Der aktuelle Dekra-Arbeitsmarktreport 2025 zeigt, dass in der IT-Security nicht nur technische Fähigkeiten gefragt sind. Doch welche Kompetenzen benötigen IT-Security-Fachkräfte und ist ein Studium wirklich zwingend erforderlich?
IT-Security-Fachkräfte von Morgen sollten umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen mitbringen, wobei Arbeitgeber flexibel bei Berufsabschlüssen sind und zahlreiche Benefits bieten.
(Bild: Canva / KI-generiert)
Auffallend viele Arbeitgeber in der Dienstleistungsbranche suchen derzeit Fachkräfte für die IT-Security. Eine aktuelle Analyse von 250 Stellenangeboten im Dekra Arbeitsmarktreport 2025 zeigt: Auf IT-Security-Fachkräfte wartet ein breites Aufgabenspektrum, für das Spezialkenntnisse und ausgeprägte Soft Skills erforderlich sind. Im Gegenzug drücken Arbeitgeber bei der formalen Ausbildung auch mal ein Auge zu und stellen Jobsuchenden ein attraktives Paket an Sonderleistungen.
Über die Studie
Für den Dekra Arbeitsmarktreport 2025 wurden 250 Stellenangebote für IT-Security-Fachkräfte analysiert. Im Erhebungszeitraum Ende Februar 2025 wurden 8.944 Stellenangebote in zwei Online-Jobbörsen ausgewertet. Dabei fällt auf: Momentan suchen auffallend viele Arbeitgeber in der Dienstleistungsbranche Mitarbeitende für den Bereich IT-Security (51 %); insbesondere IT-Dienstleister haben viele offene Stellen zu besetzen (32 %).
Welche Aufgaben übernehmen IT-Security-Fachkräfte?
Sicherheitsmaßnahmen sollten umfassend betrachtet und geplant werden, wobei eine gründliche Analyse der Bedrohungen und potenziellen Schwachstellen als Grundlage dient. Auf dieser Basis sollten IT-Sicherheitsfachkräfte effektive Richtlinien und Strategien zur Abwehr unbefugter Zugriffe oder Cyberangriffen entwickeln. Acht von zehn der gesuchten Sicherheitsexperten befassen sich an ihrem neuen Arbeitsplatz mit der Entwicklung und Umsetzung von Strategien für IT-Sicherheit und Datenschutz. Zu ihrem Job-Alltag gehört es auch, Schwachstellen zu suchen und zu beheben. Die Fachkräfte benötigen gewisse Programmierkenntnisse, um beispielsweise IT-Security-Lösungen zu implementieren und anzupassen.
Das sind die häufigsten Aufgabenbereiche von IT-Security-Fachkräften.
Welche Fähigkeiten sollten IT-Security-Fachkräfte mitbringen?
Für die untersuchten Stellen setzen Arbeitgeber umfangreiche Kenntnisse voraus, die sich acht Kategorien zuordnen lassen.
Am häufigsten beziehen sich die Nennungen auf die Bereiche „Allgemeinwissen“ in der IT und Cybersicherheit (84 %), Normen, Gesetze und Standards (63 %) sowie Netzwerke (59 %).
IT-Sicherheitsmethoden und -prozesse werden durch Standards und Normen definiert. In gut sechs von zehn Anforderungsprofilen sprechen Arbeitgeber sie auch an. Oft bleiben sie vage und wünschen allgemein, dass Jobsuchende die gängigen Standards und Richtlinien kennen (44 %).
Fast ebenso vielen sollte das Konzept eines Managementsystems für Informationssicherheit (ISMS) vertraut sein (41 %).
IT-Security-Fachkräfte müssen zudem erfahren darin sein, Netzwerke zu administrieren und abzusichern.
Fast jeder fünfte Jobsuchende sollte sich beispielsweise mit der Absicherung von Cloud-Systemen auskennen (19 %).
Überraschend: KI ist kaum Thema
Cyberkriminelle nutzen immer öfter Künstliche Intelligenz für Angriffe, andererseits können Unternehmen KI-basierte Tools auch einsetzen, um sie abzuwehren. KI-Kenntnisse werden allerdings nur in vier Fällen angesprochen. Eventuell haben noch nicht alle Arbeitgeber das Thema im Zusammenhang mit IT-Security auf dem Radar oder wollen Jobsuchende nicht abschrecken, die noch keine Erfahrungen in diesem Bereich sammeln konnten.
