten Schulen, Ausbildungszentren und Berufskollegs, während die „Datacenter Academy“ Partnerschaften zwischen Industrie und Bildungsträgern knüpft, um Wege für angehende IT-Profis zu ebnen. Unter dem Motto „SkillHer“ werden digital affine Frauen durch Trainingsprogramme für Cloud-Technologien unterstützt, während die Spezialausgabe der „Cloud Skills Challenge“ an die Verwaltung richtet, bei der Beschäftigte ihre Cloud-Kenntnisse erweitern und Zertifikate erwerben können. Eine virtuelle Job-Messe am 16. April 2024 soll darüber hinaus Lernende, Jobsuchende und Unternehmen miteinander in Kontakt bringen.

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