Nvidia RTX A2000 und Omniverse-Erweiterungen Kleine Profi-Karte und großes 3D-Ökosystem

Autor: Klaus Länger

Nvidia stellt mit der RTX A2000 eine sparsame und kompakte Workstation-Grafikkarte vor, die sich auch für KI-Anwendungen eignet. Zudem wird die 3D-Plattform Omniverse erweitert, die ein verteiltes Teamwork in Echtzeit bei 3D-Projekten erleichtert.

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Die kompakte RTX A2000 basiert auf einer Ampere-GPU mit 3.328 Cuda-Cores, 104 Tensor-Cores und 26 RT-Cores. Die Low-Profile-Karte ist mit 6 GB GDDR6 bestückt und soll mit maximal 70 Watt auskommen.
Die kompakte RTX A2000 basiert auf einer Ampere-GPU mit 3.328 Cuda-Cores, 104 Tensor-Cores und 26 RT-Cores. Die Low-Profile-Karte ist mit 6 GB GDDR6 bestückt und soll mit maximal 70 Watt auskommen.
(Bild: Nvidia)

Auf der virtuell stattfindenden Siggraph 2021 hat Nvidia den Vorhang für eine neue Workstation-Grafikkarte mit Ampere-Architektur gelüftet. Die RTX A2000 ist das kleinste Modell der Familie, und das ist wörtlich zu verstehen. Denn sie belegt zwar zwei Slots auf dem Mainboard, hat dafür aber nur die halbe Bauhöhe und ist mit knapp 17 Zentimetern relativ kurz. Mit der Low-Profile-Karte kommt Nvidia dem aktuellen Trend zu kompakten Workstations entgegen. Die Basis der RTX A2000 ist eine GA106-GPU mit 3.328 Cuda-Cores sowie 104 Tensor- und 26 Raytracing-Cores, die bis zu 8 Teraflops schaffen soll. Der über ein 192-Bit-Interface angebundene Grafikspeicher ist 6 GB groß. Die GRRD6-Chips beherrschen ECC. Für den Anschluss von Monitoren stellt die Karte vier Mini-DisplayPorts 1.4 bereit. Nvidia betont die hohe Effizienz der RTX A2000, die maximal 70 Watt konsumieren soll und ohne zusätzliche 12-Volt-Stromversorgung auskommt. Die PCI-Express-4.0-Karte soll im Oktober verfügbar sein. Einen Preis hatte der Hersteller bisher für die USA: Dort soll die RTX A2000 etwa 450 US-Dollar kosten.

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Erweiterung für das Omniverse-Ökosystem

Mit Omniverse hat Nvidia eine Plattform geschaffen, mit der verteilte Teams leichter gemeinsam in Echtzeit an verschieden Teilen von 3D-Projekten arbeiten können. Die Grundlage bilden dabei die Datenbank-Engine Omniverse Nucleus und die von Pixar als Open Source entwickelte Universal Scene Description (USD), die 2016 auf der Siggraph vorgestellt wurde, verbunden mit PhysX, MDL und der RTX-GPU-Technologie für die Modellierung physikalischer Effekte, Materialien und Realtime Path Tracing. Zudem können auch KI-Anwendungen eingebunden werden. Gemeinsam mit der Blender-Community hat Nvidia eine USD-Unterstützung für die 3D-Software entwickelt, die in der Version 3.0 von Blender kommen soll und sich derzeit noch im Alpha-Stadium befindet. Zudem kooperiert Nvidia mit Adobe bei der Entwicklung eines Omniverse-Plugins für Substance 3D.

Nvidia öffnet derzeit Omniverse für die eigene Entwickler-Community, im Herbst soll Omniverse Enterprise als kommerzielle Plattform für Firmenkunden an den Start gehen.

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