Für Oliver Wilhelmi, Geschäftsführer und geschäftsführender Gesellschafter bei Energy Net, ein Tochterunternehmen der Econocom Gruppe, ist ein Arbeitsplatzkonzept der Zukunft immer aus gesellschaftlicher und technologischer Sicht zu betrachten.
Bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes der Zukunft muss sowohl auf technologische als auch auf gesellschaftliche Veränderungen eingegangen werden.
(Bild: Good Studio - stock.adobe.com)
Durch was zeichnet sich für Sie der Arbeitsplatz der Zukunft beziehungsweise der Digital Workspace aus?
Oliver Wilhelmi, Geschäftsführer und geschäftsführender Gesellschafter bei Energy Net
(Bild: Energy Net)
Wilhelmi: Wir können heute nicht mehr nur primär die eigentliche Tätigkeit betrachten, für die ein Arbeitsplatz gedacht ist, sondern müssen den digitalen Workspace ganzheitlich aus allen Bereichen des Unternehmens und auch der Gesellschaft betrachten. Ein umfangreiches Angebot an mobilen, innovativen Arbeitsplatzkonzepten, wie Co-Working, Think Tanks, Home Office sowie der Verzicht auf fest zugewiesene Arbeitsplätze geht auf den veränderten Bedarf der Arbeitnehmer zurück. Diese möchten heutzutage einen sinnvolleren, bedürfnisorientierten Tagesablauf, mit amorphen Arbeitszeitkonzepten und darüber hinaus vor allem ortsungebunden. Als Arbeitgeber möchte ich aber auch die maximale Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit eines Arbeitsplatzes sicherstellen. Dadurch wird klar, dass sich der Arbeitsplatz noch stärker verändern wird, als gegenwärtig vorstellbar und er einem wechselseitigen Prozess gesellschaftlicher Veränderungen unterliegt. Eine Verschmelzung der Arbeitswelt mit der Privatsphäre des Arbeitnehmers als Individuum bedingt innovative Produkte und smarte technische Lösungen.
Welche Trends beim Thema Enterprise Mobility bzw. Digital Workspace sehen Sie?
Wilhelmi: Der Mitarbeiter setzt immer höhere Ansprüche an seinen Arbeitsplatz und die Werkzeuge, die der Arbeitgeber ihm zur Verfügung stellt. Dies bedeutet aber auch, dass Informationen auf allen Geräten verfügbar gemacht werden müssen. Ein Projekt, welches auf dem einen Gerät begonnen wurde, muss unmittelbar und in Echtzeit auf einem anderen Gerät weitergeführt werden können. Dies einfach und intuitiv ohne große Reglementierungen möglich zu machen ist die Zukunft des Arbeitsplatzes von Morgen. Hierbei verschwimmen die Grenzen zwischen mobiler und stationärer Infrastruktur. Gemeinsam mit Augmented und Virtual Reality erhalten Unternehmen für ihre Prozess- und Wertschöpfungskette, sowie über den Digital Workplace und den digitalen Kundenkontakt hinaus, ganz neue Möglichkeiten der Interaktion. Es entwickeln sich rasant vielfältige Einsatzszenarien, wie Wearables in den unterschiedlichsten Arbeitsprozessen zeigen.
Was sind für Sie die derzeit wichtigsten (technologischen / marktbezogenen) Entwicklungen in diesem Umfeld?
Wilhelmi: Vor allem im Bereich der Augmented Reality (AR) gibt es derzeit eine rasante Entwicklung. Das ARKit 3 von Apple zeigt dies deutlich und stellt den Nutzer ins Zentrum. Mit beispielsweise Motion Capture können Entwickler die Bewegungen von Menschen in ihre App integrieren und mit People Occlusion können AR-Inhalte auf natürliche Weise vor oder hinter Personen dargestellt werden. AR-Erlebnisse wirken dadurch noch intensiver. Diese Entwicklungen halten auch in unsere Arbeitswelt Einzug und ermöglichen so gemeinsame Sessions, mit denen man noch schneller in geteilte AR-Erlebnisse eintauchen kann.
Was sind die derzeit größten Herausforderungen für Unternehmen in Bezug auf Enterprise Mobility beziehungsweise Digital Workspace?
Wilhelmi: Der Digitale Workspace wird sich daran messen lassen müssen, das Unternehmen und auch deren Mitarbeiter immer mehr von ihrer Arbeitsumgebung erwarten und sich der Mitarbeiter auch schneller abwendet, wenn er enttäuscht wird – aus welchem Grund auch immer. Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir gezielt auf deren Bedarfe eingehen, gewohnte technische Erwartungen erfüllen und die Interaktion zwischen Aufgabe, Arbeitsplatz und Unternehmensziel zulassen. Diese muss dann in die Unternehmenskultur und deren Prozesse einfließen, ohne für das jeweilige Unternehmen wichtige Sicherheitsaspekte aus dem Blick zu verlieren. Diese Herausforderung gilt es zu bewältigen. Letztendlich geht es um die Zufriedenheit unserer Kunden als Unternehmen und deren Mitarbeiter. Ich bin mir sicher, dass sich Unternehmen, welche sich auf die vielfältigsten Veränderungen der Zusammenarbeit vorbereiten, Wettbewerbsvorteile sichern und darüber hinaus Kosten sparen.
