Regulatorische Vorgaben wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz verlangen eine präzise Berichterstattung von Unternehmen. Die Integrity-Next-Plattform möchte für Transparenz in der Lieferkette sorgen und mit KI das Nachhaltigkeitsmanagement verbessern.
Nutzer von Integrity Next können aus 37 Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen wählen, um Lieferketten nachhaltiger zu machen.
(Bild: Midjourney/ KI-generiert)
Vorgaben wie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) und die Corporate Sustainability Directive (CSRD) nehmen die Unternehmen in stark in die Verantwortung. So müssen sie beispielsweise die Einhaltung der Menschenrechte in ihren globalen Lieferketten nachweisen. Der Gesetzgeber forderte Unternehmen unter anderem auf, ein Management einzurichten, das umweltbezogene oder menschenrechtliche Risiken erkennt. Gerade IT-Dienstleister, Berater und Systemintegratoren müssen hilfreiche Lösungen anbieten, um bei der wachsenden Anzahl von Vorgaben den Durchblick zu behalten. Die Entwickler der Plattform Integrity Next kümmern sich genau um diese ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) und stellten neue KI-gestützte Lösungen vor, um Bürokratie und Nachhaltigkeit leichter unter einen Hut zu bekommen.
Mit KI die ESG-Vorgaben einhalten
Integrity Next ist eine Cloud-basierte und KI-gestützte Plattform, die die eigenen Lieferketten überprüfen kann. Dazu werden Lieferanten automatisiert nach Nachhaltigkeitsrisiken wie Kinderarbeit, Arbeitssicherheit oder Umweltverschmutzung eingeteilt. Parallel dazu macht sich die KI auf den Weg und durchforstet Medien und soziale Netzwerke nach kritischen Meldungen und verknüpft sie mit den dazugehörigen Lieferanten (Critical News Monitoring).
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Laut Integrity Next eignet sich die KI bestens, um Risiken durch die Analyse großer Datenmengen frühzeitig zu erkennen und unterstützt die Compliance-Überwachung und bietet umfassende Supply-Chain-Analysen. Zudem ermögliche die KI Prognosen für potenzielle Störungen, validiert Daten automatisch und erleichtert Benchmarking, um Unternehmen bei der Einhaltung von ESG-Vorgaben zu unterstützen und gleichzeitig ihre betriebliche Effizienz zu steigern.
Die Lieferkette dekarbonisieren
Nutzer können mit der Plattform ihre Lieferketten mit einer Vielzahl von KPI überprüfen und visualisieren. Der Carbon Emissions Navigator der Plattform behält beispielsweise die CO2-Emissionen im Blick und ermöglicht es, den Ausstoß für das eigene Unternehmen zu tracken. Dieses Tool erlaubt Unternehmen, ihre CO2-Emissionen entlang der gesamten Lieferkette (Scope 1, 2 und 3) zu verfolgen. Die Ergebnisse dienen als Entscheidungsgrundlage, um die Emissionen dauerhaft zu reduzieren. Der Carbon Emissions Navigator automatisiert die Erfassung von Emissionsdaten, überwacht Fortschritte bei Dekarbonisierungszielen und prognostiziert verbleibende Einsparungen. Zudem bindet das Tool Lieferanten ein, um gemeinsame Klimaziele zu fördern und globale Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen.
Des Weiteren stellte Integrity Next eine Lösung zur EU Deforestation Regulation (EUDR) vor. Die EU-Regelung gilt ab 30.Dezember 2024 und betrifft Unternehmen, die mit Holz, Kaffee, Kakao, Soja, Palmöl, Kautschuk oder Rindern handeln, verarbeiten oder daraus Erzeugnisse herstellen. Die Lösung vereinfacht die EUDR-Compliance durch automatisierte Datenerfassung, Risikoanalyse und Berichterstattung. Sie ermöglicht die automatische Identifizierung relevanter Produkte und deren Risikobewertung, erleichtert die Datensammlung und -verifizierung von Handelspartnern, erfasst Geolokationsdaten für verknüpfte Landflächen. Die Berichterstattung an das EU-Register soll so vereinfacht werden. Nutzer können sich in einem Dashboard einen Überblick verschaffen.
Multi-Tier Dashboard
Als letzte Neuerung erhält die Plattform eine Multi-Tier Supply Chain Visibility Lösung. Hierzu kann der Nutzer einfach ein Produkt, wie beispielsweise eine elektrische Bohrmaschine in die Maske eingeben. Die Software schlüsselt dann die einzelnen Bestandteile des Produkts auf. Durch die systematische Erfassung und Bewertung von Risiken entlang der gesamten Lieferkette können kritische Knotenpunkte identifiziert und priorisiert werden. Dies erleichtert es Unternehmen, gezielte Maßnahmen zur Risikominderung zu ergreifen und eine resiliente Lieferkette zu gewährleisten. Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit, Lieferantendaten direkt aus der Lieferkette zu visualisieren und in benutzerdefinierbaren Karten darzustellen.
Stand: 08.12.2025
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