Deutsche Partner von der WPC überwiegend begeistert, nur wenige Kritikpunkte Microsoft-Partnerkonferenz bringt wichtige Kontakte

Redakteur: Sarah Gandorfer

Software-Riese Microsoft hatte vom 13. bis 16. Juli zur weltweiten Partnerkonferenz nach New Orleans eingeladen. Rund 6.000 Teilnehmer folgten der Aufforderung. Die Hype-Themen der Veranstaltung waren Windows 7 und Office 2010, aber auch Azure und „Software and Service“ wurden behandelt. Auch wenn es hier und da kleine Kritikpunkte gab, waren die Partner überwiegend begeistert, wie die Bildergalerie zeigt.

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Ganz New Orleans hatte sich auf die Worldwide Partner Conference (WPC) von Microsoft eingestellt. So trugen die Straßenlaternen neben ihrer üblichen Beflaggung auch noch die Wimpel der WPC. In der Bourbon Street, der Party-Meile der Stadt, hießen die Bars die Kongress-Teilnehmer auf ihren Menü-Tafeln willkommen. Rechnerisch lag die Zahl der Einwohner zu der Anzahl der Kongressteilnehmer 45 zu 1, die vielen sonstigen Touristen außer Acht gelassen.

Zugpferde des diesjährigen Kongresses waren Windows 7 und Office 2010. Die angekündigten Details zum umstrukturierten Partnerprogramm wurden von den Anwesenden mit Spannung erwartet (IT-BUSINESS berichtete); wenn auch das Ergebnis hierzu ein wenig mager ausfiel. Schon vorab war bekannt, dass der Gold- und Certified-Status wegfallen wird. Allerdings sind die genauen Anforderungen, die für den ähnlich gearteten „Advanced Competence“-Status gelten, noch nicht vollständig ausgearbeitet. Auf jeden Fall haben bestehende Gold- und Certified-Partner Zeit, die ihnen noch fehlenden Kompetenzen bis 2010 zu erwerben.

Hier geht es zur großen Bildergalerie der Microsoft-Partnerkonferenz 2009.

Kontaktbörse

Das wichtigste für die anwesenden Partner war das Networking. „Auf der WPC gibt es sehr gute Möglichkeiten zur Kontaktanbahnung, daher ist sie für uns ein Muß“, sagt Jörg Lorenz, Sales & Marketing bei der IT IS AG. Als einziger deutscher Aussteller war das auf ERP spezialisierte Unternehmen auf der angeschlossenen Hausmesse vertreten. „Es gab konkrete Projekte und viele Anfragen nach unserer Sharepoint-Lösung.“ Allerdings vermisste Lorenz den technischen Tiefgang bei den Vorträgen. „Entschädigt wurden wir dafür durch eine ehrliche Ansage von Robert Helgerth, der bei Microsoft für den deutschen Mittelstand zuständig ist, und der sprühenden Steve-Ballmer-Session. Letztere war meines Erachtens die Beste seit Jahren“, fährt Lorenz fort.

Auch für Monika Dürr, Geschäftsführerin von License Consult, kam das Networking an erster Stelle: „Außerdem war es für uns dieses Jahr wichtig hierher zu kommen, um mehr über die vielen neuen Produkte zu erfahren, die demnächst auf den Markt kommen. Als Lizenzberater muss ich mich schließlich in allen Bereichen auskennen.“

Beide befragten Partner waren anfänglich skeptisch, ob sich der Weg nach New Orleans lohnen würde. Monika Dürr war im Gegensatz zu der jetzigen WPC von der letztjährigen in Houston nicht so begeistert. Jörg Lorenz befürchtete, dass es aufgrund der Wirtschaftsflaute kaum Gespräche mit Aussicht auf einen Abschluss gäbe. In beiden Fällen war die Sorge unbegründet.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zum Auftritt des Microsoft-Chefs Steve Ballmer und den Abendveranstaltungen.

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