„Schwarz Digits“ Lidl startet das Powerhouse

Von Dr. Dietmar Müller 2 min Lesedauer

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Die Schwarz Gruppe bündelt ihre digitalen Kompetenzen in einem Powerhaus für den gesamten Konzern. Ziel der neu eingesetzten Doppelspitze sind souveräne Lösungen rund um Cloud, Security, E-Commerce und Retail Media, die auch externen Anwendern zur Verfügung gestellt werden sollen.

Ein neues Powerhaus stellt die IT-Infrastruktur für das komplette Ökosystem der Unternehmen der Schwarz Gruppe bereit.(Bild:  Schwarz Gruppe)
Ein neues Powerhaus stellt die IT-Infrastruktur für das komplette Ökosystem der Unternehmen der Schwarz Gruppe bereit.
(Bild: Schwarz Gruppe)

Die Schwarz Gruppe, u.a. durch Lidl und Kaufland allgemein bekannt, hat eine neue Sparte ausgegründet, die auch als Powerhaus für den Gesamtkonzern fungieren wird. Unter Leitung der beiden Co-CEOs Christian Müller und Rolf Schumann, vereint Schwarz Digits künftig die Schwarz IT, Schwarz Digital, Stackit, XM Cyber, Kaufland e-commerce, Lidl e-commerce, der Retail Media-Anbieter Schwarz Media und die Full-Service-Digitalagentur mmmake. Insgesamt seien 7.500 Mitarbeiter in der neuen Sparte tätig.

Schwarz Digits steht unter der Leitung der beiden Co-CEOs Christian Müller und Rolf Schumann.(Bild:  Schwarz Gruppe)
Schwarz Digits steht unter der Leitung der beiden Co-CEOs Christian Müller und Rolf Schumann.
(Bild: Schwarz Gruppe)

Das neue Powerhaus stellt die IT-Infrastruktur und Lösungen für das komplette Ökosystem der Unternehmen der Schwarz Gruppe bereit und soll es entsprechend weiterentwickeln. Davon profitieren u.a. rund 13.700 Filialen und 575.000 Mitarbeiter in 32 Ländern. Bald sollen aber auch andere Endkunden, Unternehmen und Organisationen der öffentlichen Hand bedient werden.

„Aus unserem starken Handelskern heraus entwickeln wir unser Ökosystem kontinuierlich weiter. Es gehört zur DNA der Unternehmen der Schwarz Gruppe, in Geschäftsfelder zu investieren, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf lange Sicht beeinflussen“, erläutert Gerd Chrzanowski, Komplementär der Schwarz Gruppe. „Wir investieren jährlich circa acht Milliarden Euro in strategische Projekte und zukunftsweisende Geschäftsfelder. Zu diesen zählen auch die Digitalisierung und IT. Durch die Ausgründung einer eigenen IT- und Digitalsparte können wir künftig noch schneller skalieren und uns optimal am Markt platzieren.“

Chrzanowski nennt weiter „Souveränität“ als ausschlaggebendes Kriterium für die Neugründung – er möchte möglichst unabhängig von außereuropäischen Anbietern agieren. „Mit der Stärke des größten Händlers Europas im Rücken bauen wir selbst souveräne, verlässliche und vertrauensvolle IT-Lösungen und digitale Services“, erklärt flankierend Christian Müller, frisch gebackener Co-CEO. „Dabei ist unser Alleinstellungsmerkmal, dass wir selbst unser kritischster Kunde sind: Nur wenn IT-Lösungen für unsere eigene umfangreiche und komplexe IT-Infrastruktur stabil funktionieren und einen echten Mehrwert schaffen, bieten wir sie extern an – beispielsweise unsere Stackit Cloud oder das Cyber Sicherheitsangebot von XM Cyber.“

Die Unternehmen der Schwarz Gruppe erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2022 einen Gesamtumsatz von 154,1 Milliarden Euro. Zum 1. Oktober gab es innerhalb der Schwarz Gruppe zudem weitere größere Umgruppierungen und Neupositionierungen, in dessen Zuge auch zwei der bisherigen Vorstandsvorsitzenden, namentlich Carsten Theurer, bisheriger Verantwortlicher für der Schwarz Dienstleistung, und Thomas Kyriakis, bis dato Chef von PreZero, „aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die strategische Ausrichtung der Unternehmen der Schwarz Gruppe“ ausschieden.

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