Die Kooperations-Marke hat sich gegen die Filialisten positioniert Euronics feiert 40. Geburtstag

Redakteur: Sarah Gandorfer

1969 fiel der Startschuss für Euronics – damals noch unter dem Namen Interfunk agierend. Zum 40-jährigen Bestehen hat die Fachhandelskooperation für ihre Mitglieder ein Geburtstagspaket geschnürt.

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Mit 40 Jahren ist Euronics eigentlich schon ein Dinosaurier in der Branche, jedoch noch lange kein versteinertes Fossil. Dafür ist die Fachhandelskooperation mit ihren knapp 1.900 Mitgliedern in Deutschland zu agil. „40 Jahre Euronics sind eine stolze Leistung – gerade in unserer schnelllebigen Branche“, betont Euronics-Vorstandssprecher Werner Winkelmann. Mit einem Außenumsatz hierzulande von 3,5 Milliarden Euro im vergangenen Geschäftsjahr liegt der Verbund auf Platz 2 hinter Media-Saturn mit 10,4 Milliarden Euro.

Der Name Euronics ist eigentlich noch sehr jung. Doch die Geburtsstunde der Kooperation war 1969. Damals schlossen sich rund 400 Händler zur Interfunk zusammen. Im Jahr 2000 traten die Gesellschafter der Ruefach dem Fachhandelsverbund bei. Das operative Geschäft lief fortan über das gemeinsame Joint-Venture, die R.I.C. Electronic Communication Services GmbH. Vier Jahre später entschied man sich, die bis dato noch unterschiedlich benannten Gruppierungen unter der Marke Euronics zusammen zu fassen.

Markensieg trotz Skepsis

Anfangs waren einige Mitglieder skeptisch, was diese dritte Umbenennung und das damit verbundene neue Corporate-Design betraf. Denn wenige Jahre zuvor hatte die Kooperation sich mit der Marke „Masters“ und dem von Blödelbarden Otto Walkes gesprochenen pinken Maskottchen Red-Zac zu etablieren versucht. Heute, fünf Jahre später scheint der Markendurchbruch gelungen: Mittlerweile haben sich über 1.000 Mitglieder entschlossen, ihre Läden im dem blauen Design mit den gelben Sternen zu gestalten. Zudem stellen immer mehr Partner auf das neue XXL-Format um – welches einem Großflächenmarkt entspricht.

Der Verbund hat seit 1990 ebenfalls Europa erobert und ist mit 11.500 Outlets in 29 Ländern vertreten. Hier betrug der Gesamtjahresumsatz 2008 rund 13,7 Milliarden Euro.

Dabei setzt der Verbund auf das höherpreisige Qualitätssegment. Winkelmann spricht schon seit mehreren Jahren vom „Eieruhr-Effekt“. Er meint damit den Verlust der Mitte: Laut einer BBE-Studie wird der Markt in dieser Hinsicht immer bipolarer. So legten 1990 noch 36 Prozent der Händler Wert darauf, in das Qualitätssegment zu fallen, während sich 30 Prozent im mittleren Bereich ansiedelten und 34 Prozent darauf abzielten, eine große Menge zu günstigen Preisen zu vertreiben.

Für 2010 prognostizieren die Analysten hier einen Wandel: 35 bis 40 Prozent der Reseller werden demnach im Qualitäts-Segment zu finden sein, weitere 45 bis 50 werden ihre Geschäfte mit dem Absatz von Masse machen. Nur noch 10 bis 20 Prozent wählen den Mittelweg. Mit dem Fokus auf Qualität grenzt sich Euronics deutlich von den Filialisten Media Markt und Saturn ab.

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