Managed Intelligence Alliance KI für KMU: GTIA-Allianz will Standards für MSPs schaffen

Von Sylvia Lösel 3 min Lesedauer

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Wie wird aus KI ein sicheres Serviceangebot? Die GTIA will das mit einer neuen Allianz beantworten. Gemeinsam mit Pax8, Microsoft und Crowdstrike entstehen herstellerneutrale Standards und Akkreditierungen für KI-Services im Mittelstand, verfügbar auch für Nichtmitglieder.

Gemeinsam Standards und Prozesse definieren, um KI sicher und skalierbar für KMU zur Verfügung stellen zu können: das ist das Ziel der neuen Allianz.(Bild: ©  TensorSpark - stock.adobe.com)
Gemeinsam Standards und Prozesse definieren, um KI sicher und skalierbar für KMU zur Verfügung stellen zu können: das ist das Ziel der neuen Allianz.
(Bild: © TensorSpark - stock.adobe.com)

Die Global Technology Industry Association (GTIA) hat eine Allianz ins Leben gerufen, die IT-Dienstleister (ITSPs) dabei unterstützen soll, KI bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sicher und skalierbar bereitzustellen.

Das Problem: Vom Kundeninteresse zum wiederholbaren KI-Angebot

KI wird für den IT-Channel zunehmend zum Geschäftsfeld. Viele Dienstleister haben laut GTIA aber noch keinen praktikablen Weg vom Kundeninteresse zu einem sicheren, skalierbaren Angebot. GTIA-CEO Dan Wensley: „KI schafft eine enorme Chance für den Channel, aber Vertrauen muss an erster Stelle stehen. Die Branche braucht gemeinsame Standards und praxistaugliche Leitlinien.“ Die Allianz soll Dienstleistern helfen, passende Anwendungsfälle zu identifizieren, Bereitstellungsmodelle aufzubauen und KI im großen Maßstab sicher zu managen.

Wer dabei ist

Den Vorsitz übernimmt Rob Rae, Corporate Vice President of Community and Ecosystems bei Pax8 und Mitglied des GTIA-Verwaltungsrats. Die operative Leitung liegt bei Carlo Tortora Brayda. Er wurde von der GTIA neu geholt und ist dort Vice President Industry Standards sowie Director der Managed Intelligence Alliance. Als Gründungsmitglieder sind dabei:

  • Pax 8
  • Crowdstrike
  • Cynet
  • F1 Information Technologies
  • Lyra
  • Microsoft
  • New Charter
  • Ninjaone
  • Rev.ioDomain prüfen
  • Sourcepass

Vier Schwerpunkte der Allianz

  • Offene Spezifikationen: Frameworks und Protokolle, die den Datenaustausch im Managed-Intelligence-Ökosystem einheitlicher machen.
  • Capability Standards: Mindestanforderungen für das Angebot von Managed Intelligence im Channel.
  • Akkreditierungsprogramme: herstellerneutrale Prüfung der Fähigkeiten von Dienstleistern und Herstellern, entwickelt gemeinsam mit dem Consortium for Responsible IT Services.
  • Research und Intelligence: Marktforschung, technische Analysen und politische Handlungsempfehlungen für einen sich schnell wandelnden Markt.

Standards sollen frei verfügbar sein

Teilnehmende Mitglieder arbeiten in Arbeitsgruppen mit. Sie können dort den Vorsitz übernehmen und Forschung, Standards, Akkreditierungsrahmen und Best Practices mitentwickeln. Die GTIA will Standards und Akkreditierungs-Frameworks offen und kostenlos veröffentlichen, also auch für Nicht-Mitglieder. Die Allianz steht allen Organisationen aus dem Channel-Ökosystem offen, die ihre Mission teilen und die Mitgliedschaftsvoraussetzungen erfüllen.

Pax8: „Vertrauen ist die Herausforderung“

Rob Rae sieht den Channel in einer Schlüsselrolle: „Die Möglichkeiten rund um KI sind enorm. Die Leistungsfähigkeit ist aber nicht mehr die Herausforderung – Vertrauen ist es.“ Unternehmen wollten vorankommen, bräuchten aber die Gewissheit, dass KI sicher eingesetzt, verantwortungsvoll gesteuert und an echte Ergebnisse geknüpft werde. Die Allianz solle KI „von einem Technologiethema zu einem Geschäftsvorteil“ machen. Nick Heddy, President und Chief Commerce Officer bei Pax8, ergänzt: Kleine Unternehmen brauchten praktische und sichere Wege, KI zu nutzen. Dazu gehörten Umsetzungskompetenz, solide Governance und vertrauenswürdige Berater. Die Allianz könne den Channel stärken und KMU einen verlässlichen Weg zu Ergebnissen bieten.

Was heißt das für Systemhäuser und MSPs?

Für viele KMU hängt die KI-Einführung laut GTIA von Technologiepartnern ab, denen sie bereits vertrauen. Channel-Partner können Anwendungsfälle identifizieren sowie KI sicher und verantwortungsvoll implementieren und betreiben. Die Allianz soll diese „letzte Meile“ unterstützen und KI-Services wiederholbar machen. Die Allianz verspricht vor allem Orientierung. Wer KI-Services für den Mittelstand aufbaut, bekommt künftig möglicherweise einheitliche Mindestanforderungen und ein herstellerneutrales Zertifizierungsmodell als Referenz. Das kann Vertrieb und Kundengespräche erleichtern, weil Anbieter ihre Qualität belegen können. Wie die Standards und Akkreditierungen konkret aussehen und wann sie kommen, ist bislang offen. Die GTIA nennt keine Zeitpläne. Für den europäischen Markt dürfte relevant sein, wie die Standards zu regulatorischen Vorgaben passen.

Wer ist die GTIA?

Die Global Technology Industry Association (GTIA) ist nach eigenen Angaben die einzige herstellerneutrale Non-Profit-Mitgliedergemeinschaft, die den weltweiten IT-Channel verbindet und vertritt. Sie bietet ihren Mitgliedern Ressourcen und Networking. Seit der Integration der ASCII Group, die seit 1984 MSPs, MSSPs und Solution Provider in Nordamerika betreut, wächst die Community weiter. Weltweit vertritt die GTIA nach eigenen Angaben Hunderttausende Fachkräfte aus knapp 4.000 ITSPs, Herstellern, Distributoren und anderen Unternehmen des IT-Channels. Hier geht es zur GTIA-Website.

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