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Additive Antwort auf Werkzeugbau- und Fertigungsfragen
Als Lösung für sein Vorhaben entdeckte Steffen de Bochdanovits den industriellen 3D-Druck. Die Technologie, bei der ein Laserstrahl Schicht für Schicht ein Pulvermaterial aufschmilzt, kommt dabei gleich zweifach zum Einsatz: Für einige Kleinteile nutzte Bobby Tailor die EOS M 290. Mit dem DLMS-System wurden komplexe Werkzeuge mit konturnaher Kühlung aus Metall gefertigt. Im zweiten Schritt wurden damit per Kunststoffspritzguss Zündschloss und -schlüssel sowie Tankdeckel gefertigt. Radkappen, Kühler, Cockpit sowie Logo hingegen werden direkt aus dem pulverförmigen Kunststoff mittels der Eosint P 395 hergestellt. Anschließend werden diese und weitere Veredelungsteile wie handvernähte Ledersitze oder eine Elektronikausrüstung mit einem konventionellen Chassis verbaut, das zugekauft wird.
Weißes Polyamid 12 als Basis für gute Aluminiumoptik
Die additive Fertigung hat Bobby Tailor – wie auch die anderen Arbeitsschritte der Veredelung – an Partnerunternehmen vergeben: Creabis aus Kirchheim bei München nutzt für die Alufelgen als das auffälligste und aufwändigste Bauteil des ganzen Autos eine Eosint P 395 von EOS. Als Material kommt PA 2200 zum Einsatz, das mit seinem ausgeglichenen Eigenschaftsprofil quasi der Allrounder unter den Ausgangsstoffen ist. „Ein derartiges Bauteil aus Alu zu fräsen, ist nahezu nicht möglich“, erklärt Ralf Deuke, Geschäftsführer der Creabis GmbH. „Das liegt an der komplexen Struktur für eine relativ kleine Form sowie an der Zahl der erforderlichen Maschinenstunden. Ein Schichtbauverfahren ist kostengünstiger, bietet mehr Designfreiheit und ermöglicht schnellere Iterationen. Die EOS-Produkte eröffnen dabei die beste Qualität, wie viele unserer Kunden bestätigen. So können wir als Partner ein echtes Spitzenprodukt anbieten.“
Bei jeder Loßgröße wirtschaftlich
Damit beweist die EOS-Technologie neben der Designfreiheit einmal mehr die Fähigkeit, jede Losgröße wirtschaftlich zu fertigen. Durch diesen Vorteil gelang es Bobby Tailor, Prototypen und Serienprodukte günstig und mit einer kurzen Vorlaufzeit herzustellen – ein wesentlicher Pluspunkt dieser Technologie. Die ersten Ideen für seine kleinen Luxusfahrzeuge hatte Steffen de Bochdanovits Mitte 2015 noch auf Papier festgehalten und im Mai 2016 konnte er bereits den Verkauf starten – für die vollständige Neugründung eines Unternehmens samt Fertigung und Entwicklung ein extrem kurzer Zeitrahmen.
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