Moonshot bekommt ein Gemini-Projekt HP stellt erste Stromspar-Server mit Intel-Atom-Prozessoren vor

Redakteur: Ulrike Ostler

Das HP-Projekt „Moonshot“ tritt mit mit „Gemini“ in die nächste Phase der Entwicklung von Cloud-Infrastrukturen und Forschung der HP Labs im Bereich Niedrigenergie-Computing. Der Codename Gemini wiederum steht für die ersten Produktivsysteme des Projekts, die mit den neuen Intel Atom-CPUs, Codename „Centeron“, ausgestattet sind.

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HP stellte im November 2011 die Redstone-Plattform zunächst mit ARM-Prozessoren vor. Jeder Einschub entspricht einem Server.
HP stellte im November 2011 die Redstone-Plattform zunächst mit ARM-Prozessoren vor. Jeder Einschub entspricht einem Server.
(Bild: HP)

HP rechnet mit einer großen Nachfrage nach den Systemen, die auf der Server-Entwicklungs-Plattform HP Redstone aufbauen. Mit Servern aus dem Moonshot-Programm sollen im Vergleich zu konventionellen Server-Systemen bis zu 89 Prozent Energie, bis zu 94 Prozent Platz und bis zu 63 Prozent Kosten eingespart werden können. Grundlage für die Angaben sind HP-interne Tests und Berechnungen unter Labor-Bedingungen.

Das erste Gemini-Produktivsystem mit Modulen auf Grundlage von Centerton verwendet das HP Discovery Lab in Houston (siehe: Kasten). Doch schon bald werde es als Testumgebung für Kunden zur Verfügung stehen, teilt der Hersteller mit. Darüber hinaus plant HP, zum Jahresende die ersten Systeme an Kunden auszuliefern.

Ergänzendes zum Thema
Das Testcenter HP Dsicovery Lab

Das Testcenter HP Discovery Lab ermöglicht es Kunden, Anwendungen auf der HP-Redstone-Plattform, anderen Niedrigenergie-Plattformen oder auf herkömmlichen Servern zu testen und zu vergleichen. Das erste HP Discovery Lab ist im Januar 2012 in Houston eröffnet worden. Weitere Standorte in Europa und Asien sollen folgen. Per Fernzugriff oder Zugriff vor Ort können Kunden in den Laboren direkt mit HP-Ingenieuren und Branchenkollegen zusammenarbeiten und so über die Vorteile der Niedrigenergie-Server sprechen.

Gedacht sind die Gemini-Server für so genanntes Hyperscale-Computing. Durch den Einsatz von vielen Server-Modulen in einem Gehäuse soll ein sehr leistungsfähiges und Energie-effizientes System entstehen, das sich besonders für die parallele Verarbeitung von mehreren rechenintensiven Prozessen eignet. Gebraucht wird das für Web-Dienste, Offline-Analytics und Hosting.

Server werden zu Steckplatten

Die Intel-Prozessoren sind, dank hoher Rechenleistung und niedrigem Stromverbrauch für diesen Einsatz gemacht. So fügen sie sich nach Angaben von HP und Intel in das Gemini-Konzept ein. Die Prozessoren unterstützen 64-Bit-Technologie, Hardware-Virtualisierung (VTx) sowie ECC-Speicher (ECC = Error Correcting Code). Zudem gibt es ein großes Angebot an passender Software.

Die Gemini-Systeme basieren allerdings auf einer Prozessor-unabhängigen Infrastruktur. Innerhalb eines Racks können Tausende von Gemini-Modulen gemeinsame Management-, Netzwerk-, Speicher-, Stromversorgungs- und Kühlkomponenten nutzen.

Damit bricht HP mit dem üblichen Aufbau von Servern, die für jeden Einschub dedizierte Komponenten benötigen. Im November 2011 zeigte HP mit Redstone erstmals die Entwicklungsplattform für extrem eng gepackte Server; auf vier Höheneinheiten ließen sich 288 Energycore-Prozessoren mit ARM-Kern unterbringen. In einem Rack fanden so 2.800 Server Platz.

Bildergalerie

Lesen Sie auf der folgenden Seite mehr zu den wirtschaftlichen Vorteilen den dem Zielmarkt der Gemini-Server (inklusive Video

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