KI-Wettrüsten in den USA Meta plant 1,3-Millionen-GPU-Datacenter

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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KI-Wettrüsten in den USA: Die größten Namen in Tech liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Meta plant nun in Lousiana ein Rechenzentrum, das der halben Fläche Manhattens entspäche.

Mark Zuckerberg gibt bekannt, dass Meta 65 Milliarden Dollar in KI investiert. Ein KI-Rechenzentrum in Louisiana soll mit dem Large Language Model (LLM) Llama 4 die Zukunft prägen.(Bild:  Flickr: Anthony Quintano)
Mark Zuckerberg gibt bekannt, dass Meta 65 Milliarden Dollar in KI investiert. Ein KI-Rechenzentrum in Louisiana soll mit dem Large Language Model (LLM) Llama 4 die Zukunft prägen.
(Bild: Flickr: Anthony Quintano)

Meta setzt 2025 auf einen Ausbau seiner KI-Kapazitäten und plant Investitionen von bis zu 65 Milliarden Dollar in neue Rechenzentren und Server. Ein zentraler Bestandteil ist ein Datacenter in Richland Parish, Louisiana, das mit einer Fläche von vier Millionen Quadratfuß (etwa 37 Hektar) das größte der USA werden soll – mit einer Leistung von über zwei Gigawatt.

CEO Mark Zuckerberg kündigte an, dass Meta bis Ende des Jahres etwa 1,3 Millionen GPUs betreiben und etwa ein Gigawatt IT-Kapazität online bringen wird. Darunter soll unter anderem „Llama 4“, das aktuelle Open-Source-KI-Modell von Meta, als führendes Large Language Model (LLM) etabliert werden. Parallel dazu sollen KI-gestützte Assistenzsysteme für über eine Milliarde Menschen entwickelt werden.

KI-Wettrüsten in vollem Gange

Elon Musk baut seinen Supercomputer „Colossus“ in Tennessee aus, während OpenAI mit Partnern wie Softbank und Oracle im Rahmen des 500-Milliarden-Dollar-Projekts „Stargate“ Rechenzentren in Texas errichtet. Auch Microsoft hat für das Geschäftsjahr 2025 Investitionen von 80 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur angekündigt.

„Meta baut ein 2GW+-Datacenter, das so groß ist, dass es einen großen Teil Manhattans abdecken würde“, schrieb Mark Zuckerberg auf Facebook und verdeutlichte die Fläche mithilfe dieser Karte.(Bild:  Facebook-Post: Mark Zuckerberg)
„Meta baut ein 2GW+-Datacenter, das so groß ist, dass es einen großen Teil Manhattans abdecken würde“, schrieb Mark Zuckerberg auf Facebook und verdeutlichte die Fläche mithilfe dieser Karte.
(Bild: Facebook-Post: Mark Zuckerberg)

Bloomberg zeigte in einem Artikel auf, dass das erste Stargate-Projekt die Größe des New Yorker Central Parks umfassen wird. Daher scheint sich die Illustration, die Zuckerberg gepostet hat, direkt auf den Bloomberg-Artikel zu beziehen.

Zuckerberg betonte die Bedeutung dieses Moments, indem er auf der Meta-Plattform „Threads“ schrieb: „Dieses Jahr wird ein entscheidendes Jahr für die Entwicklung der KI sein.“ Laut dem CEO sollen die geplanten Investitionen Metas Projekte und Geschäfte vorantreiben und auch historische Innovationen ermöglichen und die technologische Führungsrolle der USA ausbauen. Doch welche Folgen wird dieses Projekt haben, das eine Fläche von etwa 37 Hektar einnehmen und massig Energie benötigen wird?

Kritische Stimmen werden unter Zuckerbergs Post laut

So soll das neue Meta-Datacenter in Richland Parish, Lousiana, aussehen.(Bild:  Facebook: Richland Parish Data Center)
So soll das neue Meta-Datacenter in Richland Parish, Lousiana, aussehen.
(Bild: Facebook: Richland Parish Data Center)

Trotz der ambitionierten Pläne regt sich Kritik. Kommentatoren werfen Zuckerberg vor, den Fokus von menschlicher Interaktion hin zu KI-gesteuerten Systemen zu verlagern. Ein Nutzer schreibt: „Meta war für Fotos, Familie und Freunde gedacht – nicht für seelenlose KI.“ Andere Nutzer kritisieren, dass das Projekt nicht nachhaltig sei. Denn die Energie-Anforderungen solcher Projekte sind enorm.

Zum Vergleich: Ein US-Kernkraftwerk erzeugt durchschnittlich etwa 1 Gigawatt. Projekte wie das von Meta oder OpenAI könnten diese Werte um ein Vielfaches übersteigen. Das Meta-Datacenter in Lousiana soll voraussichtlich 2030 den Betrieb aufnehmen.

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