Distributoren vollziehen radikale Kurskorrektur bei Frachtkostenmodellen

Frachtfrei war gestern

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Bestell-Optimierung hilft sparen

Auf die Frachtkosten selbst haben weder Distributor noch Handel Einfluss. Allerdings gibt es zahlreiche Möglichkeiten, unnötige Frachtkosten zu vermeiden, und diese sollten Reseller künftig kräftig ausschöpfen, um ihren Geldbeutel zu schonen, beispielsweise die Lieferung direkt zum Endkunden.

Diese so genannte Drop-Shipment-Quote, also die Lieferung direkt zum Endkunden im Namen des Resellers, liegt heute weit unter 20 bis 30 Prozent. Damit fallen aber für den Handel doppelte Frachtkosten an, weil er die Ware überwiegend noch durch das eigene Lager schleust. »Wir werden gemeinsam mit dem Handel nach Möglichkeiten suchen, diese Drop-Shipment-Quote massiv nach oben zu treiben, so dass auch der Handel diese eigenen Frachtkosten sparen kann«, erklärt Schulz. Ferner will Ingram Micro gemeinsam mit den Kunden weitere Möglichkeiten ausloten, beispielsweise Aufträge, die neu eingehen, und Aufträge, die sich im Back-Order-Status befinden, in einem Karton zu bündeln, um die Kosten zu reduzieren.

»Andererseits gilt es auch, Anreize zu schaffen, dass der Fachhandel sinnvolle Bestellgrößen zusammenstellt, also Bestellungen bündelt, statt einzelne Orders abzugeben. Ergänzend dazu bietet auch die verstärkte Nutzung von Direktlieferungen an Endkunden dem Fachhandel die Möglichkeit, seine Frachtkosten positiv zu beeinflussen. Denn die Direktbelieferung erspart dem Händler (und der Umwelt) einen ansonsten erforderlichen zusätzlichen Frachtweg«, empfiehlt Actebis-Chef Hellmich.

Welche Ursachen konkret zur Wende in der Frachtkosten-Politik der Distis geführt haben, lesen Sie auf der folgenden Seite.

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