Identitäts- und Zugriffsverwaltung absichern Identity Management für den Mittelstand

Von Ira Zahorsky 4 min Lesedauer

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Das Identitätsmanagement ist per se einer ständigen Fluktuation unterlegen und muss zudem an immer neue Angriffsszenarien angepasst werden. Possehl Secure hat gemeinsam mit Sailpoint die Enterprise-Lösung auf den Mittelstand heruntergebrochen. Ein Konzept auch für andere Kooperationen.

Identitätsmanagement ist in Unternehmen eine umfangreiche Aufgabe.(Bild: ©  Best - stock.adobe.com / KI-generiert)
Identitätsmanagement ist in Unternehmen eine umfangreiche Aufgabe.
(Bild: © Best - stock.adobe.com / KI-generiert)

Für jeden Mitarbeiter, der in ein Unternehmen eintritt, die Abteilung wechselt oder es verlässt, müssen Benutzerrechte vergeben, geändert oder entzogen werden. „Joiner, Mover, Leaver“ heißen die drei Phasen im Zyklus eines Mitarbeiters im Fachjargon. Identitätsmanagement ermöglicht Sicherheitsadministratoren die effiziente Verwaltung von Benutzeridentitäten und -zugriffen im gesamten Unternehmen und soll Datenlecks, Identitätsdiebstahl und unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensinformationen verhindern. Für Konzerne gibt es dafür einige Lösungen auf dem Markt, mit denen das Identity Management größtenteils automatisiert abläuft und auch Dokumentation und Nachweisbarkeit gewährleistet sind.

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Bildquelle: Possehl Secure

MIGA bietet eine modulare Architektur, die eine schrittweise Integration in bestehende Systeme ermöglicht und die Prozessautomatisierung und Dokumentation unterstützt.

Michael Sieben, COO bei Possehl Secure

Auch mittelständische Unternehmen brauchen solche Lösungen, doch diese müssen an ihre Bedürfnisse angepasst werden. „Viele mittelständische Unternehmen kämpfen mit historisch gewachsenen IT-Strukturen, die teilweise noch stark manuell geprägt sind. Gleichzeitig steigen die Anforderungen durch die Gesetzgebung, insbesondere den Bereich der Identitäts- und Zugriffsverwaltung abzusichern. Außerdem führen hohe Investitionskosten und wirtschaftliche Unsicherheiten oft zu Zurückhaltung bei IT-Investitionen. Und: Dem Mittelstand fehlt es nicht nur an Fachpersonal, sondern auch an klaren Digitalisierungsstrategien, sodass die Unternehmen häufig auf eigenentwickelte Prozesse oder punktuelle Teillösungen zurückgreifen, um regulatorische und sicherheitsbezogene Anforderungen zu erfüllen“, fasst Michael Sieben, COO bei Possehl Secure, die Ausgangslage zusammen. „MIGA bietet hier eine modulare Architektur, die eine schrittweise Integration in bestehende Systeme ermöglicht und die Prozessautomatisierung und Dokumentation unterstützt“, verspricht Sieben.

Was ist MIGA?

MIGA, kurz für Mittelstands Identity Governance & Administration, ist eine Lösung, die Possehl Secure – 2023 als Twinsec von Possehl Digital übernommen – vor einigen Jahren in einem konkreten Kundenprojekt gemeinsam mit Sailpoint, Anbieter von Identitätssicherheits-Lösungen, entwickelt und schließlich für weitere Kunden adaptiert hat. MIGA ist eine für mittelständische Unternehmen optimierte und standartisierte Version von Sailpoint Identity IQ. Die Lösung wird über Container bereitgestellt. So sollen sowohl Flexibilität als auch Skalierbarkeit und Kostentransparenz gewährleistet sein. Die Lösung ist On-Premises verfügbar und enthält neben Plugins auch Projektpläne, die von den Possehl-Experten in Workshops präsentiert werden. Denn Sieben weiß, dass vielen Kunden nicht klar ist: Was muss ich beisteuern, um ein lauffähiges Identity Access Management (IAM) zu haben?

Zentrale Leistungen und Vorteile von MIGA

  • Anpassung an die Realität des Mittelstands: MIGA wurde entwickelt, um die Herausforderungen des Mittelstands zu adressieren, wie historisch gewachsene IT-Strukturen, Fachkräftemangel, fehlende Digitalisierungsstrategien und hohen Investitionsdruck.
  • Managed Services und Betriebsunterstützung: Possehl Secure bietet MIGA als Managed Service an, um den internen Aufwand zu minimieren.
  • Compliance, Sicherheit und Prozessautomatisierung: MIGA bietet Lösungen für die effiziente Verwaltung von Benutzeridentitäten und -zugriffen, um Datenlecks, Identitätsdiebstahl und unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensinformationen zu verhindern.

Possehl übernimmt nicht nur die Ersteinrichtung, sondern auch den laufenden Betrieb, einschließlich Basis-Managed Services wie Incident Management und Release Management. „Updates und Erweiterungen können so kontrolliert und automatisiert ausgerollt werden, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden“, so Sieben. Weil jede Kundenapplikation den gleichen Release-Stand hat, minimiert sich der Aufwand für Wartung und Support. Possehl kann Anpassungen, die für einen Kunden vorgenommen werden, problemlos an ähnliche Kundenumgebungen anpassen. Use Cases, für die man normalerweise viel Projekt- oder Konfigurationsarbeit leisten muss, um bestimmte Prozesse abzubilden, sind schon implementiert.

Der Dienstleister als Schnittstelle

Doch warum passen die Anbieter ihre Lösungen nicht selbst für mittelständische Unternehmen an und generieren das Geschäft allein? Ihnen fehlt der Kontakt zum Mittelstand und der Kosten-Nutzen-Aufwand sei zu hoch, mutmaßt Sieben. Ein Dienstleister als Schnittstelle schlägt die notwendige Brücke zwischen der Leistungsfähigkeit und Sicherheit komplexer IGA-Lösungen und der wirtschaftlichen, personellen und strukturellen Realität des Mittelstands. „Das Konzept wird so zu einer Win-Win-Win-Situation“, ist Sieben überzeugt.

Über Possehl Secure

Possehl Secure, vormals Twinsec, wurde im April 2023 von Possehl Digital übernommen. In das Gemeinschaftsprojekt mit Sailpoint bringt das Unternehmen mit Sitz in Köln reichlich Erfahrung mit: Seit der Gründung 2007 bietet es Beratung, Implementierung und Managed Services im Bereich Cybersecurity an.

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