Dell-Neuheiten für KI-Anwendungen KI-Lösungen mit Nvidia und AMD

Von Klaus Länger 2 min Lesedauer

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Auf der Supercomputing-Conference SC25 hat Dell eine Reihe von KI-Lösungen auf Nvidia- und auch auf AMD-Basis präsentiert. Sie bilden das Fundament für Dells AI-Factory-Ansatz, mit dem KI schneller nutzbar gemacht werden soll.

KI mit AMD: Der flüssigkeitsgekühlte Dell Poweredge XE9785L ist mit acht Instinct-MI355X-GPUs bestückt. Den CPU-Part übernehmen zwei Epyc-Prozessoren der Serie 9005.(Bild:  Dell Technologies)
KI mit AMD: Der flüssigkeitsgekühlte Dell Poweredge XE9785L ist mit acht Instinct-MI355X-GPUs bestückt. Den CPU-Part übernehmen zwei Epyc-Prozessoren der Serie 9005.
(Bild: Dell Technologies)

Der Großteil der GPU-Server, die weltweit für KI-Anwendungen aller Art genutzt werden, baut auf Nvidia-GPUs auf. Aber AMD hält mit neuen stärkeren Instinct-GPUs und verbesserter Software gegen, um die Nvidia Dominanz zu brechen. Dell hat auf der Supercomputing-Konferenz SC25 in St. Louis zwei neue KI-Systeme auf AMD-Basis vorgestellt: den luftgekühlten Poweredge XE9785 im 10U-Chassis und den direkt flüssigkeitsgekühlten XE9785L, der mit drei Höheneinheiten im Rack auskommt. Beide sind mit acht Instinct-MI355X-GPUs und zwei Epyc-Prozessoren ausgerüstet. Die GPUs basieren auf AMDs CDNA-Gen4-­Architektur und nutzen 288 GB HBM3E. Zudem sind sie mit AMDs eigenen 400GbE-KI-NICs Pensando Pollara 400 ausgestattet. Beide sind noch dieses Jahr verfügbar. Die bereits angekündigten Poweredge-Server XE7740 und XE7745 als Teil von Dells AI Factory mit NVIDIA sind nun lieferbar. Die mit PCIe-Karten der -Nvidia-Blackwell- oder Hopper-Generation lieferbaren Systeme sind vor allem für Inferencing und Agentic-AI-Lösungen ausgelegt. Beim XE7740 übernehmen zwei Intel-Xeon-6-Prozessoren den CPU-Part, beim XE7745 zwei Epyc-9006-Prozessoren von AMD.

Der direkt flüssigkeitsgekühlte Poweredge XE8712 auf Basis von Nvidias GB200-NVL4-Architektur ist nun ebenfalls verfügbar. In einem von IR7000-Rack arbeiten bis zu 144 Nvidia-Blackwell-GPUs. Laut Dell ist das die branchenweit höchste GPU-Dichte in einem Standard-Rack. Für die Flüssigkeitskühlung hat der Hersteller zudem eigene CDUs und Rack-Controller vorgestellt.

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Automatisierung für das Deployment von KI-Anwendungen

Damit die Kunden KI-Lösungen im eigenen Rechenzentrum schneller ausrollen können, wird die Dell Automation Platform auf die AI Factory erweitert. Die Automatisierungsplattform enthält eine Reihe von Workload-Blaupausen, die es ermöglichen, bis zu 30 Arbeitsschritte zu automatisieren und so die Zeit für die Installation der Workloads auf teilweise zehn Minuten zu drücken. Zudem stellt Dell in Kooperation mit Tabnine einen Code-Assistenten zur Verfügung und mit Cohere North eine Plattform für die Entwicklung und das Ausrollen von KI-Agenten. Unternehmen, bei denen KI-Projekte noch in der Pilotphase stecken, können über neue Dell Professional Services auf schlüsselfertige Vorlagen zugreifen. Mit diesen können sie KI-Pilotprojekte mit Echtdaten durchführen, um sie besser zu bewerten.

Storage und Netzwerk für KI

Für das KI-Storage mit Powerscale und Objectscale kommt die Integration mit der NIXL-Bibliothek, einem Teil von Nvidia KV-Cache-Offload-Engine Dynamo. So wird die GPU-Auslastung verbessert und die Zeit bis zum ersten Token minimiert. Bei PowerScale unterstützt Dell künftig parallel NFS (pNFS) in Kombination mit Flexible File Layout.

Für die schnelle Anbindung von GPU-Servern stellt Dell die Powerswitch-Serie Z9964 auf Basis von Broadcoms Tomahawk-6-Chipsatz vor. Sie besteht aus dem luftgekühlten Z9964F-ON und dem Z9964FL-ON mit Flüssigkeitskühlung. Die Switching-Kapazität soll bei bis zu 102.4 TB pro Sekunde liegen.

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