Tableau-Studie Lange Meetings effizienter gestalten

Autor Heidi Schuster

Nach so manchem Meeting kommt das Gefühl auf, dass die Essenz daraus auch in 10 Minuten statt in anderthalb Stunden hätte besprochen werden können. Laut einer Studie von Tableau gibt es Hilfsmittel gegen überlange, ineffiziente Besprechungen.

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Eine Tableau-Studie zeigt auf, wie man vom „Meeting Fatigue“ zu effizienten Entscheidungen kommen kann.
Eine Tableau-Studie zeigt auf, wie man vom „Meeting Fatigue“ zu effizienten Entscheidungen kommen kann.
(Bild: Blue Planet Studio - stock.adobe.com)

Alle Fakten auf den Tisch, konstruktive Meinungen und Vorschläge und zack ist das Meeting auch schon vorbei. Das ist die Wunschvorstellung, der Alltag bringt aber meist überlange und ineffiziente Besprechungen mit sich. Eine Umfrage von YouGov, die im Auftrag von Tableau durchgeführt wurde, untersucht, welche Rolle Daten bei Geschäftsentscheidungen spielen, welche Faktoren eine erfolgreiche Meeting-Kultur auszeichnen und wie diese sich in der Pandemie verändert hat.

Laut den Befragten gibt es ein Hilfsmittel gegen langatmige Meetings: 74 Prozent der C-Level-Führungskräfte glauben, dass visualisierte Daten dazu beitragen können präzisere Entscheidungen zu treffen. 47 Prozent nutzen auch mindestens wöchentlich ein Datenanalyse-Tool.

Meetings in der Pandemie

15 Millionen Menschen gehen laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Deutschland einer Bürotätigkeit nach. Covid-19 hat für viele ihren Arbeitsalltag abrupt in den virtuellen Raum verlagert. Die befragten Führungskräfte sehen einen deutlichen Vorteil der neuen Situation: Es sei nun einfacher, mehr Personen an Gesprächen teilnehmen zu lassen (60 %). Je mehr Teilnehmende, desto wichtiger sind eine stringente Agenda und solide Grundlage für Entscheidungen. Ansonsten wird es für alle Beteiligten anstrengend – es kommt zum „Meeting Fatigue“.

Eine Rückkehr zu den Gewohnheiten von vor der Pandemie, erwarten die Befragten übrigens nicht: 57 Prozent von ihnen sind zwar davon überzeugt, dass Besprechungen nach der Pandemie wieder im Büro stattfinden. Nur 17 Prozent glauben, dass virtuelle Meetings die Regel werden. Hybride Lösungen halten jedoch 26 Prozent der Studienteilnehmer für plausibel.

Zu lange, kein Anlass und keine Ziele

Behindert werden geschäftliche Gespräche für 45 Prozent der Befragten durch zeitintensive Meetings, die ohne konkreten Anlass oder Ziele abgehalten werden. Dies führt zu einem Mangel an soliden Ergebnissen und Maßnahmen. Die Büroarbeiter haben sich in der Pandemie nicht nur mit neuen Kommunikations-Tools beholfen, sondern auch ihr Verhalten bereits daran angepasst: Sie sind deutlicher in der Zielsetzung (37 %) und bereiten sich detaillierter vor (30 %).

Daten in Business-Meetings

Daten bringen zahlreiche Vorteile für die Qualität und Effizienz von Geschäftsentscheidungen. 75 Prozent der Teilnehmenden gaben an, sich dank Daten auf das Wesentliche konzentrieren zu können. Ebenso viele Befragte sehen in Daten ein Instrument, Vertrauen in Entscheidungen zu schaffen (75 %). Eine Mehrheit der Führungskräfte nutzt Daten in ähnlichem Umfang wie vor dem Beginn der Pandemie (45 %). 37 Prozent der Befragten geben an, dass sie Daten „mehr“ oder „viel mehr“ nutzen. Die größten Hindernisse für die Datennutzung in Geschäftsmeetings sind mangelndes Datenverständnis (49 %) und die fehlende Fähigkeit, aus den Informationen hilfreiche Erkenntnisse zu gewinnen (52 %).

Über die Studie


Für die Studie wurden insgesamt 1.977 Führungskräfte aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Schweden, Brasilien, Singapur, Japan und Australien befragt; 220 davon aus Deutschland.

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