Meistens kommen für die Bewerbung mehrere Berufsabschlüsse infrage. Zwei liegen klar vorn: Ein Informatik-Studium oder eine IT-Berufsausbildung (61 % bzw. 43 %). Bei der dualen IT-Ausbildung wird oft nicht präzisiert, welche der verschiedenen Spezialisierungen die Fachkräfte absolviert haben sollten. Arbeitgeber sind insgesamt flexibler geworden, was die Abschlüsse anbelangt. Zum Vergleich: Jobsuchende ohne Studium konnten sich 2018 nur auf gut ein Viertel der IT-Security-Stellen bewerben. Nun kommt eine Berufsausbildung oft sogar alternativ zu einem Studium infrage (37 %). Erfahrung fällt hier offensichtlich stärker ins Gewicht als formale Abschlüsse.
Zertifizierungen zahlen sich aus
Bei der Jobsuche sind Zertifikate und Weiterbildungen von Vorteil: In jedem fünften Fall müssen Jobinteressierte allgemein IT-Security-Weiterbildungen und Zertifizierungen vorweisen. Die internationalen Zertifizierungen CISSP Certified Information Systems Security Professional sowie CISM Certified Information Security Manager führen als konkrete Nennungen die Liste an (14 % bzw. 11 %). Diese Personenzertifizierungen belegen, dass Fachkräfte in der Lage sind, ein Informationssicherheitsprogramm zu entwickeln.
IT-Security-Fachkräfte agieren in einem anspruchsvollen Tätigkeitsfeld. Wer hier sein Handwerk beherrscht, muss sich keine Sorgen um die berufliche Zukunft machen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Fachkräfte neugierig bleiben und sich kontinuierlich weiterentwickeln.
Katrin Haupt, Geschäftsführerin der Dekra Akademie
Welche Softskills sollten Bewerber mitbringen?
Ideale Kandidaten sind kommunikationsstark und teamfähig, denken analytisch und arbeiten strukturiert. Die vier meistgenannten Softskills haben sich im Vergleich zu 2018 nicht verändert. Bei anderen Eigenschaften hat sich die Gewichtung hingegen stark verschoben. Durchsetzungsfähigkeit etwa kommt viel seltener vor als in der Vergangenheit.
Die wichtigsten Soft Skills von IT-Security-Fachkräften im Vergleich. Dazu wird der Dekra Arbeitsmarktreport 2025 dem Dekra Arbeitsmarktreport 2018 gegenübergestellt.
(Bild: Dekra Akademie 2025)
Eventuell spielt dabei die Arbeitgeberbranche eine gewisse Rolle: Viele der Positionen sind bei IT-Dienstleistern zu besetzen. Arbeiten Fachkräfte als externe Spezialisten in Kundenprojekten, hat ihre Stimme häufig allein durch ihre Rolle ein größeres Gewicht als die der internen Beschäftigten. Hinzu kommt, dass das Sicherheitsbewusstsein in Unternehmen insgesamt höher sein dürfte als vor sieben Jahren. Offenbar fallen im Arbeitsalltag weniger Geschäftsreisen an als vor sieben Jahren. Reisebereitschaft gilt nur noch halb so wichtig wie 2018. Seit der Pandemie haben sich Online-Meetings etabliert und viele persönliche Besprechungen überflüssig gemacht. Verantwortungsbewusstsein sollte selbstverständlich sein, dennoch halten doppelt so viele Arbeitgeber wie 2018 es für wichtig, diese persönliche Eigenschaft zu betonen.
Mit welchen Benefits können IT-Security-Fachkräfte rechnen?
Die Leistungen, die Unternehmen den Security-Spezialisten bieten, lassen kaum Wünsche offen. Sie stellen vor allem Benefits rund um die Work-Life-Balance und die persönliche Weiterentwicklung in den Vordergrund. Sie versuchen vor allem mit flexiblen Arbeitszeiten (63 %), der Möglichkeit zu Home Office (62 %) sowie Gesundheits- und Fitnessangeboten (43 %) bei den begehrten Fachkräften zu punkten. In einem dynamischen Umfeld wie der IT-Sicherheit sind regelmäßige Weiterbildungen für IT-Security-Fachkräfte ein Wettbewerbsvorteil. Dementsprechend können sie bei ihrer beruflichen Weiterentwicklung mit Unterstützung rechnen (58 %). Die Angabe „attraktives Gehalt“ findet sich vergleichsweise weit hinten in der Liste (27 %) und ist vermutlich selbstverständlich.
Stand: 08.12.2025
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