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Foto-Umsatz bröckelt
Die Umsätze im Fotosegment betrugen im ersten Quartal rund 1,96 Milliarden Euro, was im Jahresvergleich einem Rückgang von 1,9 Prozent entspricht. Allerdings wurden hierzulande, in Österreich und Belgien Mehreinnahmen generiert, während in den anderen westeuropäischen Ländern der Umsatz zurückging.
Stabil zeigten sich demnach die Verkäufe von Digitalkameras. Kompaktkameras mit fest eingebautem Objektiv konnten dank zusätzlichen Funktionen ihr Preisniveau halten. Starkes Wachstum bescheinigen die Marktforscher Wechselobjektiven. Ebenfalls gestiegen ist das Interesse an Fototaschen und Stativen.
Bürogeräte und Verbrauchsmaterial
Der Umsatz mit Bürogeräten und Verbrauchsmaterial belief sich im ersten Quartal auf 4,4 Milliarden Euro. Das sind 2,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch in diesem Produktsegment verzeichneten Österreich und Deutschland entgegen dem Trend einstellige Wachstumsraten.
Während Verbrauchsmaterialien, wie Patronen, stabil blieben, zeigte sich bei Bürogeräten ein negativer Trend – ungeachtet guter Verkaufszahlen bei Multifunktions-Druckern. Während Tintenstrahldrucker Umsatz einbüßten, legten besonders Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte mit integriertem Fax zu. Bei Laserdruckern verloren Farblaserdrucker an Umsatz. Schwarzweiß-Laserdrucker wurden zwar häufiger verkauft, allerdings sanken die Preise, was ebenfalls den Umsatz drückte. Mit Multifunktions-Lasergeräten dagegen konnte ein Umsatz-Plus generiert werden: bedingt unter anderem durch Einkäufe von Firmenkunden, bei denen Farbe und Funktionen wie Fax, WLAN oder Ethernet, gefragt sind.
Telekommunikation
Der Bereich Telekommunikation sackte um 3,7 Prozent auf einen Umsatz von 5,0 Milliarden Euro ab, obwohl die Nachfrage nach Smartphones deutlich wuchs. Da Smartphones allerdings zunehmend auch preiswerter angeboten werden, profitiere der Umsatz nicht in gleichem Maße von der steigenden Popularität der Geräte. Schnurlose Telefone wiesen im ersten Quartal einen leicht negativen Trend auf. Dagegen konnte der Umsatz mit Mobilfunk-Zubehör um 14 Prozent zulegen.
Consumer Electronics
Auch im CE-Bereich kämpfen die Anbieter mit Verlusten. Der Umsatz sank hier um 5,8 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro. Diese Entwicklung sei allerdings erwartet worden, so die GfK-Analysten. Hätten doch 2010 externe Faktoren, wie sportliche Großereignisse, die Verkäufe angekurbelt.
Trotz der unerfreulichen Gesamtentwicklung gab es auch Produktsegmente mit Umsatz-Wachstum, beispielsweise Blu-ray- und 3D-Geräte, große Bildschirme und HiFi-Produkte. Denn die Konsumenten seien offenbar nach wie vor am Heimkino-Erlebnis interessiert.
Für die Zukunft erwartet die GfK, dass der Bereich 3D-TV durch Weiterentwicklung der Technik für die Kunden attraktiver wird. Auch die Verschmelzung von Fernsehen und Internet bezeichnen die Analysten als möglichen Trend.
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