Künstliche Intelligenz im Alltag KI: Gratwanderung zwischen Nutzen und Herausforderungen

Ein Gastbeitrag von Eve Maler* 3 min Lesedauer

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Unser Alltag dreht sich um Daten, ohne dass wir uns dessen bewusst sind – seien es Smartphone-Apps, Spamfilter, KI-gestützte Assistenten, personalisierte Werbung oder autonomes Fahren. Wie können wir uns in dieser Welt auf eine sichere Art und Weise bewegen?

Die meisten Nutzer wissen nicht, wie ihre personenbezogenen Daten erfasst und verwendet werden oder wie sie die Datenerhebung einschränken können. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die meisten Nutzer wissen nicht, wie ihre personenbezogenen Daten erfasst und verwendet werden oder wie sie die Datenerhebung einschränken können.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Künstliche Intelligenz spielt eine entscheidende Rolle, indem sie Firmen dabei hilft, Daten zu navigieren, zu analysieren und daraus Erkenntnisse zu gewinnen, die intelligentere strategische Entscheidungen ermöglichen. Mit KI können Herausforderungen in einer Geschwindigkeit und in einem Umfang bewältigt werden, die sonst nicht möglich wären. Laut Bitkom sieht die große Mehrheit der deutschen Unternehmen KI als Chance und jedes zehnte Unternehmen plant, 2023 in KI zu investieren.

Gerade im Bereich der Cybersicherheit kann KI sowohl die Effizienz als auch das Sicherheitsniveau deutlich erhöhen, indem sie IT-Verantwortliche frühzeitig auf ungewöhnliche Aktivitäten in den Netzwerken ihres Unternehmens aufmerksam macht. So können schnelle und fundierte Entscheidungen getroffen werden, um die Sicherheit des Betriebs und der Nutzer zu gewährleisten. Angesichts der wachsenden Bedrohung durch unberechtigte Zugriffe und Angriffe benötigen Firmen einen besseren Schutz, um sich wieder voll auf ihr Kerngeschäft konzentrieren zu können.

Künstliche Intelligenz als Herausforderung für den Datenschutz

Eine der größten Herausforderungen für den Datenschutz durch KI besteht darin, dass sie ein bereits bestehendes Problem verschärft, nämlich dass viele Menschen keine ausreichende Kontrolle darüber haben, wie ihre Daten verwendet und weitergegeben werden. Die meisten Nutzer wissen nicht, wie ihre personenbezogenen Daten erfasst und verwendet werden oder wie sie die Datenerhebung einschränken können. Personenbezogene Daten beschränken sich dabei nicht nur auf die eigene Einkaufshistorie oder die Nutzungsdaten von Apps, sondern können beispielsweise auch Bilder und Videos von Überwachungskameras, Standortdaten oder sogar Gesundheitsinformationen umfassen. Da KI auf Datenvolumen von Big Data angewiesen ist, um wirklich nützliche Erkenntnisse zu liefern und sie im Rahmen von verschiedenen Diensten und Anwendungen eingesetzt wird, stellt sie mit der Zeit auch ein immer größeres Risiko für den Schutz personenbezogener Daten dar.

Wenn Unternehmen mithilfe von KI verwertbare Erkenntnisse gewinnen wollen, müssen sie das Vertrauen der Endverbraucher gewinnen, indem sie höchste Anforderungen an Datenschutz, Transparenz und Compliance erfüllen. Der Einsatz von KI muss so transparent und einfach wie möglich gemacht werden.

Personenbezogene Daten mithilfe von KI verwalten

Personenbezogene Daten werden sehr schnell selbst zu Big Data. Dementsprechend kann das Vertrauen der Endverbraucher in Dienste und Anwendungen gestärkt werden, wenn diese ihnen relevante Informationen und Einblicke in die Erhebung und Verwendung ihrer Daten bieten. Letztlich werden Dienstleister und Organisationen KI auch dafür einsetzen, um Endverbrauchern diesen Einblick und diese Kontrolle über die Erhebung und Verwendung ihrer personenbezogenen Daten zu verschaffen.

Diese Art der Verwaltung personenbezogener Daten wird drei Schritte erfordern:

  • Eine zwingend erforderliche und zu achtende Zustimmung des Nutzers bei der erstmaligen Datenfreigabe. Dies bedeutet, dass man den Nutzer ohne Zwänge und Druck selbst entscheiden lässt – und dass dieser seine Meinung auch jederzeit nachträglich ändern kann.
  • Es müssen Systeme existieren, die Nutzerabsichten und -zustimmungen bei der Erhebung und Verwendung von personenbezogenen Daten sinnvoll antizipieren können. Denn es wäre höchst unpraktisch, wenn nicht unmöglich, einen Nutzer für jede Datenerhebung zu jedem Zweck gesondert um Einwilligung zu bitten. Daher ist ein System erforderlich, das in der Lage ist, Einverständniserklärungen sinnvoll zu verallgemeinern und entsprechende Nutzerabsichten zu antizipieren. Hier kommt KI-gestütztes Datenmanagement ins Spiel, das neue Zustimmungen auf Grundlage zuvor erteilter, entsprechend der tatsächlichen Nutzerabsichten korrekt ableiten kann oder dem Nutzer vereinfachte Zustimmungsoptionen vorlegt, aus denen sich weitere Zustimmungen ableiten lassen.
  • Unternehmen müssen KI-gestützte Zustimmungsprozesse entwickeln, die mit den zunehmenden Nutzerdaten skalierbar sind. Nur so können die Datenmengen, die von Nutzern, Diensten und Geräten erhoben und erzeugt werden, automatisiert verwaltet werden, damit die Nutzer bewusste Entscheidungen über ihre Daten treffen können.

Im Laufe der nächsten fünf Jahre wird KI die Art und Weise revolutionieren, wie wir leben, arbeiten und unsere Freizeit verbringen. Die Dynamik, Komplexität und Herausforderungen der KI werden jedoch auch Risiken mit sich bringen. Damit in Zukunft jeder die Möglichkeiten der KI optimal nutzen kann, ist es daher wichtig, die Nutzer in die Lage zu versetzen, sinnvolle und fundierte Entscheidungen über ihre Daten zu treffen.

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal Industry of Things

* Eve Maler ist CTO bei Forge Rock.

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