CISO AI Risk Report 2026 Keine Kontrolle über KI-Identitäten

Von Serina Sonsalla 2 min Lesedauer

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Wer kontrolliert die KI? Eine neue Saviynt-Studie beleuchtet, wie internationale Führungskräfte KI-Identitäten steuern – und wo Governance-Strukturen fehlen.

Wer zieht noch die Fäden? Autonome KI-Systeme stellen Governance und Sicherheit in Unternehmen infrage.(Bild: ©  Autism in Focus - stock.adobe.com / KI-generiert)
Wer zieht noch die Fäden? Autonome KI-Systeme stellen Governance und Sicherheit in Unternehmen infrage.
(Bild: © Autism in Focus - stock.adobe.com / KI-generiert)

„Die Frage ist nicht mehr, ob KI kommt, sondern wie wir sie sicher steuern“, sagt Josef Nemecek, CTO DACH von Saviynt. „Und vor allem: Wer überwacht KI, die zur Sicherheit genutzt wird? Und wer überwacht den Administrator?“

Eine von Saviynt veröffentlichte Studie beleuchtet die zunehmende Autonomie von KI-Systemen in Unternehmen kritisch. Für die Untersuchung, die Ende Oktober 2025 durchgeführt wurde, befragte man rund 100 Führungskräfte aus deutschen Großunternehmen sowie aus Großbritannien und den USA. Demnach agiert Künstliche Intelligenz zunehmend eigenständig – etwa in Form von Agenten, Large Language Models (LLMs) oder MCP-Servern – und greift dabei tief in geschäftskritische Systeme ein. „Jeder KI‑Identitätstyp erfordert unterschiedliche Governance‑Ansätze; der gemeinsame Nenner ist: Sie operieren schneller und autonomer, als traditionelle Identitätskontrollen ausgelegt sind“, heißt es in dem KI-Risiko-Report.

Wie werden Zugriffe kontrolliert?

Mehr als 93 Prozent der befragten IT- und Security-Entscheider bestätigen, dass KI-Identitäten bereits auf zentrale Anwendungen wie SAP, Salesforce oder ServiceNow zugreifen. Unklar bleibt jedoch häufig, wie diese Zugriffe kontrolliert und überwacht werden.

Lediglich ein Viertel der befragten Unternehmen steuert die Zugriffe tatsächlich mit klaren Richtlinien. Fehlende Leitplanken führen allerdings zu neuen Angriffsflächen und erheblichen Risiken für Audits, Haftung und Compliance. Entsprechend groß ist die Besorgnis: Zwei Drittel der Führungskräfte äußerten Bedenken zu KI-Zugängen und Sicherheitsaspekten. 40 Prozent berichteten von unerwünschtem Verhalten und Sicherheitsvorfällen innerhalb eines Jahres. Zudem gaben mehr als 76 Prozent an, nicht autorisierte KI-Tools im Einsatz entdeckt zu haben – häufig mit fest eingebetteten Zugangsdaten und überhöhten Berechtigungen.

„Viele Organisationen versuchen, KI-Risiken mit Sicherheitswerkzeugen zu kontrollieren, die für menschliche Nutzer und klassische IT gebaut wurden“, sagt Chris Steiner, Vice President Sales DACH bei Saviynt. Problematisch seien zudem fragmentierte Punktlösungen, manuelle Prozesse und fehlende Integrationen. „KI-Identitäten benötigen jedoch API-basierte Kontrollen, automatisierte Governance und kontinuierliche Überwachung.”

Als Lösungsansatz empfiehlt Saviynt eine neue Form der Identity Security: eine einheitliche Plattform, die menschliche und KI-Identitäten gleichermaßen abdeckt und mit automatisierter Governance, Least-Privilege-Prinzipien sowie Self-Healing-Workflows arbeitet.

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