Repräsentative Umfrage von 1edu Mehrheit der Eltern wünscht sich digitale Klassenzimmer
Kinder sollen frühzeitig den Umgang mit Computern lernen und auch mit multimedialen Lehrmitteln unterrichtet werden – diese Ansicht teilt das Gros der Eltern, wie eine aktuelle Studie von 1edu ergab.
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In vielen Volksschulen wird auch heute noch vielerorts mit Schiefertafel und Griffel gelernt und gelehrt. „Grundschulen sind in der Regel nicht in der Lage, Schülern in den ersten sechs Klassenstufen Computerwissen zu vermitteln“, lautet das Fazit einer von 1edu in Auftrag gegebenen, repräsentativen Umfrage unter 200 Eltern mit Kindern im Alter zwischen sechs und 15 Jahren. Eine Vorbereitung auf den Umgang mit multimedialen Inhalten und IT-Geräten sieht anders aus.
Bereit zur finanziellen Beteiligung
Weitere Ergebnisse der Studie: 88 Prozent der befragten Eltern halten es für wichtig, dass ihr Sprössling frühzeitig den Umgang mit Computern im Rahmen des Schulunterrichts erlernt. Dem gezielten pädagogischen Einsatz von Computern zur Vermittlung von Lehrinhalten schreiben mit 97 Prozent fast alle Eltern große Bedeutung zu. Und immerhin 16 Prozent der Eltern sind bereit, die Ausstattung der Klasse des eigenen Kindes mit Computern auch finanziell zu unterstützen.
Parallel-Welten im IT-Umgang: Schulen und Zuhause
Im Gegensatz zu den Eltern scheint Lehrern der Einsatz digitaler Medien im Unterricht nur bedingt wichtig zu sein. So ergab die Studie des Bundesverbands Bitkom, bei der 500 Lehrer an Oberschulen befragt wurden, dass lediglich ein Viertel der Lehrer in Deutschland digitale Medien mehrmals wöchentlich im Unterricht einsetzt, 40 Prozent nutzen den Computer gar nicht oder sehr selten.
Gleichwohl bescheinigten 77 Prozent der von Bitkom befragten Lehrer der Nutzung von digitalen Medien im Unterricht positive Effekte. Die Schüler lernten schneller und besser, wenn sie im Unterricht mit Computer und Internet arbeiteten, lautete das Urteil.
In deutschen Kinderzimmern hingegen hat der PC schon den Siegeszug angetreten: Laut der Umfrage von 1edu verfügen 60 Prozent der Kinder bereits über einen eigenen Computer, den diese zu gut 50 Prozent für Hausaufgaben oder Nachhilfeunterricht verwenden.
Computer: Prädikat pädagogisch wertvoll
Ebenso wie die Lehrer gab die überwiegende Mehrheit der von 1edu befragten Eltern, deren Kinder bereits Computer im Unterricht nutzen, an, ihr Kind habe deshalb mehr Freude am Unterricht und könne sich besser konzentrieren. Analog verhält es sich in den heimischen vier Wänden. Hier attestieren ebenfalls über 90 Prozent der Eltern, dass ihren Kindern die Hausaufgaben am Computer mehr Spaß machten und sie sich dabei besser konzentrieren könnten.
Hemmnis: Mangelnde Wartung
Als eine der Hauptursachen für den schleppenden Einzug digitaler Medien in den Schulen nennt die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft, GEW, die unzureichenden Wartung der Computer und die mangelhafte IT-Ausrichtung bei der Lehreraus- und Lehrerfortbildung. Außerdem ist die Finanzierung adäquater Soft- und Hardware eine zusätzliche Hürde für viele Schulen.
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