Marler Hersteller startet die Resellerkommunikation neu

»Maxdata soll wieder einen guten Namen im Channel bekommen«

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Handels-Relevanz im Fokus

Beim Partnerprogramm werde es keine »Kaffeemaschinen-Incetives« geben, kündigte der Maxdata-Manager an. »Wir wollen Fachhandels-relevante Angebote machen, beispielsweise einen Marketing-Check für die Partner anbieten«. Man werde sich auch durch die augenblicklichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht einschüchtern lassen. »Wir arbeiten mit voller Kraft an der Partnerschaft mit dem Handel. Denn jetzt werden die Weichen gestellt, um nach der Krise wieder erfolgreich zu sein«, ist Kwasnitza sicher.

Auf Produktseite ist die Ausrichtung ebenfalls klar umrissen: Konzentration auf das Server- und PC-Geschäft, in den nächsten Monaten mit Sicherheit keine Mobile-Geräte, und auch die Distribution von Druckern und anderen Peripherie-Geräten wird nicht wieder aufgenommen. Einzig Displays müssen im Portfolio verbleiben, um im Projektgeschäft komplette Angebote machen zu können. Hier setzt man allerdings nicht auf den alten Maxdata-Brand Belinea, sondern auf Philips. »Die passen am besten zu uns, denn der Brand hat einen B2B-Ausrichtung, entspricht den Anforderungen im Projektgeschäft und genießt hohe Achtung im Fachhandel«, erläutert Frank Kwasnitza.

Hinter der Monitormarke Philips steht allerdings nicht mehr der niederländische Konzern gleichen Namens, sondern die chinesische Technologie Group (TPV). Sie war 2004 als Fertiger von Philips beauftragt worden, im Juli 2008 folgte eine Vereinbarung, den Vertrieb ab Anfang 2009 ebenfalls an die Chinesen zu übertragen, und im Dezember 2008 wurde das Abkommen dahingehend erweitert, dass TPV, in Europa hauptsächlich durch den Brand AOC bekannt, nun auch die Assets des Philips-Vertriebs kauft, um beispielsweise die Ersatzteile im direkten Zugriff zu haben.

Desktop- und Server-Pläne

Die Desktop-PCs werden derzeit in Österreich gefertigt, bei der dortigen Maxdata-Niederlassung. Auch Rechner für die Quanmax-Töchter Gericom- und Chiligreen werden dort gebaut. Im zweiten Quartal soll es neue Produkte geben, darunter besonders kleine und leise Desktop-Rechner, die die Lücke zwischen Atom-CPU-Modellen und Leistungsbringern im Towergehäuse abdecken.

Das Server-Geschäft ist dagegen eine deutsche Domäne. Entwicklungsingenieure und Techniker wurden von der Maxdata AG übernommen, so dass man an das Know-how vergangener Tage anknüpfen könne. Wie Frank Kwasnitza betont, werde das auch heute noch geschätzt im Resellerkanal. Darüber wolle man Vertrauen bei Endkunden und Fachhändlern zurückgewinnen, ebenso mit neuen Produkten, die über die Intel-OEM-Technlogie hinausgehen und auf Eigenentwicklungen der Konzernmutter Quanta setzen. Erste Erfolge sind schon sichtbar: »Wir sehen beispielsweise, dass unsere Partner wieder mit Maxdata in Ausschreibungen gehen«, freut sich der Vertriebs-Chef.

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