Wie unterstützen Sie Anwender oder Partner bei der Umsetzung von Enterprise-Mobility- und/oder Digital-Workspace-Projekten?
Wilhelmi: Es liegt auf der Hand, dass sich die Produktivität von Arbeitsabläufen mit Hilfe von Enterprise Mobility signifikant steigern lässt. Hierzu sollten allerdings bestimmte Rahmenbedingungen geschaffen werden. Vor allem in großen und wachstumsorientierten Unternehmen mit vielen mobil arbeitenden Mitarbeitern ist ein effektives Management der IT relevant. Damit verbunden gilt es heute verstärkt das Sicherheitsrisiko zu minimieren, um den unbefugten Zugriff Dritter auf interne, vertrauliche Daten und Informationen zu verhindern. Hier stellen wir unseren Kunden zahlreiche Lösungen für das Enterprise Mobility Management zur Verfügung, darunter beispielsweise Technologien zur Data Loss Prevention. Welcher Bedarf konkret beim Kunden vorliegt, lässt sich gezielt durch Workshops und Awareness-Schulungen ermitteln. Hierbei gilt es die Mitarbeiter unserer Kunden frühzeitig in den Prozess miteinzubeziehen. Wir begleiten und unterstützen unsere Kunden in jeder Projektphase von der ersten Analyse, über die Designphase bis hin zur Umsetzung. In Rollout- und Rollback-Phasen stellen wir die notwendigen Materialien und Dienstleistungen zeitgerecht und effizient zur Verfügung.
Stand: 08.12.2025
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Welche Lösungen bietet Ihr Unternehmen in diesem Umfeld an?
Wilhelmi: Wir bieten unseren Kunden Services in allen Bereichen seiner IT-Infrastruktur an. Angefangen vom Design einer Lösung über die Einführung bis zur Bewältigung aller im Betrieb notwendigen Aufgaben. Unsere Kunden können aber auch selbstverständlich einfach nur unseren klassischen Systemhaus-Vertrieb nutzen und wir stellen Ihnen die notwendigen Geräte zeit- und fristgerecht zur Verfügung.
Als starker lokaler Lösungspartner, aber auch europaweit durch die Zugehörigkeit zur Econocom Gruppe etabliert, sind wir seit über 25 Jahren auf die Integration von Lösungen für Arbeitsplätze mit Apple spezialisiert. Während andere Systemintegratoren immer noch alten Vorstellungen von IT nachhängen, haben wir auf nachhaltige und zukunftsorientierte Lösungen gesetzt, welche den eigentlichen modernen, mobilen Workplace begründen.
Welche USPs oder Mehrwerte bietet Ihre Lösung den Anwenderunternehmen?
Wilhelmi: Zum einen bieten wir von Energy Net als mittelständisches Systemhaus unseren Kunden die Agilität und Kreativität eines mittelständischen Unternehmens, zum anderen die Strukturen und Prozesse einer europäisch agierenden Firmengruppe. Produkte von Apple werden für Unternehmen immer wichtiger und somit wächst die Nachfrage nach iPhones, iPads und Macs, welche bereitgestellt, eingerichtet, konfiguriert und gesichert werden müssen. Abgesehen von den Managementlösungen von Microsoft oder VMWare setzen wir bei Energy Net vor allem auf eine Lösung, die speziell für die Integration und dem Management von Apple-Devices entwickelt wurde.
Der siebte ENTERPRISE WORKSPACE SUMMIT 2019 (formerly known as ENTERPRISE MOBILITY SUMMIT) am 10. und 11. Oktober in der Villa Kennedy in Frankfurt am Main ist die ideale Plattform, um sich über Best Practices des Digital Workspace auszutauschen. Dabei stehen die Integration der Mitarbeiter, die Mobilisierung der Geschäftsprozesse sowie die Nutzung neuer Technologien wie 5G, IoT, KI, Edge, VR/AR im Fokus.
Keynotes, Peer References und Thinktanks versprechen intensiven Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe, wertvolle Use Cases zu den Themen Virtual Desktop Infrastructure, Workplace-as-a-Service, Collaboration und Unified Endpoint Management runden die prall gefüllte Agenda ab. Als besonderes Highlight gibt die ISS-Astronautin Suzanna Randall Insights zu ihrem „Work-Space“.