Selbst ist der Konzern Fujitsu forciert eigenen Systemhausverbund FNEXT AG

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Der Startschuss für einen Fujitsu-Only-Systemhausverbund ist gefallen: Die neu gegründete FNEXT AG vereint unter ihrem Dach mittelständische Systemhäuser aus dem Fujitsu-Umfeld in Deutschland.

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Regional aufgestellte Systemhäuser tun sich dabei schwer, überregional angesiedelte Kunden zu gewinnen. Einen Ausweg für einige Fujitsu-Systemhäuser bietet der neu gegründete Systemhausverbund FNEXT. Zum Start sind es zwölf mittelständische Systemhäuser, die sich zusammengefunden haben. In diesem Bunde sind insgesamt 900 Mitarbeiter an 30 Standorten in Deutschland. Ziel ist es, den Mittelstandsmarkt mit bundesweit einheitlichen Angeboten an IT-Infrastruktur-Lösungen aus dem Hause Fujitsu zu versorgen.

Überregionale Dienstleister

Die Mitglieder der Kooperation sind fast alle regional aufgestellt, können jedoch über die anderen Mitglieder der FNEXT auch überregional Dienstleistungen anbieten, um beispielsweise Unternehmen mit verteilten Niederlassungen quasi aus einer Hand betreuen zu können. Neben den Lösungen von Fujitsu haben die Unternehmen auch Produkte von Fujitsu-Partnern wie beispielsweise Storage-Lösungen von Netapp im Angebot. In Bereichen, in denen Fujitsu als Hersteller nicht vertreten ist – etwa bei Druckern – vertreibt FNEXT auch Produkte anderer Firmen, sofern diese nicht mit Fujitsu konkurrieren.

Erweiterung geplant

Die derzeit zwölf „Fujitsu Only“-Partner der FNEXT AG sollen mittelfristig auf 25 bis 30 erweitert werden, um eine breitere Marktadressierung sowie eine Portfolio-Vertiefung zu erreichen. Um sich als Kooperationspartner der FNEXT AG zu qualifizieren, müssen die Unternehmen in der Reseller-Kategorie „Fujitsu Select Partner“ sein und beim Umsatz mindestens 80 Prozent mit Fujitsu-Angeboten erzielen. Darüber hinaus sollten sie einen dedizierten Vertriebsmitarbeiter für Aufgaben der FNEXT AG bereitstellen.

Alles aus Fujitsus Hand

Jörg Brünig, Senior Director Channel Business Germany bei Fujitsu Technology Solutions, kommentierte die Gründung: „Alles aus einer Hand – so lautet das Credo der FNEXT AG“. Gerade für Systemhäuser als Schnittstelle zum Mittelstand ergebe sich durch diesen Ansatz lukratives Geschäft. „Sie können unsere Produkte durch eigene Services und Beratungskompetenz anreichern und erhalten überdurchschnittliche Unterstützung von Fujitsu“, so Brünig.

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