Digitale Vermittlungsplattform Lyncronize: Check24 für Dienstleister und Projekte

Von Sylvia Lösel 3 min Lesedauer

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Das Schlagwort unserer Zeit ist Zusammenarbeit. Zu komplex sind viele Projekte, um sie alleine zu stemmen. Wer also Mitstreiter sucht, oder überhaupt erst einmal ein Projekt, der ist bei Lyncronize richtig. Und die intelligente Plattform kann noch mehr.

Lyncronize bringt sie alle zusammen: Partner, Projekte und Unternehmen.(Bild:  NicoElNino - stock.adobe.com)
Lyncronize bringt sie alle zusammen: Partner, Projekte und Unternehmen.
(Bild: NicoElNino - stock.adobe.com)

DevOps, Software Design und JavaScript. Diese drei Schlagworte in die Suchmaske eingeben und das System liefert die passenden Dienstleister für ein Projekt, das diese drei Skills erfordert. Das ist nur ein Beispiel für die Matching-Kompetenz von Lyncronize. Die Plattform versteht sich als Vermittlungsportal für IT-Dienstleister und kann anhand von über 8.000 Keywords nach passenden Projektpartnern suchen. Wer braucht so etwas?

Dr. Philipp Bitzer, Gründer und Geschäftsführer von Lyncronize(Bild:  Lyncronize)
Dr. Philipp Bitzer, Gründer und Geschäftsführer von Lyncronize
(Bild: Lyncronize)

Gründer und Geschäftsführer Dr. Philipp Bitzer, erklärt den Geschäftszweck der „Partnervermittlung“: „Wir helfen IT-Dienstleistern im KMU-Segment. Denn diese haben meist keinen expliziten Vertrieb, der sich um Neukunden- und Projekt-Akquise kümmert." Dank der Plattform können sie neue Projekte und Kunden entdecken, aber auch andere Dienstleister mit ins Boot holen, wenn sie bei einem Projekt einen Personalengpass haben, oder eine zusätzliche Spezialisierung benötigen. Denn gerade mittelständische Dienstleister sind stark dem Schweinezyklus ausgesetzt und hätten entweder zu viel oder zu wenig zu tun. Mit Hilfe der Plattform können diese Spitzen abgefedert werden.

Was ist die Geschäftsidee?

Lyncronize wurde zu Beginn der Coronapandemie, im März 2020 gegründet, die Idee entstammt einer Lehrstuhlausgründung für Skill Management. Bitzer und sein inzwischen zehnköpfiges Team haben diese weiterentwickelt und inzwischen rund 20.000 Dienstleister auf der Plattform. Den bisherigen Spitzenwert erreichten sie im vergangenen Mai, als rund 10.000 Projekte vermittelt wurden. Im Dezember hatte sich diese Zahl halbiert, um nun wieder langsam zu steigen. Daraus lassen sich immer auch Rückschlüsse auf den Markt ziehen. Bitzer: „Wir merken gerade eine deutliche Zurückhaltung auf Seiten der Projekt-Geber. Aber auch die Dienstleister geraten gerade unter Druck. Denn zum Jahresende wurden viele Verträge nicht verlängert.“

Wie können Dienstleister profitieren?

Umso wichtiger sei es, neben der Mitgliedschaft in traditionellen Verbundgruppen, eine zusätzliche Sourcing-Option im Köcher zu haben, die auch Antworten auf Fragen geben kann, wie: Was wird gerade stark nachgefragt? Welche Projekte sind gerade besonders lukrativ? Wo habe ich eine hohe Chance, das Projekt zu gewinnen? Denn Basis ist eine umfassende Datenbank, die permanent gefüttert wird. Und damit sich dort auch jeder wohlfühlt, und seine Daten gerne hinterlässt, behalten Kunden die Hoheit über ihr Profil. Bitzer: „Jeder kann sein Profil einstellen und entscheiden, ob es anonym bleiben soll oder reduziert angezeigt wird. Jeder kann auch selbst entscheiden, wem er das Profil anzeigen möchte. Somit hat man die absolute Kontrolle."

Ein weiterer wichtiger Punkt war den Gründern, dass es die Technologie einfach macht, die Daten zu hinterlegen. So genügt es beispielsweise, die Webseite zu hinterlegen und das System scannt die Inhalte und macht Vorschläge, um welche Begriffe das Profil noch ergänzt werden kann. Hilfreich ist dabei, dass Lyncronize mit Unschärfe umgehen kann. Wenn also ein Anbieter sich sehr spezifisch beschreibt, der potenzielle Auftraggeber aber noch gar nicht so sehr im Thema drin ist, dann kann die Plattform die beiden trotzdem als passende Partner identifizieren. Und klar ist auch: je mehr Daten, desto besser werden die Algorithmen trainiert. Bereits heute kann man auf der Plattform regional suchen, oder die Größe des Partners definieren – rund 50 derartige Parameter sind bereits hinterlegt.

Bitzer und sein Team wollen für Dienstleister ein niederschwelliges Angebot bereitstellen, das schnelle Kontaktmöglichekiten bietet.

Welche Kosten fallen an?

„Es gibt ein Grundkontingent an Projekten, die man kostenfrei ausschreiben kann“, erläutert Bitzer. Das Datenmodul kostet dann aber extra, und einen Rahmenvertrag anzulegen ist ebenfalls kostenpflichtig. Kostenlos dagegen ist die Basisvariante für die Dienstleister. Apropos: Rahmenvertrag. Diesen bietet Lyncronize ebenfalls an und fungiert als Vertragspartner, wenn ein Auftraggeber lieber nicht mit einem kleineren Dienstleister direkt einen Vertrag unterzeichnen möchte.

Wo geht es hin? Ziele 2023

Zunächst steht nun die Expansion nach Österreich und in die Schweiz an, sowie ein noch einfacheres Handling. ChatGPT könnte dabei helfen. Denn in Kombination mit dem Knowhow von Lyncronize ließen sich daraus sehr schnell Leistungsbeschreibungen für Projekte generieren. Vielleicht ein Booster für noch mehr Projektangebote auf der Plattform. Das große Ziel ist jedenfalls: „Das Branchenbuch für die IT-Dienstleister in der DACH-Region zu werden“.

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