Die Nachfrage für IP-basiertes Fernsehen zieht nach oben IP-TV klopft an die Tür

Autor / Redakteur: Dietmar Steinbrücker, Ciena / Dr. Andreas Bergler

Abonnenten von Breitbanddiensten legen auch in Deutschland immer größeren Wert auf Multimedia-Anwendungen. Mobile Unterhaltungs-Services sind unaufhaltsam im Kommen. Ein besonderer Fokus liegt hier auf IP-TV.

Anbieter zum Thema

Eine Studie von Bitkom und Goldmedia belegt, dass Deutschland beim Fernsehen über Internetprotokoll noch deutlich hinter anderen Ländern zurückliegt. Die Studie »IP-TV 2012« prophezeit, dass 2,5 Millionen IP-TV-Abonnenten bis 2012 den Service-Providern bis zu 420 Millionen Euro in die Kassen spülen werden. Im Jahr 2007, so die Hochrechnung, haben in Deutschland 100.000 IP-TV-Nutzer mit ihren monatlichen Beiträgen einen Umsatz von rund 13 Millionen Euro generiert. Prognosen zeigen, dass der Durchbruch auch in Deutschland unmittelbar bevorsteht. Dennoch befindet sich IP-TV hierzulande noch im Pionierstatus.

Voraussetzungen

Um das große Potenzial von IP-TV zu erschließen und attraktive Pakete anbieten zu können, müssen Service Provider ihre Netze für die Anforderungen dieser Services rüsten. Eine kürzlich vom Netzwerkspezialisten Ciena in Frankreich durchgeführte Umfrage ergab, dass die Anforderungen der Endkunden an die Servicequalität von IP-basiertem Fernsehen höher sind als für traditionelles Fernsehen. Die Kundenloyalität und der Erfolg neuer Services steht und fällt mit der Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Qualität der Dienste. Eine Ethernet-basierte Herangehensweise kann eine kosteneffektive Bereitstellung von Bandbreite nach Bedarf ermöglichen, die sich ständig ändernden Anforderungen des Endkunden erfüllen und gleichzeitig die Servicequalität im Allgemeinen verbessern.

Um hohe Investitionen in neue Netzwerkstrukturen zu vermeiden und Peaks abzufangen, haben sich Netzbetreiber bisher auf Überprovisionierung von Netzkapazitäten verlassen. Das funktioniert jedoch nicht für Daten- oder Videodienste in Echtzeit, da die Anforderung an die Kapazitäten zu stark variiert. Das Netzwerk muss die nötigen End-to-End Kapazitäten bereitstellen können, um den angeforderten Service auf Bedarf anbieten zu können. Diese Fähigkeit ist unabdingbar für interaktive Dienste und geht über das einfache Priorisieren von Datenströmen hinaus.

Alternative

Die Implementation neuer Videodienste mit Hilfe von IP-TV-Stream Multicasting stellt sich in einer Ethernet-basierten Umgebung auf Grund der Fähigkeit von Ethernet, Videostreams über das Netzwerk zu mehreren Nutzern zu verteilen, deutlich einfacher dar. Die Integration von Ethernet-Funktionalität in das Metro-Aggregationsnetz ist eine einfache, kosteneffektive und zuverlässige Methode, vielfältige IP-basierte Dienste wie Video on Demand, IP-TV und Online Gaming bereitzustellen. Die Ethernet-optimierte Lösung kombiniert Ethernet mit dem Optischen Transportnetzwerk (OTN) und Wavelength Division Multiplexing (WDM), um eine skalierbare, deterministische und vereinfachte Servicearchitektur zu ermöglichen, die die effizienteste Verteilung und Aggregierung von Datenströmen zwischen Zugangsnetz und Service Edge bereitstellt.

Die Systeme, Software und Services von Ciena sind auf wichtige Netzwerkbereiche ausgerichtet, so dass TK-Unternehmen, Kabelnetzbetreiber oder Behörden neue Anwendungen optimal nutzen und die Grundsteine für IP-TV legen können. Cienas CN 4200 Flex Select Advanced Services Platform stellt Netzbetreibern die erste Multiservice Transport- und Diensteaggregations-Plattform zur Verfügung, die die Migration auf paketbasierte Dienste in IP-Netzen mit Technologien wie OTN (Optical Transport Network) unterstützt.

(ID:2008627)