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Computex 2019

Intel stellt 10-nm-Core-CPUs für Notebooks vor

| Autor: Klaus Länger

Mit den Core-Prozessoren der 10. Generation steigt Intel nicht nur auf eine 10-Nanometer-Fertigung um, sondern bringt auch eine neue Mikroarchitektur sowie eine leistungsfähigere Prozessorgrafik.
Mit den Core-Prozessoren der 10. Generation steigt Intel nicht nur auf eine 10-Nanometer-Fertigung um, sondern bringt auch eine neue Mikroarchitektur sowie eine leistungsfähigere Prozessorgrafik. (Bild: Intel)

Mit Ice Lake sollen nun endlich 10-Nanometer-Prozessoren von Intel in Großserie kommen. Sie sind für leichte und ausdauernde Notebooks bestimmt. Zusätzlich präsentiert Intel neue Xeon- und vPro-Prozessoren sowie den Core i9-9900KS für Gaming-PCs.

Auf der Computex 2019 feiern die ersten in Großserie hergestellten 10-Nanometer-Prozessoren von Intel offiziell Premiere. Die unter dem Codenamen Ice Lake entwickelten CPUs kommen als Core-U und Y-Prozessoren der 10. Generation auf den Markt. Erste Notebooks mit den neuen CPUs sollen im Herbst verfügbar sein. Mit Ice Lake führt Intel nicht nur ein neues 10-Nanometer-Fertigungsverfahren ein, sondern zusätzlich eine neue Prozessorarchitektur. Die Core-Prozessoren der 10. Generation mit bis zu vier Cores und acht Threads sind keine Skylake-Ableger mehr, sondern basieren auf der neuen Sunny-Cove-Microarchitektur, die eine um bis zu 18 Prozent höhere Leistung pro Takt liefern soll. Allerdings erreichen die neuen Prozessoren laut Intel zunächst nur 4,1 GHz im Turbo-Boost, die aktuelle Coffee-Lake-Generation mit dem Spitzenmodell Core i7-8665 taktet mit bis zu 4,8 GHz. Doch beherrscht Sunny Cove einige zusätzliche AVX-512-Instruktionen sowie einige neue KI-Funktionen, die allerdings durch die Software auch genutzt werden müssen.

Die integrierte Grafikeinheit hat nun nach Intel-Nomenklatur die 11. Generation erreicht. Sie verfügt nun über mindestens 48 Ausführungseinheiten (EUs). Eine noch höhere Leistung soll die bei einigen Prozessormodellen integrierte Iris-Plus-Grafik mit 64 EUs liefern. Sie soll laut Intel schneller als die Radeon-Grafik in den AMD-Ryzen-Mobilprozessoren sein, setzt beim Arbeitsspeicher allerdings schnellen und kostspieligen LPDDR4/x 3733 voraus.

Die Y-Varianten von Ice Lake sind mit 9 Watt TDP spezifiziert, die U-Varianten mit 15 Watt TDP. Sie lassen sich auch mit einer externen GPU koppeln, was mit den Y-Prozessoren nicht möglich ist. Bei beiden Prozessorvarianten sitzt die CPU zusammen mit dem in 14-nm-Technik gefertigten Chipsatz auf einem gemeinsamen Prozessorgehäuse. Im Intel-300-Chipsatz sind Thunderbolt 3 und ein Wi-Fi-6-Controller integriert, der allerdings noch ein zusätzliches M.2-Modul als Radiokomponente benötigt.

Ultrabook 2.0: Project Athena

Mit der auf der Computex 2011 vorgestellten Ultrabook-Spezifikation gab Intel seinerzeit den Startschuss für die Entwicklung leichter Notebooks mit langer Akkulaufzeit und schnellem Aufwachen aus dem Standby-Modus. Mit Project Athena definiert der Prozessor-Hersteller eine Blaupause für eine neue Generation von Notebooks, die noch länger laufen und noch schneller aufwachen sollen. Die erste Version der Athena-Spezifikation deckt Business- und Consumernotebooks oder Convertibles mit Core-Prozessoren der 8., 9. oder 10. Generation ab. Gefordert wird eine Akkulaufzeit von mindestens 9 Stunden unter realen Arbeitsbedingungen oder 16 Stunden bei der Wiedergabe lokal gespeicherter Videos. Die Geräte müssen zudem in weniger als einer Sekunde aus dem Standby-Modus kommen, Intel nennt das „Instant Resume”. Dabei muss eine schnelle biometrische Anmeldung möglich sein. Weitere Vorgaben sind mindestens 8 GB RAM und eine 256 GB große NVMe-SSD, Wi-Fi 6 sowie Thunderbolt 3. Die Diagonale des Displays soll zwischen 12 und 15,9 Zoll liegen, Touch-Erkennung ist grundsätzlich notwendig, bei Convertibles auch Stift-Support. Die Unterstützung von digitalen Assistenten und lokaler KI-Berechnungen ist ebenfalls vorgeschrieben. Für letzteres sollen OpenVINO ind WinML unterstützt werden. Einige Geräte erfüllen bereits die Athena-Vorgaben. Zu ihnen zählen die bereits verfügbaren Acer Swift 5 und das Lenovo Yoga S940 sowie die Ice-Lake-Convertibles Dell XPS 13 2-in-1 und HP Envy 13 Wood Series, die auf der Computex ihren ersten Auftritt haben.

Zusätzliche 14-nm-Prozessoren für Business, Gaming und Server

Neben den 10-nm-Prozessoren für leichte Notebooks und Convertibles bringt Intel im Laufe des Jahres noch einen ganzen Schwung zusätzlicher 14-nm-CPUs der 9. Generation auf den Markt. Dazu zählen neben diversen vPro-Prozessoren der S-Serie für Desktop-Rechner und der H-Serie für leistungsstarke Notebooks auch der Core i7-9900KS als Highend-Gaming-CPU. Er verfügt über einen verlöteten Heatspreader und soll im Turbo-Boost 5 GHz auf allen acht Kernen schaffen. Für mobile und stationäre Workstations sind insgesamt 14 neue Xeon-E-2200-Prozessoren bestimmt, die zur Coffe-Lake-Familie gehören und bis zu acht Cores, 16 Threads und 5 GHz Turbo-Boost bieten. Im Gegensatz zu den Core-Prozessoren unterstützen die Xeons ECC-Speicher.

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