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ITB: Sie fordern dazu auf, vorhandene Ressourcen in Unternehmen besser zu nutzen. Wie geht das in der Praxis?
Kranz: Viele Unternehmen, insbesondere wenn sie eine bestimmte Größe überschritten haben, wissen noch nicht einmal, ob und an welchen Stellen sie betroffen sind. Es hapert an einer sauberen Datenbasis, anhand derer genau abgelesen werden kann, wie viele Mitarbeiter ein Betrieb hat und welche Qualifikationen vorhanden sind. In einem ersten Schritt sollten daher die Mitarbeiterdaten analysiert werden, um auf Basis von einheitlichen Informationen schnell auf innere und äußere Veränderungen reagieren zu können. Ein weiterer Schritt beinhaltet das Performancemanagement, um vorhandene Talente und Mitarbeiter entsprechend zu fördern. Dazu zählen auch ein regelmäßiges Tracking und die Kontrolle der Lernmaßnahmen in regelmäßigen Entwicklungsgesprächen. Erst wenn das Potenzial innerhalb eines Unternehmens optimal ausgeschöpft und weiter entwickelt wurde, ist es effizient, neue Mitarbeiter extern anzuwerben. Dabei ist es wichtig, die betreffenden Gruppen gezielt anzusprechen und internationale Synergien optimal zu nutzen.
ITB: Welche Möglichkeiten haben IT-Systemhäuser, durch Personaldienstleister eigene Kapazitãten kurzfristig auszubauen?
Kranz: Kurzfristiger Ressourcen-Aufbau lässt sich schnell und effektiv mit Hilfe von Zeitarbeitsfirmen organisieren: Über das Modell der klassischen Arbeitnehmerüberlassung werden Freelancer für eine bestimmte Zeitspanne zum eigenen Mitarbeiter. Auch mit Werksverträgen oder Dienstleistungsverträgen können freie Stellen besetzt werden. Dabei treten die Personaldienstleister als Sub-Unternehmen entweder beim Auftraggeber oder eventuell sogar direkt beim Kunden auf. Starken Zuwachs hat auch die direkte Beauftragung von freien, selbstständigen IT-Spezialisten für bestimmte Projekte verzeichnet.
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