Nur das Verbrauchsmaterial wird abgerechnet HP startet Click-Modell der anderen Art
Mit einem neuartigen Abrechnungsmodell für Tinte und Toner will Hewlett-Packard den Markt aufrollen. Bei »Pay for Print« zahlt der Kunde monatlich nur für das tatsächlich in Anspruch genommene Verbrauchsmaterial. Händler sollen von der höheren Kundenbindung profitieren.
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»Pay for Print« heißt das neue Abrechnungsmodell für Verbrauchsmaterial, das Marktführer Hewlett-Packard (HP) in diesen Tagen europaweit an den Start bringt. Anders als bei einem herkömmlichen Click-Modell bleiben Finanzierung, Service, Wartung und Gerätepreis außen vor. Stattdessen zahlt der Kunde nur für das tatsächlich genutzte Verbrauchsmaterial.
Angeboten wird das Konzept ausschließlich über zertifizierte Fachhandelspartner von HP. Diese installieren nach absolvierter Technik- und Vertriebsschulung beim Kunden eine spezielle Server-Software. Das Tool meldet monatlich an den Händler sowie an einen externen Dienstleister die aktuellen Füllstände sämtlicher in den Vertrag eingeschlossenen Drucker. Daraus ergibt sich eine konsolidierte Rechnung am Monatsende, die auf Wunsch auch auf verschiedene Kostenstellen verteilt werden kann. Auf Wunsch kann das Abrechnungsmodell allerdings auch so umgestellt werden, dass der Kunde nicht für die in einem Monat verbrauchten Supplies bezahlt, sondern für die vom Händler gelieferten Cartridges.
Ein weiterer Clou der Software: Geht einem Drucker der Toner aus, wird dies rechtzeitig dem Händler gemeldet, der den Nachschub in der Regel innerhalb von 48 Stunden zum Kunden liefert. Durch das detaillierte Reporting des Tools steht es dem Partner zudem frei, gemeinsam mit den Kunden an der Effektivität der Druckerlandschaft zu arbeiten und die Prozesse zu optimieren.
Die Vertragsbindung beträgt ein Jahr. Dadurch sollen vor allem solche Kunden angesprochen werden, die bislang vor langfristigen Click-Verträgen zurückschreckten. Von der besseren Kundenbindung sollen gleichzeitig die Fachhandelspartner profitieren. Finanzierungsmodelle oder Wartungsverträge lassen sich zudem bei Bedarf noch zusätzlich abschließen.
Diese werden, wie auch die Preise für »Pay for Print«, direkt zwischen Händler und Kunde ausgehandelt. Der Partner hat also die volle Kalkulationsfreiheit. Das Zubehör bestellt er wie gehabt beim Distributor seines Vertrauens.
Zum Launch arbeitet HP in Deutschland mit 22 Pay-for-Print-Partnern zusammen. Weitere Händler werden derzeit geschult.
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