„Versierter Manager“ Hans Szymanski löst Gerald Kromer als CEO von Nfon ab

Autor Michael Hase

Erneuter Führungswechsel bei Nfon: Hans Szymanski steht seit dem 1. Juli als CEO an der Spitze des Münchner Spezialisten für Cloud-Telefonie. Der langjährige Chef von Francotyp-Postalia folgt auf Gerald Kromer, der die Position nur fünf Monate innehatte.

Anbieter zum Thema

Hans Szymanski konzentriert sich als CEO von Nfon darauf, das Wachstum des Cloud-Anbieters in Deutschland und die Expansion in Europa voranzutreiben.
Hans Szymanski konzentriert sich als CEO von Nfon darauf, das Wachstum des Cloud-Anbieters in Deutschland und die Expansion in Europa voranzutreiben.
(Bild: Nfon)

Nfon holt erstmals eine Führungskraft von außerhalb der TK-Branche an die Spitze des Unternehmens: Hans Szymanski hat bei dem Münchner Anbieter von Cloud-Telefonanlagen zum 1. Juli die Position des Chief Executive Officer (CEO) übernommen. Der erfahrene Manager kommt vom Berliner Konzern Francotyp-Postalia, für dessen Geschäft er seit Ende 2008 als CEO und CFO verantwortlich zeichnete. Das börsennotierte Unternehmen zählt zu den weltweit führenden Spezialisten für Briefkommunikation.

Szymanski löst Gerald Kromer ab, der die Position als CEO erst im Februar dieses Jahres antrat. Der Manager wird nach Auskunft von Nfon eine neue Aufgabe in der TK-Branche übernehmen, bleibt dem Cloud-Anbieter aber als Berater verbunden.

Bei der Verpflichtung Szymanskis gaben seine internationale Erfahrung und seine Kompetenz in der Führung börsennotierter Unternehmen den Ausschlag, wie Nfon mitteilt. Zu seinen wesentlichen Aufgaben bei dem Telefoniespezialisten gehört es, die nächste Phase der Unternehmensentwicklung einzuleiten und dafür die notwendigen Strukturen zu schaffen. Vor seiner Tätigkeit bei Francotyp-Postalia nahm der Manager mehrere Führungsfunktionen wahr, unter anderem bei der Siemens-Tochter Dematic und bei Jenoptik, wo er als Präsident die Sparte für Laser, Optik und Systeme (LOS) leitete. Seine berufliche Laufbahn hatte der Diplomökonom im Stahlgeschäft bei einer Klöckner-Tochter begonnen.

Nächste Entwicklungsstufe

Für die nächste Entwicklungsstufe des schnell wachsenden Unternehmens sei es wichtig, „einen so versierten und international erfahrenen Manager“ zu gewinnen, kommentiert Rainer Koppitz, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Nfon, den Führungswechsel. Die Münchner steigerten ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 40 Prozent auf rund 21 Millionen Euro und planen für das laufende Jahr mit einem ähnlich starken Wachstum,

Szymanski sieht es als spannende Aufgabe an, „einen Vorreiter der Digitalisierung wie die Nfon“ weiterentwickeln zu dürfen. Gemeinsam mit seinem Team werde er sich darauf konzentrieren, das Wachstum in Deutschland und die Expansion in Europa weiter voranzutreiben. Dabei sei für ihn der Channel unverzichtbar, betont der Manager gegenüber IT-BUSINESS. „Der indirekte Vertrieb ist eine tragende Säule unseres Geschäfts, die wir nicht in Frage stellen.“ In Deutschland vermarktet Nfon seine virtuellen Telefonanlagen über die Distribution und rund 650 Reseller sowie über einige strategische Partner, zu denen die Deutsche Telekom und Telefónica zählen.

So groß, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, ist für Szymanski der fachliche Sprung von seiner bisherigen Tätigkeit in die Welt der Cloud-Telefonie übrigens nicht. Auch in der Briefkommunikation hat die Digitalisierung längst Einzug gehalten. Die Frankiermaschinen von Francotyp-Postalia sind an eine Cloud-Infrastruktur angebunden, die der Berliner Konzern aufgebaut hat. Was redundanter Rechenenzentrumsbetrieb und Hochverfügbarkeit bedeuten, braucht dem neuen Chef in München niemand zu erklären.

(ID:44153079)